Alkohol - Ein Freund, der mich unterstützt

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  • Hallo liebe Community,


    der Titel klingt spannend, ist aber für mich anscheinend schon Realität. Ich bin 16 Jahre alt und möchte ganz gerne anonym bleiben.
    Mit sechzehn schon ein Alkoholproblem zu haben, möchte ich mir selbst nicht eingestehen, auch wenn mein Gefühl das definitiv bestätigt. Ich habe im Mai 2014 angefangen, zwei bis drei Bier am Abend - auch unter der Schulwoche - zu trinken. Fragt man sich nur: Warum? - Ich bin ein sehr sensibler Mensch, ich falle sehr schnell in ein psychisches Loch, aus dem ich mich nur schwer und mit viel Mühe wieder herausbekomme. Es ist mir jedoch bis jetzt immer gelungen. Ich habe schon viel mitgemacht - psychisch, versteht sich. Das ist aber schon Jahre her, da war ich vielleicht dreizehn Jahre alt und hatte natürlich noch keinen Zugriff zu Alkohol jeglicher Art.
    Im Mai fing das Trinken an, ich war zu diesem Zeitpunkt kerngesund, hatte keine psychischen Probleme oder ähnliches. Mir hat das Bier einfach geschmeckt. Es wurde für mich zur Gewohnheit, Abends - täglich - zwischen 21.30 und 24.00 Uhr zwei bis drei Bier zu trinken. Ende Juni, Anfang Juli packte mich dann das erste Mal die Liebe. Ich hatte noch nie eine Freundin und wünschte mir bis dato auch keine - fragt mich nicht warum. :) Ich verliebte mich in EIN Mädchen über beide Ohren hinweg. Sie hatte bzw. hat immer noch einen Freund. Der Gedanke machte mich total fertig, er warf mich in ein Loch. Man könnte sagen: Ich war depressiv, schlecht gelaunt, gereizt und aggressiv. Ich wusste nicht, wie ich es aus diesen ganzen Gedanken wieder heraus schaffen sollte. Meine Gedanken drehten sich nur um sie. Die Sommerferien begannen und ich wusste nichts mit meine Zeit anzufangen, ich war mit den Gedanken ständig nur bei einem Thema. Ich wusste nicht, wie ich diesen Tag, den nächsten, den übernächsten usw. überstehen sollte. Es war einfach die pure Langeweile, die mich in Verbindung mit den immer selben Gedanken immer mehr in das Loch einbuddelte. Mein einziger Lichtblick, um von den Gedanken - wenigstens für ein paar kurze Stunden - wegzukommen, waren die Flaschen Bier am Abend. Sie wurden für mich zum Freund und sind es bis heute geblieben. Im August/September sprachen mich meine Eltern darauf an. In den Gesprächen herrschte Grundaggressivität, teilweise auf beiden Seiten. Sie sagten, ich solle das Trinken einstellen. Das sah ich nicht ein, es entwickelte sich ein dickes Streitgespräch, bis wir uns zuerst darauf einigten, dass ich unter der Woche nur noch eine Flasche Bier am Abend trinke und am Wochenende mal zwei oder drei mehr in Ordnung sind. Okay, wenigstens etwas. Das Bier wollte ich nicht aufgeben, denn was sonst konnte mich von meiner depressiven Stimmung etwas zurückholen?
    Nach den Sommerferien fuhr ich mit meiner Oberstufe auf Kennenlernfahrt. Drei Tage ohne Bier - hat wirklich ohne Probleme und Bedürfnis geklappt. Ganz ehrlich! Nach der Fahrt ging das Ganze trotzdem weiter. Inzwischen habe ich mich nach all' den Wochen wieder etwas beruhigen können, was die dauerhafte Depri-Stimmung angeht. Das Bedürfnis nach der Flasche Bier am Abend blieb. Bis heute trinke ich nun so. Gerade, vor ca. 45 Minuten fand eine erneute "Eruption" zwischen mir und meinen Eltern statt. Das übliche: Aggression und einfach Streit - purer Streit. Sie sagten, sie machen sich Sorgen. Sie möchten, dass ich für eine Woche das Trinken komplett einstelle. Nach langem, langem Kampf gab ich nach und schüttete meine gerade geöffnetes Bier in das Waschbecken in die Küche. Ich war bzw. bin mit den Nerven am Ende. Ich merke, wie ich mir tiefe, tiefe Sorgen darum mache, wie ich die nächste Woche überstehe. Ich merke schon jetzt, dass das Bedürfnis nach einer Flasche sehr stark ist.


    Insgeheim weiß ich, dass ich ein Alkoholproblem habe. Ich kann und will es trotzdem nicht wahrhaben. Und ich möchte ganz ehrlich sein: Würde mir jetzt, zu dieser Stunde und Sekunde, jemand ein Bier anbieten: Ich würde es annehmen.


    Danke, dass ihr meinen langen Text lest und euch die Zeit nehmt, mir auf meine Gefühlsäußerung zu antworten. :)


    Liebe Grüße!

  • Hallo Gast und herzlich willkommen im Forum!


    So wie du es beschreibst geht es sicherlich vielen Menschen - um Probleme zu komprimieren, bzw. es zu versuchen, wird Alkohol als Mittel der Wahl getroffen. Doof halt nur das nach dem Nüchtern-werden meist Alles noch so ist wie vorher... Also löst man damit keine Probleme, oder?


    Wenn du deinen Post nocheinmal selbst aufmerksam liesst wirst du erkennen das du dir bereits die Antworten selbst gegeben hast.


    Zitat

    ich wusste nichts mit meiner Zeit anzufangen


    Zitat

    Es war einfach die pure Langeweile


    ... und die ständig wiederkehrenden Gedanken resultieren zu hoher Wahrscheinlichkeit auch mit aus der Langeweile und der Zeit die du zu viel hast - ohne Aktivitäten oder Ablenkungen.


    Hier bestätigst du es ja auch:

    Zitat

    Nach den Sommerferien fuhr ich mit meiner Oberstufe auf Kennenlernfahrt. Drei Tage ohne Bier - hat wirklich ohne Probleme und Bedürfnis geklappt. Ganz ehrlich!


    Deshalb weisst du ja eigentlich, wenn auch unterbewusst, was dir fehlt.


    Überlege dir doch einfach einmal was dir Spass macht und schaue ob es dafür einen Verein gibt in deiner Nähe. Werde selbst aktiver und durchbreche das Langeweile-Tief.


    Was meinst du?


    Viele Grüsse - Priamos

  • lieber gast!
    erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum.
    ich habe deinen beitrag gelesen...
    es ist verständlich dass deine Eltern sich grosse sorgen um dich machen.
    denn dein täglicher Alkoholgenuss ist besorgniseregend.
    du bist noch sehr jung..
    vor allem dass du unter der Woche trinkst und am nächsten tag zur schule gehen musst.
    du weisst aber schon dass da ein Restalkohol vorhanden ist?
    wie willst denn da im unterricht lernen?
    das kann nicht gut gehen.
    es besteht die Gefahr dass du abrutscht.
    und wie papaloo geschrieben hat gegen langeweile kann man was tun...
    geh raus und unternimm was.
    Alkohol ist keine lösung für Probleme.
    du solltest den rat deiner Eltern annehmen und dir ganz schnell professionelle hilfe holen.
    denn sonnst kannst ganz schnell zum Alkoholiker werden.
    und wie das ganze dann endet des willst net wissen.
    des ist echt heftig.des kannst mir glauben
    bitte überleg nicht zu lange und lass dir helfen solange es möglich ist-.
    wäre es wohl möglich dass du dich registrierst?
    dann wüsst ich mit wem ichs zu tun hab...danke!
    alles liebe elli

  • Hallo ihr beiden,


    ich habe mich sehr über eure Antworten gefreut.


    Priamos : Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, auf meinen Text so genau einzugehen. Du hast natürlich recht, ich brauche etwas, was mir Spaß macht und was mich ablenkt. Du kannst mir glauben, dass ich viel Zeit damit verbracht habe, nach einer solchen Sache zu suchen. Was mir hier nur fehlte war der Antrieb und die Motivation. Ich war einfach so "down", ziemlich depressiv und aggressiv. In einer solchen Lage findet man alles scheiße und man hat kein Bock auf irgendetwas.
    Wir haben im Moment schon wieder Ferien, die Schule beginnt aber wieder am Montag. Die Schultage selbst sind ziemlich lang und ich habe sehr viel zum Lernen. Im Prinzip ist das meine einzige Aktivität, die ich habe. Eine weitere ist fast schon unmöglich, da die Klausurenphasen sehr eng gestrickt sind und die Zeit einfach fehlt. Das soll - um Gottes Willen - keine Ausrede sein, ich weiß nämlich genau, was du meinst und ich bin dir sehr dankbar dafür, dass du mir das anhand meines eigenen Textes gezeigt hast.
    Alkohol löste natürlich keine meiner Probleme, aber er half mir zumindest am Abend, diese - wenigstens für kurze Zeit mal - wegzudenken und mich zu entspannen. :)


    eliott : Vielen Dank auch dir für deinen Text! Es mag wohl stimmen, dass ein Restalkohol am nächsten Tag vorhanden ist. Ohne den Alkohol in Schutz zu nehmen, aber er hat sich bis jetzt noch kein einziges Mal negativ auf mein Leben ausgewirkt. Ich trinke vielleicht "erst" seit ein paar Monaten, aber ich bin in der Schule immer sehr gut mitgekommen und habe einen sehr guten Schulstart hingelegt. Es gab also wirklich nie ein ein Problem damit, unter der Woche ein Bier am Tag zu trinken.
    Wie schon bei "Priamos" gesagt: Natürlich ist Alkohol keine Lösung für ein Problem, aber er hilft, besser damit umzugehen. Wir reden vielleicht aneinander vorbei, aber das ist meine Ansicht darüber, weil ich es bis jetzt immer so empfunden habe.
    Was die professionelle Hilfe angeht: Das ist immer viel leichter gesagt als getan. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, vor einem fremden Menschen zu sitzen, der mich als Person überhaupt nicht kennt, und mir irgendwas über den Alkohol und meine Trinkgewohnheiten erzählen möchte. Bitte verstehe das nicht falsch, ich bin dir für deine Antwort sehr dankbar, aber mir fehlt vielleicht einfach noch die Einsicht dafür, strikt etwas dagegen zu tun, weil sich der Alkohol bis jetzt noch kein Mal negativ ausgewirkt hat. :)


    Liebe Grüße!

  • hallo du!
    auch wenn du erst seit ein paar Monaten trinkst so kann das keine Dauerlösung sein.
    wenn du meinst dass du dadurch besser mit deinen Problemen umgehn kannst.
    irgendwann übersiehst dus und du fallst in ein tiefes loch.
    es ist sicher schwer sich zu überwinden und hilfe anzunehmen..
    aber es klappt.
    das war nur ein gut gemeinter rat..
    wie du es dann im Endeffekt machst ist eh deine Sache.
    ich wollte dir nur helfen. eliott

  • Hey eliott,


    ich weiß, dass das Trinken keine Dauerlösung sein kann. Weißt du, ich glaube, dass mich in meiner momentanen Situation nur Menschen verstehen können, die selbst Erfahrung damit hatten und mit der Zeit zum reinen Problemtrinker wurden.


    Ich weiß, dass du mir nur helfen wolltest und ich bin dir weiterhin für das Eingehen auf meinen Text dankbar. Ich hoffe, dass du mich nicht falsch verstanden hast.


    Liebe Grüße!

  • Hallo Gast,
    ein herzliches Willkommen hier im Forum auch von meiner Seite.
    Habe diese Texte mehrfach gelesen und es stellen sich für mich noch einige Fragen.
    Für ich ist unkar welche Rolle spielen deine Eltern in deinem Leben? Wieso gibt es eine gewiße Grundakresivtät zwischen euch?
    Welche Rolle spielen deine Freunde? Sind dies Freunde die zulassen das Du dich mit Alkohol seelisch wie auch mit deiner Gesundheit ruinierst? Kennst Du eigentlich die Spätfolgen mit denen Du eventuell noch viele Jahre leben sollst, mußt oder kannst?
    Wie sollen dich Menschen die zum Leben Alkohol benötigen, wie die Blume das Wasser braucht, mit ihren nicht mehr klaren Gedanken und Sinnen, dich in deinem momentanen Zustand verstehen wollen oder können?
    Ist vielleicht das dein Problem, das ein scharfer gezielter Gedanke dir einfach bewußt macht, das Du eigentlich deine Problemen lösen sollst und nicht davon weglaufen kannst?
    Oder ist dies einfach ein Verhalten eines kl..... pupertierendes Kindes das versucht gegen den Strom der Gefühle, Vorschriften und Gesetze zu schwimmen?
    Für einen weiteren Gedankenaustausch stehe ich dir sehr gerne zu Verfügung.


    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • Hallo Patrick,


    danke für deinen Willkommensgruß. Das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern ist eigentlich ganz gut. Die Grundaggressivität geht so ziemlich immer von mir aus, da mich jeder kleine Mist ziemlich aufregt. Ich kann es nicht leiden bzw. ich kann damit nicht umgehen, wenn sich meine Eltern Sorgen um mich machen. Das habe ich seit vielen Jahren. Deswegen rede ich mit ihnen über gar nichts, weil daraus wieder ein ellenlanges Gespräch werden würde, was mich tierisch aufregt.
    Meine Freunde sind mir sehr wichtig. Ich will und kann nicht behaupten, dass ich einen riesigen Freundeskreis habe. Aber die Freunde, die ich habe, das sind richtige Freunde. Wir trinken oft einen zusammen, besonders in den Ferien. Mal weniger, mal mehr. Aber sie selbst sind keine Alkoholiker, das Problem habe nur ich unter uns. Ob ihnen das auffällt, weiß ich nicht. Gesprochen habe ich bis jetzt mit niemandem darüber.
    Die Spätfolgen kenne ich unter anderem aus Suchtpräventionen. Spätfolgen sind beispielsweise schwere Krankheiten wie Krebs, eine Leberschädigung oder Erkrankung des Herz-Kreislaufs.


    -Zitat- "...die selbst Erfahrung damit hatten und mit der Zeit zum reinen Problemtrinker wurden"
    Du fragtest mich, wie mich Menschen in meinem momentanen Zustand verstehen sollen, die selbst den Alkohol zum Leben brauchen. Damit hast du natürlich recht, diese Menschen können und wollen mich nicht verstehen. Was ich aber meine sind Menschen, die "trocken" sind und diese Erfahrung mit dem Problemtrinken selbst hatten. Gegenwärtige Alkoholiker, das ist klar, können in ihrem Zustand niemandem helfen.


    Deine letzten beiden Fragen gefallen mir sehr gut, weil man - bzw. ich - sie mir mehrmals durchlesen musste. Letztlich trifft aber der gezielte Gedanke zu. Dieser Gedanke macht mir tatsächlich bewusst, dass ich eigentlich meine Probleme lösen soll und dass ich nicht davor weglaufen kann. Der Alkohol übernimmt die Aufgabe des Lösens nicht für mich. Ich selbst bin derjenige, der das machen muss.
    Der Alkohol verdrängt die Probleme lediglich.


    Ich weiß nicht, aber ich höre mich wahrscheinlich in meinen Sätzen so an, als wäre ich ein kleines pubertierendes Kind. Ich merke nach dem zweiten Tag ohne Alkohol, dass ich schon ein ziemliches Problem habe, das ich jetzt sogar voll und ganz einsehe. Abends, wie gesagt, trinke ich immer ab ca. 21.30 bis oben offen. Jetzt kommt das Bedürfnis nach Alkohol schon ab ca. 18 Uhr und ich mache mir tierische Sorgen, wie ich den Abend ohne Bier hinbekomme. Wenn sich meine o.g. Standardzeit dann nähert, wird das Bedürfnis immer schlimmer und es scheint, als werde ich völlig depressiv.
    Am nächsten Morgen geht es mir dann trotzdem gut und ich hatte mit dem Schlafen keine Probleme. Die Gefühlsschwankungen Abends sind ohne den Alkohol jedoch unglaublich stark und eine absolut ekelhafte Phase am Tag. :(


    Danke dir, Patrick, für deinen Text. Ich freue mich auf deine Antwort. LG!

  • Hallo Gast,
    das sich Eltern Sorgen um ihre Kinder machen ist ein "leider" in den meisten Familien eine normale Sache. Wäre es dir das Gegenteil lieber?
    Das Du erkennst, das diese miese Grundeinstellung von dir ausgeht zeigt doch zum einen das Du noch keinen hoffnungslosen Fall bist oder zeigt dies dein Lebensmotto, nach dem Thema: Ich nehme die Schuld auf mich, kann damit leben, natürlich kann ich dann den Verbrauch von Alkohol rechtfertigen und gut ist?
    Ich denke das letztere ist bei dir der Fall. Kein Mensch kann so besche...... sein, ganz bewußt und mit voller Absicht sein Leben so zu ruinieren oder doch?
    Oder hast Du keinen Mut dieses Problem anzugehen? Ausreden, wie ich habe das Problem noch nicht, können meiner seits nicht aktzeptiert werden? Beispiel gibst Du zu genügend an.
    Noch eine Theorie zu deinem Problem: Möchtest Du als "trockener" Alkoholiker ein leben lang, bei jeder Party, bei jedem Fest mit einem Glas Wasser unterwegs sein? Tolle Idee, das kannst Du jetzt schon machen. Wäre mir aber zu stupiede!
    Eine weitere Theorie könnte doch auch heißen: Ich spiele für die Menschheit das Versuchskanickel!
    Also, suche dir eine Ausrede aus und lebe diese dann auch, aber bitte nicht auf Kosten der Allgemeinheit!!!!
    Freunde, schreibst Du hast Du? Was verstehst Du unter dem Begriff Freunde?
    Ich frage dich was sind das für Freunde die entweder dein Alkoholproblem nicht erkennen können oder wollen? Die evtl. Angst vor deiner Reaktion haben dich darauf anzusprechen?
    Noch eine Thematik, wie um Himmelswillen sollen trockene Alkoholiker helfen? Sollen sie als mahnendes Beispiel funktionieren? Ganz nach dem Motto mache das und jenes nicht? Nehmt mich als Beispiel, seht mich an??
    Junge, deine Theorie steckt noch im "Kindergarten", diese dient dir als Rechtfertigung um sich ja keine gedanken über die eigene Zukunfzt zu machen.
    Siehst Du dies etwa anders? Dann bin ich gespannt auf deine nächste Post.


    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • hallo gast!
    es ist schon eine weile her dass wir von dir etwas gehört haben-
    wie ist es dir inzwischen ergangen?
    auch wenn es mir nicht gelungen ist dir zu helfen so möchte ich gerne wissen wies jetzt bei dir ausschaut.
    mfg elli

  • hallo bird!
    erst mal herzlich willkommen...
    wie du gesehn hast haben wir versucht dem jungen mann mit unseren ratschlägen so gut es geht zu helfen.
    oft ist es so dass leut hier her kommen über ihr Problem schreiben eine Zeitlang bleiben und sich dann nicht mehr melden.
    bei diesem user wars so..
    wenn du was auf dem herzen hast kennst dich jederzeit melden wenn du es möchtest.
    lg elli

  • Jemand aktuell mit dem Thema Alkohol bzw.Alkoholproblemen beschäftigt? Oder genauer gesagt wie ich jemanden davon überzeugen kann eine Therapie zu machen und auch wo? Ich möchte meinem Bruder helfen

    Hallo,


    so ein Thema beschäftigt nicht nur aktuell sondern ein ganzes Leben. Alkoholismus ist eine der tückischsten Süchte überhaupt. Jemanden zu überzeugen wird nicht funktionieren. Die betreffende Person muss es selber wollen. Solange dieser eigene Wille nicht da ist, ist jede wohlwollende Aktion gegenüber der betreffenden Person völlig sinnlos. Derjenige wird Vertrauen brechen und muss nacheinander alles verlieren damit er sein Verhalten ändert und Willen entwickelt. Leider schaffen das nicht viele.


    Von Alkoholismus kann man auch nicht einfach geheilt sein. Es kreist wie ein Damoklesschwert über einen und jeder Zeit kann es wieder anfangen. Rückfälle sind immer möglich. Ich habe es selbst erlebt bei meiner Mutter. Das begann als ich 7 Jahre alt war und zieht sich bis jetzt durch. Mittlerweile bin ich 32 und kann nicht sagen, dass sich das Problem gebessert hat. Ich kann lediglich verkünden, dass sich das Problem verändert hat. Ich kann dir da keinen allesverändernden Tipp geben. Bei mir hat es geholfen das Problem auf Distanz zu halten. Klar ist es eine Krankheit, aber sei dir auch bewusst, dass dein Bruder ein erwachsener Mensch ist. Er hat es in der Hand. Er entscheidet und steht dafür gerade. Er wählt sein Schicksal und dabei ist es unerheblich ob du ihm unbedingt helfen willst. Was ich sagen will, reich ihm die Hand, aber zieh ihn nicht hoch. Er muss eigene Kraft entwickeln. Kann er das nicht, dann schütze dich selbst. Suchtkrankheiten sind nämlich auch ein Schaden für das Umfeld eines Suchtkranken. Es gibt wenig was gleich viel effektiv Vertrauen zerstören kann.

  • Beitrag von JackD ()

    Dieser Beitrag wurde von tajt gelöscht ().