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Liebeskummer, Beziehung & Partnerschaft Liebe kann auch manchmal weh tun. Sprich mit uns darüber.

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#1
Alt 30.03.2018, 13:13
   
Herbstlaub
Gast
Stern Freiheit = Unfreiheit

Hallo liebe Community,

ich hoffe, dass ich mich im richtigen Unterforum befinde. Denn ich habe ein Problem, dass ich schon viel zu lange mit mir herumschleppe. Die Ursache ist Liebeskummer. Aber alles der Reihe nach, ich werde auch versuchen, mich so kurz wie möglich zu fassen.

Zur momentanen Situation Ich bin jetzt Ende 20 und single, womit ich nicht wirklich glücklich bin. Dazu kommt, dass ich derzeit an einer körperlichen Beeinträchtigung laboriere. Sie ist zwar behandelbar und reversibel, aber der Behandlungserfolg leidet unter meinem gegenwärtigen Gemütszustand. Soweit zu dem, was ich jetzt momentan bin.

Vor circa 2 Jahren habe ich mich von meiner damaligen Partnerin getrennt. Die Trennung war einvernehmlich. Es gab mehrere Gründe für die Trennung:

- Ich verlor immer mehr meine Selbstbestimmung... Ihre Eltern wollten mir jeden Bereich meines Lebens zitieren und erhielten Unterstützung von meiner Ex-Partnerin. In alles wurde sich reingemengt.

- Es wurde keine Rücksicht genommen auf meine Beeinträchtigung. Verständnis war gleich Null und ich wurde sogar deswegen belächelt, auch von meiner Ex.

- Meine Ex stand nicht 100%ig zu mir. Solange alles gut war, ja. Wenn es aber mal Meinungsunterschiede gab in Bezug auf ihre Eltern oder ihre Freunde, war ich immer derjenige, der klein beigeben musste.

- Ich genoss keinen Freiraum mehr. Mal ein Bier trinken zu gehen oder so, war kaum möglich. Und wenn sie mal nicht da war, dann hing sie mir ständig am Telefon.

All diese Dinge nahmen mir meine innere Freiheit. Ich konnte mich gar nicht selber verwirklichen. Die Trennung empfand ich damals als eine Erlösung.

So dachte ich, dass nun alles gut werde. Ein halbes Jahr lang war dem auch so. Ich konnte tun und lassen, was ich will. Genuss ohne Reue. Nun denke ich, dass ich mich damit richtig verzockt habe. Meine Freiheit habe ich immer noch, aber innerlich bin ich alles andere als frei. Was ich mir wünsche, ist eine neue Partnerin - allerdings ist dieser Wunsch dermaßen groß, dass er alles andere in mir regelrecht zerdrückt.

Das äußert sich darin, dass ich ein Leben mit einer Partnerin als DAS absolut erstrebenswerteste ansehe und irgendwie denke ich auch, dass erst dann das Leben so richtig anfängt. Ständig denke ich zurück an meine letzte Beziehung, die zwar aus den eben genannten Gründen nicht immer ein Zuckerschlecken war, aber wir haben auch schöne Dinge erlebt. Ich habe mal den Versuch unternommen, sie zurückzugewinnen, was aber nicht ging, weil sie einen neuen Partner hat. Mittlerweile habe ich aber eingesehen, dass ein Neustart wohl nix bringen würde... Die alten Probleme kämen wieder und dann ginge alles von vorne los.

Wie auch immer, mein jetziges Leben betrachte ich als nicht lebenswert, nur weil ich keine Partnerin habe. Ich weiß, dass genau diese Haltung ein Fehler ist. Und das ist der eigentliche Grund, warum ich hier schreibe.

Ich wende mich nicht an euch mit der Frage, wie ich eine neue Freundin finde - das weiß ich auch so. Mir geht es darum, dass ich innerlich wieder frei werde. Ich will die Leichtigkeit, die ich einst hatte, wieder erlangen. Und dass ich sagen kann, ich bin glücklich - egal ob ich eine Partnerin habe oder nicht. Auch und vor allem, damit ich mich voll auf die Genesung konzentrieren kann.

Lange habe ich gebraucht, um das einzusehen. Nun bin ich mir dessen bewusst. Es ist mir auch total unangenehm, mich zu offenbaren - ich komme mir dadurch total schwach vor -, aber irgendwie muss es ja mal raus. Freunde habe ich keine, mit denen ich mich darüber austauschen könnte. Aber das ist schon in Ordnung; ich hielt nie viel davon, mit jemandem befreundet zu sein, ich war immer schon mehr so der Einzelgänger. Freundin okay, aber Freunde usw. musste ich nie haben. Damit war ich auch immer ganz glücklich.

In meiner momentanen Gefühlslage fällt es mir schwer, mich den Dingen hinzugeben, die mir Spaß machen... Musik, schwimmen, ja die kleinen Dinge des Lebens genießen usw. Eher ist es so, dass ich momentan zu viel esse, die Dinge an mir vorbeiziehen lasse und die Disziplin im Keller ist. Bei schönem Wetter ziehe ich es vor, vor dem Laptop sinnlose YT-Videos zu schauen als rauszugehen und das Wetter zu genießen. Ist doch total irre, oder?

So denn, ich glaube, ich habe alles gesagt. Nun möchte ich euch um Ratschläge bitten, vielleicht weiß ja jemand Rat.

Eins noch: Mir geht es nicht darum, Bestätigung oder gar Mitleid zu erhalten - davon habe ich nix. Unabhängige und kritische Meinungen sind mir viel lieber, das dürfte mir sicherlich hilfreicher sein.

Vielen Dank schon mal und beste Grüße,
Herbstlaub

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#2
Alt 31.03.2018, 07:04
   
Patrick
AW: Freiheit = Unfreiheit

Hallo Herbstlaub,

auch dich möchte ich hier im Forum herzlich Willkommen heißen.

Jetzt zu deiner Geschichte kommend, kann ich dir mitteilen das ein Teil der Menschheit in den vielen erlebten unterschiedlichen Situationen die gleichen Gedanken, Gefühle erleben und / oder hegen.
Der Mensch ist in dieser Hinsicht so einfach gestrickt.
Nur, Du solltest dich gedanklich an den Ausgangspunkt der Trennung zurück versetzen.
Schreibe dir einfach noch einmal auf was dich an dieser Beziehung störte.
Weil genau das es ist, was dich mental auf den Punkt "Null" bringt.
Das Verlangen nach einer Beziehung ist verständlich und nachvollziehbar.

Du aber solltest überlegen, nach all diesen weniger positiv geschriebene Zeilen über deine Ist-Situation, ob Du dich nicht zuerst einmal etwas positiver verändern möchtest.
Deshalb eine Frage an dich: Bist Du mit dir selbst im reinen?
Anders gefragt: Kannst Du dich selbst akzeptieren?

Noch eine Frage möchte ich dir stellen: Was verstehst Du unter einer Partnerschaft?



Gerne stehe ich dir für weiteren Gedankenaustausch zu Verfügung.



Liee Grüße - Patrick
__________________
Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

Patrick ist offline
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#3
Alt 31.03.2018, 22:25
   
Herbstlaub
Gast
AW: Freiheit = Unfreiheit

Hallo Patrick,

danke für deine Rückmeldung.

Zunächst einmal kann ich sagen, dass es mir jetzt schon wieder viel besser geht als gestern. ;-)

Tja, was störte mich? Es war so einiges... Unter anderem halt das, was ich schon in meinem Eröffnungsbeitrag geschrieben hatte. Keine Selbstbestimmung, keine Rücksicht auf meine Situation, kein 100%iges zu mir stehen... Dinge, die ich von meine Ex-Freundin erwartet habe, die sie aber nicht erfüllt hat... Konnte, wollte, keine Ahnung.

Es gab schon schöne Dinge, das will ich nicht leugnen. Diese habe aber letztendlich nicht gereicht, um die Missstände aufzuwiegen. Ich will keine perfekte Partnerin, die gibt es nicht. Sie darf und soll ruhig Ecken und Kanten haben. Aber dann welche, die ich mit mir vereinbaren kann. Ich sage mir immer, wenn man von den Ecken und Kanten absieht, ist jemand perfekt.

Ich habe mir heute so einige Gedanken gemacht und ja, es ist erstmal besser, wenn ich an mir selber arbeite. Innere Ordnung herstellen, die ich dann nach außen bringen kann. Außerdem denke ich, dass ich so nicht für eine Frau attraktiv wirke. Welche Frau will schon einen Mann, der nicht mit sich selber klar kommt? Wohl keine.

Meine Beeinträchtigung ist reparabel. Darauf will ich mich konzentrieren. Und auf ein paar andere Dinge, z. B. ein wenig abnehmen, wieder Spaß im Leben haben usw. Ich denke, dann wird das schon wieder.

Was ich unter einer Partnerschaft verstehe... Das ist sehr umfassend, muss ich sagen. Das man füreinander da ist, gemeinsam Dinge erlebt, die Zukunft gestaltet, rumalbert und ernst redet usw.... Also schon eine feste Beziehung mit dem vollen Programm inklusive Familienplanung.

LG,
Herbstlaub

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#4
Alt 01.04.2018, 06:48
   
Patrick
AW: Freiheit = Unfreiheit

Hallo Herbstlaub,

ja, Du hast in deinen Zeilen viele Themen angesprochen, die sich mit dem Leben und seinen ganz eigenen Ansichten realisierbar machen sollten.
Menschen sind perfect und ja, jeder auf seine Art und Weise.
Das nicht jede Person mit den anderen so einfach so einfach austauschbar ist, zeugt doch eigentlich von der Einzigbarkeit.
Du hast recht mit der folgende Aussage: Wie kann man von einer anderen Person erwarten, seinen Partner zu lieben und zu akzeptieren, wenn man es selbst nicht kann.
Versuche positiv zu denken, dann folgt das positive handeln automatisch.
Gleichzeitig strahlst Du Zufriedenheit und eine Ausgeglichenheit aus.
Dann wird der Zeitpunkt sein, diese von dir gewünschte Partnerin zu treffen.
Bis dahin versuche diese Veränderungen nach Maß und wohlfühl Gefühl zu führen und dabei den Spaß zu genießen.
Eine Veränderung die man sich selbst zur Pflichtaufgabe setzt, die seinen Wesenszug verändert wird sich früher oder später als unwahr abzeichnen.
Deshalb versuche bei all diesen Schritten immer dein eigentliches ICH zu behalten.


Gerne stehe ich dir für weiteren Gedankenaustausch zu Verfügung.


Liebe Grüße - Patrick
__________________
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Patrick ist offline
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#5
Alt 02.04.2018, 12:01
   
Herbstlaub
Gast
AW: Freiheit = Unfreiheit

Hallo Patrick,

vielen Dank für dein Feedback. Mir geht es inzwischen wieder viel besser. Ich weiß, was ich zu tun habe und wie ich an mir arbeiten kann. Das mit dem eigentlichen ICH finde ich eine gute Sache, daran habe ich auch gedacht, denn bei mir fängt es ja an. Da kann eine klare Leitlinie nicht verkehrt sein.

LG,
Herbstlaub

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#6
Alt 07.04.2018, 07:16
   
Patrick
AW: Freiheit = Unfreiheit

Hallo Herbstlaub,

vielen Dank für dein Feedbeak.
Es ist gut, das es dir etwas besser geht, das Du für dich erkannt und entschieden hast, deine Situation bewußt zu ändern.
Das Thema sein eigentlichen ICH wieder zu finden, ist eine Mischung von Geduld, Disziplin und Neugier auf die zu machenden Erfahrungen.
Darf ich dich fragen welchen Weg Du eingeschlagen hast?
Was unternimmst Du zur Zeit dein ICH wieder zu finden?


Freue mich auf weiteren Gedankenaustausch.


Liebe Grüße - Patrick
__________________
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Patrick ist offline
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Antwort

Stichworte
kummer, liebe, liebeskummer

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