Wie viel Geld sollte ich vor meinem Tod auf der Seite haben?

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  • Guten Morgen zusammen!


    Ein Todesfall eines alten Freundes hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass auch ich mich langsam mit dem Gedanken abfinden muss, dass ich in einem Alter bin, wo sich jederzeit etwas gesundheitlich auf meine Lebensqualität auswirken könnte. Natürlich gilt das in jedem Alter, nur erhole ich mich schon deutlich schlechter und bin anfälliger für Verletzungen.


    Meine Exfrau, mit der ich eigentlich keinen direkten Kontakt habe, ist körperlich scheinbar schon in recht schlechter Verfassung und sie ist nur ein Jahr älter als ich. Ich habe mich ein wenig bei den Hinterbliebenen meines Jugendfreundes umgehört und mitbekommen, dass sie sich schwer getan haben, alles zu organisieren und finanzieren. Weil ich das meiner Tochter nicht aufbürden will, würde ich gern wissen, wie ich das bestmöglich selbst machen kann. Wie viel muss ich vor meinem Ableben zu diesem Zweck sparen?


    Ungefähre Summen reichen mir, danke!

  • Hallo,



    ich denke, das kann man nur ganz schwer bestimmen. Es hängt nämlich maßgeblich davon ab, wie du bestattet werden willst. Ich selbst würde mich an deiner Stelle nach einer Agentur umsehen, die das für dich übernimmt. Das kostet bestimmt ein bisschen mehr, dafür musst du dich nur minimal damit auseinandersetzen. Denn ich muss sagen, dass ich mir schwer tun würde, mich selbst damit zu befassen. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden. Ich weiß nicht, wie du dir damit tust, dich mit deiner eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen.



    LG

  • Für manche mag das ein bisschen makaber sein oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Aber eigentlich ist der Tod etwas vollkommen normales. Jedem ist eigentlich klar, dass das eigene Leben irgendwann endet. Wir sollten uns mehr damit befassen!



    Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst und deine Tochter schon jetzt so entlastest. Denn man darf nicht vergessen, dass mit einer Bestattung nicht nur plötzlich hohe finanzielle Kosten auf die Person zukommen, sondern dass diese gleichzeitig auch mit der Trauer zu kämpfen hat. Aber wie hoch die Kosten nun wirklich sind, kannst du nur herausfinden, wenn du zusammenrechnest, welche Dienstleistungen du in Anspruch nimmst.

  • Danke für die Antworten. Ich muss gestehen, dass ich selbst überrascht war, wie lange ich dieses Thema vermieden habe. Eigentlich ziemlich naiv. Ich hatte bislang wohl gehofft, dass alles schnell vorbei ist und ich darüber nicht nachdenken brauche. Erst der Verlust des Freundes hat mir klargemacht, dass ich mich womöglich davor drücken kann, die Bürde dann aber meinen Hinterbliebenen zuschiebe.


    Ich bin noch unschlüssig, wie ich bestattet werden will. Zwar bin ich gläubig erzogen worden, lege aber keinen Wert auf klassische Riten und Bräuche. Mir reicht auch eine Einäscherung, sofern es denn leistbar ist. Ich bin nur 2 Jahre von der durchschnittlichen Lebenserwartung entfernt und weiß eben nicht, wie viel Geld ich bis dahin noch sparen kann.

  • Hey!


    Wir haben vor 2 Jahren unsere Großmutter zu Grabe getragen und uns mit der Einäscherung beschäftigt. Nicht allein, weil es günstiger zu sein schien, sondern weil das auch ihr Wunsch war. Man trägt zwar die zusätzlichen Kosten für das Krematorium und deren Dienste, kann aber viel Geld für einen Grabstein und die Grabpflege sparen.


    Wir haben die Urne beisetzen lassen, zahlen aber für die Pflege weniger Geld als für ein großes Grab. Ich muss sagen, das ist sehr problemlos gelaufen und ich kann es Empfehlen. Wenn du mit Zahlen jonglieren willst, kannst du mit rund 500 Euro für ein Krematorium rechnen. Allerdings gibt es auch sehr teure Urnen, zwischen denen du dich entscheiden kannst.

  • Also im Vergleich zu Särgen sind Urnen ja noch recht günstig. Abgesehen davon finde ich die Planung der eigenen Bestattung viel sinnvoller. Man kennt die eigenen Ansprüche am besten. Die Bestatter sind am Ende eben auch Verkäufer und nutzen die Trauer der Hinterbliebenen schön aus. So werden Kunden oft dazu verleitet, teurere Dienste in Anspruch zu nehmen, weil ihnen dann das Gefühl vermittelt wird, sie würden den Verstorbenen dann mehr schätzen. Nicht wenige übernehmen sich damit finanziell. Wenn es dir nichts ausmachst, solltest du selbst alles planen und deine Wünsche mit deiner Tochter kommunizieren. Oder du schreibst es nieder, wenn dir das Gespräch unangenehm ist.

  • Ich sehe das ganze recht nüchtern, sofern das möglich ist. Ich wünsche mir eigentlich eine kleine Zeremonie, bei der alle zusammenkommen und sich emotional von mir verabschieden. Aber ich möchte eigentlich keinen Grabstein oder dergleichen. Man darf sich gern an mich erinnern, aber ich möchte nicht, dass man das an meinem Todestag zum Friedhof geht und sich vor einem kalten Grab hinkniet.


    Das ist nicht notwendig. Denn ich denke, dass ich nichts davon habe und meine Hinterbliebenen erst recht nicht, auch wenn sie es bestimmt aus Liebe oder Pflichtgefühl tun würden. Nun überlege ich, wie ich die Kosten niedrig halte, es aber dennoch eine angemessene „Feier“ wird.

  • Ich hatte mir mal überlegt, meinen Körper der Wissenschaft zu spenden. Früher hat das Institut dann die Kosten für die Bestattung übernommen, aber weil es nun keine Engpässe mehr gibt, muss man schon bei der Anmeldung eine gewisse Gebühr zahlen.


    Dafür kommt dann nichts weiter mehr auf dich zu. Außerdem habe ich noch eine Tabelle gefunden, die sich mit den Kosten der verschiedenen Services beschäftigt: [Link entfernt] Womöglich hilft die Aufzählung. Du siehst jedoch, die enorme Schwankungsbreite. Für Details bleibt dir der Blick auf die Anbieter nicht erspart.

  • Also Ostern ist mein Mann gestorben. Beerdigung, Erdbestattung, Wahlgrab, Grabeinfassung und Stein, Anzeigen in der Zeitung und Druck von Danksagungen haben mich ca. 8.000€ gekostet. Ich habe dem Bestatter gleich gesagt, dass ich nicht viel Geld habe und dass ich eine günstige, aber würdevolle Beerdigung wünsche. Das ist auch super gut gelungen. 1.850 € davon hat der Steinmetz bekommen.

  • hallo lordi!
    du hast hier ein interessantes Thema eröffnet .
    dass du die ganze Organisation und die kosten für das begräbnis nicht deiner tochter aufbürden möchtest ist verständlich.
    um dich genau über die kosten eines Begräbnis zu informieren hast du die Möglichkeit dich bei einigen bestattungsunternehmen zu erkundigen und anbote einzuholen.
    wenn du dich dann für eines entschieden hast kann das organisatorische erledigt werden.
    lg elli

  • Vielen Dank, dafür!


    Der Medizin oder Forschung generell möchte ich meinen Körper nicht unbedingt spenden, wenn ich ehrlich bin. Die Vorstellung dass mein Körper noch monatelang irgendwo liegt und Fremde damit herumwerkeln, gefällt mir nicht. Aber die Tabelle war sehr hilfreich. Ich überlege gerade ob sie die Seebestattung bei uns in der Umgebung umsetzen lässt. Auch die Baumbestattung hat was, aber da hätte man ja am Ende auch eine Art Grabstein, wo die Leute hingehen. Mir gefällt der Gedanke, dass meine Asche irgendwo im Meer herumwirbelt und an Strände der Welt gespült wird. Danke für den Tipp! Ich hoffe nur, dass ich meinen Kindern noch so viel Geld ansparen kann, dass sie die Kosten ohne eigene Mittel tragen können.

  • Kurios, mir war auch neu, dass das in Deutschland überhaupt möglich ist. Ich hatte davon mal gehört als ich in Ungarn war, wusste aber nicht, dass die gesetzlichen Bestimmungen sich so ähnlich sind. Ich wage zwar zu bezweifeln, dass das ein Trend im Land wird, der die Traditionen bezwingt, aber für die jüngeren Generationen ist das bestimmt eine Überlegung wert.


    Die Statistik weiter unten zeigt ja, dass bereits rund 20% die Einäscherung bevorzugen. Vor 30 Jahren würde das noch belächelt worden. Im besten Fall!

  • Hallo lordi!


    Nach der Beerdigung meines Mannes ist mir auch ganz mulmig geworden. Es sind nämlich all unsere Ersparnisse drauf gegangen. Ich habe dann furchtbare Sorgen gehabt, dass ich die von meinem Mann geerbte Familie in Schwierigkeiten bringen würde, wenn ich mal sterbe. Es gibt Sachen, die ich ihnen vererben will. Ich bin dann zur Bank gegangen und habe einen Kredit aufgenommen, der für den Todesfall über eine Ratenschutz-Versicherung abgesichert ist. Das Geld habe ich in einen Bausparvertrag gesteckt, für den meine Schwägerin eine Vollmacht hat. Auf diese Weise kann ich nun ruhig schlafen, weil ich weiß, dass für den schlimmsten Fall Geld da wäre. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass ich steinalt werde:o

  • Hallo Lordi,


    meiner Meinung nach ist es gut und richtig sich mit diesem Gedanken der anfallenden Kosten eines Begräbnisses zu befassen.
    Es gibt mehrere Möglichkeiten dieses Thema der leidigen "Kosten" einer Bestattung anzugehen.
    Zum einen kannst du wie bereits empfohlen durch eine Kostenrechnung diesen Betrag sparen, zum anderen existieren auch Versicherung die sich mit diesem Thema beschäftigen.
    Beide Themen besitzen Vor- wie auch Nachteile.
    Deine Aufgabe besteht lediglich darin die für dich beste Möglichkeit zu finden.
    Ich hoffe ich konnte dir etwas behilflich sein.


    Gerne stehe ich dir für weiteren Gedankenaustausch zu Verfügung.



    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)