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#1
Alt 27.04.2017, 15:00
   
Name ist irrelevant
Neuer Benutzer
Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Hallo an alle, die Interesse gezeigt haben an diesem Beitrag.

Ich werde in genau einer Woche 16 und stecke gerade in einer kleinen Krise. Jemanden zum Reden habe ich nicht, da ich keine Freunde habe, die ich darauf ansprechen kann, weil ich ihnen entweder nicht vertraue, ich sie nicht ausstehen kann oder sie nicht mit meinen irrelevanten Problemen belästigen möche. Zum letzten Punkt würde ich gerne noch sagen, dass ich generell kein offener Mensch bin. Ich würde sogar so weit gehen, um zu sagen, dass ich sozial komplett inkompetent bin.
Wir sind vor einem halben Jahr umgezogen, ich gehe jedoch zur selben Schule, die sich in einer anderen Stadt befindet. Ich kenne niemanden hier und meinen letzten guten Freund habe ich auch aufgegeben, zwar habe ich ihm nicht offiziell die Freundschaft gekündigt, jedoch hat er impliziert mich loswerden zu wollen, weil ich mich in vielen Situationen falsch verhalten habe und überhaupt nicht zu seinen anderen Freunden passe. Durch ihn kam ich mit Drogen in Berührung, was der einzige Grund war, weshalb ich noch etwas mit ihm gemacht habe und ich habe die Drogen für die Gruppe immer bezahlt, weil er am Ende des Monats all sein Taschengeld für Hasch verschwendet hat
(ich wurde übrigens noch nie von ihm zu Beginn eines Monats, also wenn er noch Geld hatte, eingeladen und jedes Mal nachdem wir mit seinen Freunden Drogen konsumiert haben, wollte er mich so schnell wie möglich loswerden, da ich für ihn nicht mehr von Nutzen war).
Ich hatte diese Woche eine Gelegenheit Freunde zu finden in dieser Stadt, weil ich ein Sozialpraktikum in einem Kindergarten hatte, in welchem zwei sehr nette Praktikanten waren. Bei einem war ich sogar zu Hause, weil ich er mich in der Mittagspause zu sich eingeladen hat, jedoch haben sie mich dann an meinem letzten Praktikumstag subtil abgelehnt (kein Nummernaustasch, es wurde angedeutet, dass ich gehen solle und nicht von ihm zu sich eingeladen werde, obwohl der andere Praktikant eingeladen wurde). Ich habe also keine richtigen Freunde mehr, nur noch lästige Klassenkameraden, die mich für einen Freund halten und ich zu sozial inkompetent bin (schüchtern klingt immer so verharmlosend, aber ich erkenne, dass ich selbst Schuld bin),
ihnen zu sagen, dass ich keinen Bock habe mich weiter mit ihnen auseinanderzusetzen.
Seit einigen Monaten ist sogar die für mich schlimmste Sache am Laufen. Ich habe mich zum ersten mal richtig in eine Klassenkameradin verknallt. Wieso das für mich so schlimm ist?
Ich schäme mich sehr heftig für meinen Akzent (ich habe ein sehr lästiges Rollen des "r"-Lautes), was dazu führt, dass ich Kommunikation mit anderen Menschen meide. Ich versuche privat an meiner Aussprache zu feilen, bekomme dabei jedoch leider keine Hilfe von einem ausgebildeten Logopäden, da meine Mutter meinen Problemen ignorant gegenübersteht und meint, es sei kein Problem. Für mein äußeres Erscheinungsbild schäme ich mich auch und das will ich keinem Mädchen zumuten. Das heißt, dass ich sie auf keinen Fall ansprechen werde und einfach darauf hoffe, dass diese Gefühle verschwinden werden.
Ich habe niemandem von meinen Problemen erzählt, darauf wieso ich das so tu bin ich ja bereits oben eingegangen.

Der nächste Abschnitt wird ziemlich politisch. Wer also keinen Bock hat, sich damit auseinander zu setzen
sollte dies nicht lesen. Die Kernaussage ist eigentlich nur: Menschheit ist voll doof. Ich mag Menschen nicht mehr, weil *heul*.
Ich habe einen Hass auf die Menschheit entwickelt, weil ich eine Zeit lang sehr politisch interessiert war, jedoch kam ich endlich zur Erkenntnis, dass dies alles keinen Sinn macht.
Jeder schreit Demokratie und untergräbt gleichzeitig diese,
  • indem er entweder Deutsche als Nazis beschimpft und gleichzeitig den Untergang der Demokratie in dem Heimatland seiner Eltern bejubbelt (ich erinnere mal an die jetzige Situation in der Türkei),
  • oder ein demokratisches Wahlergebnis in einem westlichen Land nicht akzeptiert, was die Meisten sein sollten, weil es angeblich undemokratisch ist, aber genau zeigt, wie die Demokratie gescheitert ist, weil die Masse dumm ist,
  • oder nicht erkennt welch eine Ironie dahintersteckt eine demokratische Wahl undemokratisch zu nennen, denn wenn Menschen sich gegen ihre eigenen Rechte entscheiden wie im dritten Reich, ist dies die Schuld von Vollidioten, die nicht wissen was demokratsiche Grundrechte sind, aber in eine demokratische Wahl eingeweiht werden, was zur Demokratie gehört. (England mit dem Brexit oder die USA mit der Wahl von Donald Trump und generell der Aufstellung zweier der denkbar schlimmsten Kandidaten für dieses Amt)
Was mich auch noch stört ist, dass viele meinen, dass all das Geheule im Internet irgendwas an der Gesamtsituation ändern würde, wie dieser Beitrag hier, der wahrscheinlich von niemandem gelesen wird.

Seit einigen Tagen bin ich äußerst energielos und habe mich dafür entschieden einen Gesprechspartner über dieses Forum zu suchen. Ich werde mich wegen dieser Probleme wahrscheinlich nicht umbringen oder werde durch meine Unzufriedenheit bezüglich der politischen Gesamtsituation in der Welt kein Nazi oder so ein Quatsch, was dazu führen würde, dass ich noch verblödeter werde als ich jetzt schon bin.
Könnte mir also irgendjemand einen Ratschlag geben, wie ich aus dieser Unzufriedenheit raus komme oder wie ich einige meiner Probleme bewältigen könnte? Danke an alle, die sich durch den Text gequält haben.

Name ist irrelevant ist offline
   
#2
Alt 01.05.2017, 16:47
   
Patrick
AW: Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Hallo irrelevant,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Dein selbstgewähltes Pseudonym liest sich wie deine Einstellung zum und für das Leben.
Zum einen solltest Du den Unterschied zwischen Freunde und Bekannte lernen. Freunde findet man nicht all zu oft und sind des öfteren an der Seite bzw. Ansprechpartner bei unangenehme Situationen.
Du nennst eine Type der bewusst seine Mitmenschen mit Dogen in Verbindung bringt, einen guten Freund?
Welche Vorstellung entspricht deiner Meinung nach eine Freundschaft?
Einen weiteren Punkt den es zu überlegen gilt, ist deine Selbstachtung!
Du schämst dich bei der Aussprache von Wörtern für ein rollendes "R"?
Du bist 15 Jahre alt, deine Mutter nennst Du ignorant, weil sie sich nicht wie von dir erhofft hinter dir und deinen vermeintlichen Problemen stellt.
Wie wäre es wenn Du einmal diese Thematik selbst angehst?
Wie?
Nehme deine Krankenkassenkarte und nehme Kontakt zu deinem Hausarzt auf. Erkläre ihm dein Problem. Frage ob er eventuell eine Lösung für dich parat hat.
Es könnte auch sein, das große Teile der eventuell entstehenden Kosten eure Krankenkasse übernimmt.

Das was Du lernen sollst und darfst, ist das Thema Selbstentwicklung.
Wir alle sind Menschen. Die bedeutet wir dürfen sogenannte "Fehler" machen.
Einerseits sind diese wichtig um bei einer kritischen Selbstüberprüfung, Lehren daraus zu ziehen und andererseits möchte ich dich fragen, wer eigentlich entscheidet was Fehler sind?

So, nun zu deinem Thema "Politik"!
Wenn ich deinen Text richtig verstanden habe kritisierst Du die Meinungsfreiheit oder den Meinungsunterschied zu deiner persönlichen Denkweise.
Noch eine Frage an dich: Was verstehst Du eigentlich unter dem Begriff "Demokratie"?

Über eine Beantwortung der gestellten Fragen würde ich mich freuen.


Liebe Grüße - Patrick
__________________
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

Patrick ist offline
   
#3
Themenstarter Alt 05.05.2017, 21:22
   
Name ist irrelevant
Neuer Benutzer
AW: Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Lieber Patrick,

Vielen Dank für deine Antwort, welche mir nach langer Überlegung wirklich geholfen hat bezüglich meiner Denkweise dem Leben gegenüber. Man braucht wohl manchmal einen rational denkenden Menschen, der einem erklärt wie klein und unsinnig die eigenen Probleme klingen, wenn man sie erst einmal formuliert hat und sie einem anderen Menschen vorträgt.
Ich muss mir jetzt im Nachhinein eingestehen, wie dumm und inflationär meine Probleme klingen bzw. auch wirklich sind.

Wegen der Sache mit dem Freund und Freundschaften insgesamt, möchte ich gerne sagen, dass ich nur eine eingeschränkte Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen habe. Ich habe wohl noch einiges zu lernen, auch aus den Fehlern, die ich gemacht habe.

Bezüglich der Politik-Sache möchte ich mich einfach mal bei allen entschuldigen, die sich bereit erklärt haben, meine dümmlichen Gehirn-Ausdünstungen zu lesen. Der Teil ist in diesem Forum unangebracht und zeugt nur von meiner Doppelmoral. Ich habe mich dabei ertappt, das getan zu haben, was ich an "den anderen" zu kritisieren hatte, nämlich, dass ich selbst keine Ahnung hatte, von was ich gesprochen habe ohne jegliche Definition des Begriffs, um den es sich handelt. Ich bitte um Entschuldigung und werde diesen Teil löschen, falls es als notwendig angesehen werden sollte.

Wie jeder andere Mensch werde ich nun Fehler machen, aus diesen lernen, meine Selbstentwicklung vorantreiben, meine Probleme selbst anpacken und mich nicht mehr nur beschweren über mein Leben.
Vielen dank nochmal!

Name ist irrelevant ist offline
   
#4
Alt 06.05.2017, 06:53
   
Patrick
AW: Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Hallo irrelevant,

zu aller erst schreibe ich dir den folgenden Satz: Für deine Vorstellungen betreffend deiner Einschätzung der Situationen in denen Du dich befindest oder befandest, aus der Du die für dich wichtige IST - Situation betrachtest, gibt es nichts zu entschuldigen!
Wir alle sind Menschen, keine Maschinen, also selbstständig denkende und handelnde Wesen.
Jeder dieser Menschen handelt aus einer momentane Sichtweise herraus und glaube mir dies ist auch gut so.
Jeder Mensch sollte aber auch lernen, die Sichtweise seines Gegenübers aus dessen Betrachtungswinkel zu sehen.
Dann wird es viel mehr Verständnis für die Mitmenschen geben.
Wir reden bzw. schreiben gerne über Fehler, Fehleinschätzung und einiges mehr?
Jetzt frage ich dich:
Wer entscheidet was Fehler sind?
Wer darf sich überhaupt erlauben, andere Menschen zu be- oder / und zu verurteilen?
Fängt damit nicht erst die ganze Streitigkeiten an?
Ist das Leben nicht eine einzige Lernaufgabe?
Noch ein Wort zu deinem letzten Satz: Wie jeder Mensch werde ich........!

Wie wäre dieser Lösungsansatz für deine geschriebenen Zeilen:
Es gibt drei Wege eine Selbstentwicklung vor ran zu treiben: Der erste ist durch Nachahmung, das nämlich ist der einfachste.
Der zweite ist durch Überlegung, das ist der edelste und der dritte ist durch Erfahrung, das aber ist der Bitterste! (Konfuzius)

Wie siehst Du deine Selbstentwicklung?


Für weitere Zeilen stehe ich dir gerne zu Verfügung.


Liebe Grüße - Patrick
__________________
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

Patrick ist offline
   
#5
Themenstarter Alt 06.05.2017, 13:49
   
Name ist irrelevant
Neuer Benutzer
AW: Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Lieber Patrick,

Zu deiner Frage, wer darüber entscheidet, was ein Fehler ist:
Ich teile nicht immer die Meinung von denen, die in unserem Rechtsstaat über andere Menschen richten und ich bin nicht religiös, was heißt, dass ich aus keinem Gottesbuch die Rechtschaffenheit interpretiere. Wer darüber entscheidet ist also kein Gott oder ein Jura-Student oder eine Jura-Studentin, der oder die sich in einer hohen Position der Judikative unseres Staats befindet, sondern der oder die, welcher oder welche kulturelle Maßstäbe in unserer modernen und progressiven Gesellschaft festgelegt hat. Jedoch ist das kein einzelner Mensch, sondern ein Kollektiv von Menschen, die von den begangenen Fehlern wie in der Zeit vor dem Säkularismus, als Menschen wie Karl der Große in "Namen Gottes" töteten oder in der NS-Zeit als Leute einer anderen Religion als Fremdkörper angesehen wurden, gelernt haben, also eine Gesellschaft.

Wer sich das also erlauben darf? Kein Mensch darf nach seinen subjektiven Maßstäben über einen anderen richten und keine Gesellschaft über einen Einzelmenschen wie in der NS-Zeit oder in der islamischen Welt, bis sie aus ihren Fehlern gelernt hat, sich neue Werte des Respekts angeeignet hat und den Idealzustand erreicht hat, wenn jeder Mensch jeden respektiert, denn dann urteilt man nicht mehr als Gesellschaft, sondern man reflektiert.
Man kann sich selbst eingestehen, ob man einen Fehler begangen hat, jedoch sollte man sich dabei nicht an anderen Menschen richten (Selbstbestimmung).

Für deinen Lösungsansatz für meinen letzten Satz, möchte ich dir danken. Ich habe immer versucht andere in ihrer Selbstbestimmung nachzuahmen. Ich werde nun versuchen nachzudenken und Erfahrungen zu macheln, also zum einen den edlen aber vorallem auch den bitteren Weg zu nehmen, nicht den einfachen.

Liebe Grüße - Alexander

Name ist irrelevant ist offline
   
#6
Alt 07.05.2017, 21:40
   
Patrick
AW: Bin unzufrieden mit der Gesamtsituation; habe keine Freunde mehr

Hallo Alexander,

ich möchte dir zu deinen Erkenntnissen bzw. zu deinen geschriebenen Zeilen gratulieren.
Ein großer Teil der Menschheit lässt sich leider aus Gründen der Bequemlichkeit leiten.
Den Begriff Bequem deshalb, um sich einerseits nicht selbst Gedanken über das eigene "Verhalten" zu machen und anderseits bei sogenannten getroffenen "Fehlentscheidungen" die daraus folgenden Konsequenzen tragen zu wollen und/oder zu können.

Nun noch einen Satz zu deinem geschriebenen Lösungsansatz:
Konfuzius hat in einen Satz, so denke ich, eine passende Aussage formuliert, der eventuell dir zu Nutzen sein kann / wird.
>> Der Weise lernt aus den "Fehlern" Verhalten anderer. Der Dumme aus seinen eigenen. <<

So, meine Frage an dich lautet: Was sagt dir diese Aussage?



Liebe Grüße - Patrick
__________________
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Patrick ist offline
   
Thema geschlossen

Stichworte
keine freunde, unzufriedenheit

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