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#1
Alt 16.03.2017, 15:16
   
NoraMama95
Benutzer
Mein Mann ist bi-polar. Wie damit umgehen?

Ich hatte ja hier schon mal ein Thema begonnen, dennoch denke ich, dass mein jetziges Anliegen hier her gehört.
Mein Mann und ich kennen uns seit dreieinhalb Jahren, sind jetzt seit fast 2 Jahren verheiratet und haben eine Tochter, die 15 Monate alt ist.
Wir haben uns in einer psychosomatischen Klinik kennengelernt und wussten quasi von anfang an von den "Macken" des anderen.
Dennoch stecke ich jetzt in der Situation, wie ich sie noch nicht kannte.
Wir stehen beide unter Druck, kleine Wohnung, Geldsorgen (mein Mann sollte am 1.6. in einem neuen Job anfangen), mein Opa ist schwer krank usw.
Jetzt ist es seit Wochen immer schlimmer geworden zwischen meinem Mann und mir. Es geht nicht um Probleme, die wir miteinander haben. Aber jede Diskussion führt zum Streit, da er (wie ich heute durch Google erfahren musste) durch seine Krankheit eine komplett verzerrte Wahrnehmung, sowie ein übersteigertes Selbstbewusstsein hat. Er sagt ziemlich unschöne Dinge über meine Familie, das verletzt mich natürlich sehr. Aber egal was und wie ich es sage, es kommt nichts mehr bei ihm an. Er hat total dicht gemacht und blockt mich nur noch ab. Heute spricht er davon, dass er ausziehen will, damit ich meine Ruhe hab. Wenn ich versuche zu sagen, wie wichtig er mir ist und dass ich immer an seiner Seite sein will, sagt er nur "mal sehen". Ich bin am Ende mit meinen Nerven, ich weiß nicht mehr weiter. Er denkt, meine ganze Familie ist böse und er will sie zurechtweisen und ihnen zeigen, wo es langgeht. Das hätte er schon längst tun sollen, sagt er.
Ich habe jetzt verstanden, dass er das alles krankheitsbedingt sagt, aber es trifft mich jedes Mal so sehr, dass ich nur noch am weinen bin und ihn teilweise anflehe, dass er aufhören soll, solche Dinge zu sagen. Er will mich nicht mehr umarmen, ignoriert mich und sogar unsere Tochter und knallt ständig Türen...
Was soll ich nur tun?!

NoraMama95 ist offline
   
#2
Alt 18.03.2017, 09:19
   
Patrick
AW: Mein Mann ist bi-polar. Wie damit umgehen?

Hallo NoraMama,

entschuldige meine verspätete Antwort.
Da wir uns schon etwas länger schreiben, denke ich das Du ein offenes Wort vertragen kannst.
Wie Du bereits mitgeteilt hast, lerntest Du deinen Man in einer Klinik kennen.
Ich denke das Du im "Alltag" die Ergebnisse früheren Gesprächen mit den betreuenden Ärzten einfach ausgeblendet hast.
Sicher wurde das Erscheinungsbild dieser Krankheit und dessen Folgen besprochen.
Dazu gehörte bestimmt auch, das dein Mann in regelmäßigen Abständen weiterhin von Ärzten weiter, wahrscheinlich sogar ein Leben lang betreut werden sollte.
Um dies umzusetzen und dafür Sorge zu tragen ist in erster Linie, er selbst verantwortlich.
Ich kann mir vorstellen, das er dies, für ihn, nach einer relativ gut verlaufender Zeit überflüssig hielt.
Im laufe der Zeit stellt sich eine Art "psychischen Stress" ein, hervorgerufen durch Verantwortung, Arbeit und auch durch die "Nichtgespräche" ein.
Jetzt steht er wieder einmal an einem Punkt, der ihn an seine Grenze bringt.
Da es für einen Menschen mit diesem Krankheitsbild einfacher ist sich ein Ventil zu suchen um sich Luft zu verschaffen und er durch deine gezeigten Reaktionen sich "aufgefordert" fühlt, wird er nur durch eine "überzeugende Aktion" deiner Person mittelfristig zu einzig machbaren Weg "überreden" lassen.
Rücksicht auf dich und eure Kind zu nehmen ist die einzige Möglichkeit, wo Du ihn am schnellsten die richtige Richtung weisen kannst.
Ein weiter so, kann es nicht geben.
Zeige ihm das Du für eure Ehe stehst, das dies aber auch nur zusammen funktionieren kann und wird.
Drehe den Spies um. Auch wenn es dir noch so schwer fällt, stelle ihm Bedingungen: einen regelmäßigen Pflichtbesuch beim Facharzt wäre zum Beispiel eine Grundlage und Einstieg um eure Ehe zu retten.
Ansonsten, solltest Du ihn Vorrübergehend ziehen lassen.
Ich bin überzeugt, kommt er nach einiger Zeit zur Ruhe, wird er deinem Vorschlag nach kommen.
Dann aber solltest Du einige Rahmenbedingungen schriftlich fixieren und das nur um ihm bei Wiederholungen, die jederzeit wieder eintreffen könnten, daran erinnern zu können und auch zu müssen.
Ich möchte dir nichts vormachen, das wird für eine lange Zeit keine einfache Thematik werden, wahrscheinlich sogar ein Leben lang eines deiner Hauptaufgaben sein und bleiben.
Wichtig ist das Du über sein Krankheitsbild bescheid weist.
Wichtig ist aber genau so, das wenn Du in dich hinein hörst, spürst, deine bzw. eure Situation abschätzt, auch ganz klar das Ziel gibt, deine Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen und dich nicht auf gibst.
Keines der beiden letzten Themen, kann ein Mensch wieder gut machen und ins positive zu wandeln.
Wie siehst Du eure / deine Lösung aus dieser Situation?

Gerne stehe ich dir für weiteren Gedankenaustausch zu Verfügung.


Liebe Grüße - Patrick
__________________
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

Patrick ist offline
   
Thema geschlossen

Stichworte
eheprobleme, manie, psychische störung

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