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Seelische & Psychische Probleme Nur Erfahrungsaustausch - keine professionelle Hilfe!

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#1
Alt 17.05.2016, 12:44
   
cats50
Benutzer
Mein Problem

Hallo,

ich weiß nicht so richtig wo ich anfangen soll. Im Moment bin ich ein einziges wandelndes Problem,seufz.
Gestern aus einem Forum raus geflogen, in den anderen beiden in denen ich aktiv bin hat man mich
so ziemlich kalt gestellt.
Ich bin ein Egoist der andere berechnend und manipulativ zu seinem Vorteil benutzt.
Das das moralisch nicht in Ordnung, Unrecht ist, dessen bin ich mir bewußt.
Schuldbewußtsein oder ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem nicht.
Ich weiß, ich bin mies und sollte mich schämen aber ich kann mich nicht anders, nicht besser machen
als ich nun mal bin.
Verstehe es völlig wenn ihr mich jetzt hier nicht mehr haben wollt.
Damit das es mir nicht um Rat und Hilfe, nicht ums gesund werden geht sondern nur um Aufmerksamkeit
ecke ich überall gewaltig an obwohl ich das immer offen kommuniziert habe.
Ich halte mich selber für einen hoffnungslosen, nicht therapierbaren Fall und möchte gar nicht gerettet
werden. Meine Ehrlichkeit hat mir bisher nicht geholfen. Hass und Ablehnung der anderen User
habe ich mir früher oder später immer zugezogen.
Für mich sind Aufmerksamkeit und Zuwendung, jammern und dafür Beachtung bekommen, gesehen
und gehört werden, wichtig sein, so oft wie möglich im Mittelpunkt sein, die sein um die sich die
Welt dreht die Eckpunkte meines Lebens.
Freunde habe ich nicht nur eine inzwischen fast 72 jährige Bekannte.
Habe immer zuhause gelebt an Mama's Rockzipfel. Bin völlig unselbstständig, nie erwachsen geworden,
seit fast 17 Jahren nicht mehr berufstätig.
Inzwischen ist meine Mutter seit 9 Jahren tot, der Kontakt zu meiner Restfamilie im Ausland praktisch
abgerissen.
Anfang Mai mußte ich nach 3 Jahren meine Therapie beenden wegen nicht mehr kontrollierbarer
Abhängigkeit von der Therapeutin. Als ich sonst niemand mehr hatte habe ich mich mit Haut und
Haaren an sie geklammert, ihre Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt.
Und jetzt stehe ich alleine da ohne einen Menschen den ich völlig vereinnahmen kann
wie ich es mit ihr gemacht habe fühle mich einsam,verlassen und ziemlich hilflos.
Mein Mitteilungsbedürfnis, der Drang zu erzählen und die Gier nach Aufmerksamkeit fressen mich
auf. Es ist niemand mehr da.
Der Text ist ziemlich lang geworden. Danke an alle die sich durchgekämpft haben.
Mich gerne reden zu hören und zuviel zu quatschen gehört zu meinen zahlreichen Fehlern.

LG cats

cats50 ist offline
   
#2
Alt 17.05.2016, 16:33
   
Maitreya
Erfahrener Benutzer
AW: Mein Problem

Willkommen im Club, cats. Ausnahme Forum für Zeichner und Autoren fliege ich auch aus jedem Forum raus. Und die Gründe sind auch die gleichen, ich schreibe immer was ich denke und trete damit immer jemand auf die Hacken. Dann kommt leider noch hinzu, daß ich sehr vieles erlebt und ich auch nicht die Absicht habe zu häkeln, sondern lieber Kampfsport und Schwertkampf mache, in Lederhosen und durchsichtigen Oberteilen rumlaufe. Jeden Menge Unfug anstelle, was man als Erwachsener Mensch ja natürlich nicht machen soll, womit ich dann auch noch unter die Rubrik Irre falle.
Du schreibst auch, du bist ein Egoist, daß bin ich auch und nun? Wer von den vielen netten Leute sind denn für mich da? Keiner, warum sollte ich mich dann darum sorgen, dann bin ich eben ein Egoist, na und, ist mir doch egal. Meine Mutter lebt noch, aber wenn sie einmal nicht mehr wäre, wäre ich sofort wieder aus D weg und in den USA oder Asien.
Und ich sehe mich auch ganz und gar nicht als geistig geschädigt, nur weil andere wie gewöhnliche Menschen leben wollen und zu allem ja sagen und nichts tun oder nichts verstehen.
Da sind wir ja ein hübsches Gespann. Habe ja nichts zu verbergen, wenn du mal jemand brauchst, dann schreibe mir doch einfach, ich würde mich darüber freuen, an meine Mail ssawicki117@gmail.com

Geändert von Maitreya (17.05.2016 um 16:36 Uhr)

Maitreya ist offline
   
#3
Themenstarter Alt 26.05.2016, 09:50
   
cats50
Benutzer
AW: Mein Problem

Wow, Kampfsport und Schwertkampf finde ich spannend. Ich habe letzte Woche mit Tanzimprovisation angefangen
und damit endlich hoffentlich das gefunden was für mich passt, was mich glücklich macht.
Den Rauswurf aus dem Forum habe ich inzwischen verdaut. Daraus gelernt mich nicht für unersetzlich und wichtig
zu halten. Glaube gar zu gern das es ohne mich nicht geht, schäm.
Der Mai war hart. Erst das Therapieende nach 3 Jahren, dann hat überraschend und extrem kurzfristig meine Putzfrau
gekündigt. 2 von 3 Menschen die es noch gibt in meinem Leben waren praktisch auf einen Schlag weg.
Und ich habe beide,Thera und Putzfrau, fälschlicherweise für meine Freundinnen gehalten.
Bin so verzweifelt einsam das ich mich an jeden klammere der ein bißchen nett zu mir ist, in jedem weiblichen
Wesen die Mama suche. Ein Egoist hat keine Freunde das ist leider die Realität.
Gestern der finale Knall und endgültiger Kontaktabbruch mit meiner Ex-Thera.
Was dann gleich zu einem Alkoholrückfall geführt hat. Nicht gut, ich weiß,seufz.
Habe inzwischen einen neuen Therapieplatz in Aussicht und ab nächste Woche auch eine neue Putzfrau.
Nicht mehr so zu klammern, mir weniger Illusionen zu machen und wieder die Finger vom Alkohol lassen
das wäre der Plan. Aufstehen, Krone richten, weiter machen.

cats50 ist offline
   
#4
Alt 26.05.2016, 11:42
   
Maitreya
Erfahrener Benutzer
AW: Mein Problem

Hi cats, ich flog auch mal wieder aus einem Forum, weil ich mal wieder was schrieb, daß die Mehrheit anders sah und das nennt man dann Meinungsfreiheit, die dort ändert, wo du eine andere Meinung hast. Aber ich bin eben ich und werde es immer sein und nichts anderes, nur weil andere die Dinge anders sehen. Ich sehe allerdings nichts, das gegen Egoismus sprechen sollte. Dies bedeutet ja nicht schlecht zu anderen sein, sondern eher gut zu sich selbst zu sein. Und würden wir das nicht tun, würden wir uns selbst kaputt machen, da uns nichts mehr an uns selbst liegt.
Und mir hilft der Schwertkampf sehr, da man nur dann kämpfen kann, wenn Körper, Geist und Schwert Eins werden. In einem Dojo ragte mich mal der Besitzer, ob ich den Tanzkurs machen wolle, ich sah ihn an, als wäre er nicht ganz bei Trost und sagte, nein Systema. Da fiel ihm die Kinnlade runter und er meinte, das ist hart. Weil Systema die Art zu kämpfen, wie die rußische Eliteeinheit Speznac. Aber dies hält mich auch sehr von dummen Gedanken ab.
Das andere sind Freunde, wenn du einen Freund hast, kannst du schon glücklich sein. Die meisten sind nämlich auch Egoisten und damit nicht besser, solang sie von dir was erwarten können, sind sie Freunde, wenn nicht sind sie weg. Ein kluger Mann sagte einmal, deine größten Feinde tarnen sich meist als deine beste Freunde. Und damit hat er noch nicht einmal unrecht.
Hoffe es geht bald wieder aufwärts bei dir, Bine

Geändert von Maitreya (26.05.2016 um 12:05 Uhr)

Maitreya ist offline
   
#5
Themenstarter Alt 21.06.2016, 13:28
   
cats50
Benutzer
AW: Mein Problem

Ich habe das Gefühl immer tiefer zu rutschen. Irgendwo zwischen Hoffnungslosigkeit und Selbstmitleid unterzugehen.
Trinke wieder. Habe meine Alkoholabhängigkeit trotz der Entgiftung 2014 im Krankenhaus nie wirklich in den Griff bekommen.
Den größten Teil meines Erwachsenenlebens, über 25 Jahre lang, war Alkoholmißbrauch ein Thema bei mir.
In den trockenen Phasen verlagert sich mein Suchtverhalten auf Süßes. auf Gummibärchen.
Habe seit Weihnachten 2014 durch die unkontrollierten Süßigkeitenfressattacken 14 Kilo zugenommen.
Na ja, nicht nur deswegen das Mirtazapin das ich seit knapp 2 Jahren nehme spielt da auch eine Rolle.
Bin mein Leben lang abhängig gewesen von anderen Menschen. Von meiner Mutter, meiner Schwester und meiner Nichte,
von verschiedenen Bekannten, zuletzt von meiner ehemaligen Therapeutin.
Ich ertrage es nicht allein zu sein. Das niemand mehr da ist der für mich sorgt, mich beschützt,mir zuhört.
Erwachsen, selbstständig, eigenverantwortlich sein ist für mich kein erstrebenswerter Zustand.
Würde alles dafür geben eine Ersatzmama zu finden an die ich mich klammern, bei der ich die Verantwortung für mein
Leben abgeben und wieder rundumversorgtes Kind sein darf.
Zumindestens teilweise hat die ehemalige Thera 3 Jahre lang diese Funktion übernommen.
Es wird niemand mehr kommen der sich von mir so manipulieren und vereinnahmen lässt wie sie.
Solange ich mich einigermaßen von der Leere, der Langeweile und der Einsamkeit ablenken kann komme ich klar.
Klappt in letzter Zeit nur immer weniger.
Noch 9 Tage bis zur nächsten Therapiestunde. Ich habe mir die neue Thera ganz bewußt deswegen ausgesucht
weil sie Grenzen setzen, sich behaupten kann, eben nicht die Ersatzmama für mich ist die mich bemuttert und
tröstet. Das hatte ich 3 Jahre lang, es war super für mich. Hat nur nichts gebracht.
Trotzdem die Mama fehlt mir ständig.
Jaaaa, ich weiß, ich bin 50 und nicht 5, seufz.

cats50 ist offline
   
#6
Alt 21.06.2016, 22:14
   
BienchenSG809
Erfahrener Benutzer
AW: Mein Problem

Hallo cats50,

es ist doch schonmal gut, dass du deine Schwächen selber erkennst^^. Es gibt sehr viele Menschen, die so wie du sind und ich kann das zum gewissen Grade sogar nachvollziehen. Jedoch solltest, wenn du soetwas schreibst davon ausgehen, dass dir Menschen helfen wollen und sich viel Zeit nehmen, sich deine Texte durchzulesen und zu durchdenken. Damit möchte ich eigtl sagen, dass du diese Dinge, die dir geschrieben werden, dir mal zu Herzen nehmen solltest, auch wenn es dir schwer fällt. Das ist auch ein Stück weit "etwas zurückgeben", denn die Leute hier schreiben hier nicht, weil sie lange Weile haben, sondern weil sie sich Zeit nehmen für dich und helfen möchten. Ich bin selber in einer Therapie und kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ein hoffnungsloser Fall wird man nur, wenn man sich selber bereits aufgegeben hat und denkt, dass sich nie was ändern wird. Klar, ich kann mir gut vorstellen, dass dies mit zunehmenden Alter nicht einfacher wird, aber besser wird es durch nichts tun auch nicht. Du schreibst selber, dass du sehr egoistisch bist, aber nicht allein sein kannst. Diese beiden Dinge funktionieren aber nicht zusammen. Wenn du nicht mehr alleine sein möchtest, dann musst du dich ändern, denn ein egoistischer Mensch in einer Beziehung ist schwierig... Entweder du akzeptierst deine Situation oder du änderst was. Er liegt in deiner Hand.

Liebe Grüße
Sarah
__________________
Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.

BienchenSG809 ist offline
   
#7
Themenstarter Alt 22.06.2016, 07:27
   
cats50
Benutzer
AW: Mein Problem

Ich werde es lernen müssen meine Situation zu akzeptieren. Weiß nur nicht wie das gehen soll .
Bin immer noch empört, fassungslos das das Recht die kleine, verwöhnte Prinzessin zu sein nicht
lebenslang gilt. Das bis auf R. alle Menschen aus meinem Leben verschwunden sind.
Meine Mutter ist seit 9 Jahren tot, meine Familie seit 2 Jahren fort, seit Mai auch die Thera und
die Putzfrau. Niemand mehr da der mich versorgt, beschützt,verwöhnt, bespasst, mir zuhört,
auf mich eingeht. Niemand mehr dem ich erzählen kann was ich erlebt habe, was mich bewegt.
R. ist 72. Das ich sie nicht mehr ewig haben werde kann ich mir ausrechnen.
Ich mag sie nicht mal besonders. Aber entweder 1 Nachmittag in der Woche sie oder gar keinen
Besuch mehr. Völlige Einsamkeit und Isolation.
Alleinsein müssen, verlassen zu werden das war immer mein schlimmster Alptraum.
Inzwischen ist er eingetreten.
Den Vorwurf das ich da ich nichts gebe auch nichts zu erwarten habe den habe ich schon
unzählige, mindestens tausende Male gehört.
Ich bin so unglaublich bedürftig nach Trost, nach gehalten werden, ganz viel Aufmerksamkeit
und Zuwendung das da kein Platz bleibt für andere. Suche in jeder Frau die älter als ich und
nett zu mir ist die Mama die mir endlich all das geben soll was ich von meiner nicht bekommen
habe. Die endlich das Loch in meiner Seele das nach geliebt werden schreit füllen soll.
Wieder eine Mama haben hinter der ich mich vor der bösen Welt und den Menschen verstecke,
die Verantwortung für mein Leben abgeben und wieder rundumversorgtes Kind sein darf das
ich 40 Jahre war. Das ist mein Ziel. Das einzige was ich will.
Ich habe mein Leben lang etwas vorgetäuscht, mich angepasst, kopiert,idealisiert immer in der
Hoffnung endlich zu genügen, richtig zu sein, dazu gehören zu dürfen, endlich geliebt zu werden.
Habe mein Ich dafür geopfert, nie ein Selbst entwickelt. Es hat nicht gereicht.
Andere Menschen sind für mich Zuwendungsgeber,Helfer,Zuhörer ich empfinde nichts für sie,
kann nichts fühlen. Da wo bei anderen das Herz sitzt ist bei mir ein Eisklumpen.
Die Fähigkeit zu fühlen die habe ich schon vor Jahrzehnten verloren.
Ich würde meine Seele dafür verkaufen, jeden Preis dafür bezahlen wieder eine Mama zu haben.
Habe 3 Jahre lang geglaubt in meiner ehemaligen Thera endlich die liebevolle, warmherzige
Mama meiner Träume gefunden zu haben. Leider war das ein peinlicher Irrtum.
Mit Alkohol lassen sich die Leere, die Langeweile und die Einsamkeit aushalten.
Deshalb werde ich es nie zu einer dauerhaften Trockenheit schaffen. Warum auch ?
Ich habe die Verantwortung für meine Katzen. So lange sie leben muß ich da sein, funktionieren.
Das werde ich. Das nehme ich sehr ernst.
Danach ist alles egal.
Es wird nichts mehr besser. Manchmal möchte ich vor Verzweiflung darüber das niemand mehr da,
für mich da, ist schreiend auf die Wände einschlagen. Nützt nur nichts.
Der Rest meines Lebens heißt Einsamkeit und Isolation. Wenn R. mal nicht mehr ist gibt es im RL
keinen mehr für mich und es wird auch niemand mehr kommen.

cats50 ist offline
   
#8
Alt 23.06.2016, 10:03
   
BienchenSG809
Erfahrener Benutzer
AW: Mein Problem

Lieber cats50,

das ist wirklich sehr traurig, dass deine Situation so festgefahren ist. In diesem Alter ist es wirklich schwer, aus alten Mustern und Denkweisen herauszukommen. Ich kann das wirklich gut nachvollziehen. Es ist auch schwer Ratschläge zu geben, denn diese würden eine Umstellung von irgendetwas bedeuten, und das scheinst du ja nicht zu wollen / können. Es ist wichtig, dass du dich trotz all diesem Dingen nicht aufgibst und dein Leben fortführst, so weit wie es geht. Ich denke, dass es schon ganz gut wäre, wenn du jemanden zu reden hättest und ihn das erzählen kannst, was dich bedrückt. Vielleicht wäre eine Therapie wieder aufzunehmen gar nicht so falsch. Ansonsten kannst du ja auch mit deinen Katzen reden ^^, diese antworten und helfen dir aber nicht bei deinen Problemen. Deine Mitzen helfen dir zwar, dass du nicht alleine bist und wen zum kuscheln hast, aber sie ersetzen keinen Menschen, mit den man KOnversationen führen kann usw. Mir ist vorhin eine Idee gekommen, die du vielleicht umsetzen könntest, wenn du magst. Du scheinst ja ein Tierliebhaber zu sein. Wie wäre es denn, wenn du dich in dieser Hinsicht ehrenamtlich engagierst? Du würdest so auch mit Menschen in Kontakt kommen und vielleicht auch jemanden finden, der ähnlich wie du tickt. Da kannst du nichts verlieren. Du hilfst den Tieren und lernst nebenbei auch noch Menschen kennen. Dies ist natürlich deine Entscheidung, ob du das umsetzt oder nicht.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
Sarah
__________________
Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.

BienchenSG809 ist offline
   
#9
Themenstarter Alt 27.06.2016, 08:39
   
cats50
Benutzer
AW: Mein Problem

Nach dem Tod meiner Mutter habe ich eine zeitlang ehrenamtlich im Tierheim geholfen.
Das hat ein schlechtes Ende genommen. Ich habe mich an die Tierheimleiterin gehängt.
Leider hat das ein solches Ausmaß angenommen das wir uns fast gegenseitig zerstört
hätten.
In allem, in wirklich allem was ich tue suche ich immer nur die Ersatzmama, den einen
Menschen an den ich mich klammern,den ich völlig vereinnahmen kann.
Seit ich am Donnerstag meine ehemalige Thera im Supermarkt gesehen habe fühle
ich mich wie im freien Fall.
So lange ich sie hatte mußte ich nicht allein sein. Konnte ich praktisch jederzeit mailen.
Jetzt gibt es im RL niemanden mehr.
Muß mir ernsthaft Gedanken darüber machen ob ich die neue Therapie fortsetze.
Ich komme nicht raus aus dem Gedankenkreisel.
Es bringt nichts. Kann das Endlosband im Kopf das immer nur "Ich will Aufmerksamkeit" und
"Mama" schreit nicht anhalten.
Am Donnerstag ist die nächste Therapiestunde. Danach erst mal 3 Wochen Pause wegen
Urlaub der Thera. Ich weiß nicht was ich will.
Ich weiß nicht was ich statt dem was ich nicht mehr haben kann wollen könnte.
Sich zu besaufen, wie am Wochenende, macht es kurzfristig erträglicher ändert aber nichts.
Es wird keine Mama mehr kommen.

cats50 ist offline
   
#10
Alt 28.06.2016, 11:17
   
BienchenSG809
Erfahrener Benutzer
AW: Mein Problem

Hallo cats50,

nein, deine Mama kommt nicht mehr zurück leider. Das tut mir sehr Leid für dich.
Deine Denkweisen und Verhaltensmuster sind schon so ziemlich festgekrustet, sodass
ich persönlcih sagen würde, dass man das selber (ohne Hilfe) nicht mehr rausbekommt.
Es ist sehr wichtig, dass du trotz dieser Pause diese Therapie weiterführst und an dir arbeitest.
Du solltest dir im klaren werden, dass du deine Denkweise komplett ändern müsstest, um da wieder
raus zu kommen. Ich weiß nicht, warum das bei dir so "krass" ist und du so sehr an deine Mutter hängst.
Um das herauszufinden, musst du dich schwerzlicherweise mit deiner Vergangenheit auseinandersetzen,
denn dort liegt der Grund, warum du so bist, wie du jetzt bist. Da hat alles angefangen und dort haben sich
die Muster gebildet und verfestigt. Dazu solltest du dich selber fragen: Warum bin ich so Mamaabhängig? Was
hat mich dazu gebracht, so sehr abhängig zu sein? War ich überhaupt mal unabhängig? Kann ich mir das vorstellen?
Wie wäre es, unabhägig zu sein? Was hatte ich, als Mama noch da war? Kann ich das jezt nicht durch was anderes ersetzen ODER
kann ich darauf sogar ganz verzichten und mich durch irgendetwas ablenken? Ist dies, was mir meine Mama gegeben hat lebensnotwendig?
Du musst dich mit den Gedanken anfreunden, ohne Mama zu sein und zu dir selber sagen "Mama ist jetzt nicht mehr da, das ist traurig, aber es ist ok". Dies alles ist einfacher gesagt, als getan, das weiß ich selber. Dennoch solltest du dich mit diesen Gedanken auseinandersetzen und kontrollieren, was es mit dir macht, wenn du darüber nachdenkst. Lasse es zu und nehme diesen Augenblick ganz bewusst wahr. Das ist ist erste Schritt -> SCHMERZ!. Schmerz gibt dir das Zeichen, dass du dich ganz bewusst mit dem auseinandersetzt, was dir wehtut. Das ist ein wichtiger Schritt bei der Veränderung, denn dieser gibt dir das Gefühl wieder zu leben und du selber zu sein.

Für weiter Konversationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße
Sarah
__________________
Je schwerer uns etwas fällt, desto größer ist die Freude, wenn es uns gelingt.

Geändert von BienchenSG809 (28.06.2016 um 11:19 Uhr)

BienchenSG809 ist offline
   
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