Komme nicht an ihn heran

Egal ob Du Liebeskummer, Beziehungsprobleme, Sorgen oder Probleme mit Freunden oder dem Beruf hast, hier bist Du genau richtig. Die Registrierung und Nutzung ist selbstverständlich kostenlos. Doch eines solltest Du vorher noch wissen, wir geben hier nur Tipps aus eigenen Erfahrungen und sind keine Fachleute!
  • Moin Leute, ich brauche mal ein paar Tipps und Ideen von euch. Es geht um Jemanden aus meiner Klasse, den ich ungefähr vor 3 bis 4 Wochen kennengelernt habe. Er kam nach regulären Semesterbeginn eine Woche später über die Nachrückerliste zu uns in die Klasse und seit diesem Zeitraum hat der mir ziemlich den Kopf verdreht und alles auf dem Kopf gestellt, wenn auch unbewusst. Ich hatte auf sowas eigentlich überhaupt keinen Bock gehabt, aber nun ist es halt so. Seit er da ist, vernachlässige ich mich nicht mehr, gebe mir morgens sehr viel Mühe, bevor ich das Haus verlasse und ich habe mittlerweile angefangen mich alleine sportlich zu beschäftigen.

    Wenn es morgens in die Schule geht, freue ich mich darauf, ihn zu sehen. In den Pausen sind wir meistens zusammen und im Unterricht sitzen wir meistens auch nebeneinander. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich alles nur aufs Schulische beschränkt und ich in Sachen Freundschaft einfach nicht weiter an ihn herankomme. An den Wochenenden macht er durch und ist feiern. Er scheint sehr beliebt zu sein und zu einem sehr großen Bekanntenkreis zu gehören oder zu besitzen. Er ist 18 Jahre, ich bin 24. Ich habe seine Handy Nummer und ihn im Messenger. Meistens ist es dort aber auch eher nur schulisch.

    Ich habe absolut keinen Plan davon, wie man Freundschaften aufbaut. Ich hatte traurigerweise nie die richtigen Menschen um mich. War die letzten 7 Jahre völlig allein und hatte nur Computerspiele im Kopf. Aber selbst diese reizen mich nicht mehr so wirklich. Entweder zocke ich nebenbei mal nur noch ein paar Browsergames oder aber ich bin damit beschäftigt, jetzt Sport zu betreiben, was ich angefangen habe, seit er aufgetaucht ist. Durch die 7 Jahre wurde ich immer dicker, wurde krank, konnte nicht mehr laufen… Mittlerweile bin ich von 126 Kg auf 118 Kg runter. Bin 168 groß und strebe die 70 Kg an. Durch konsequentes und sehr zügiges "gehen" verbrenne ich haufenweise Kcal und habe bereits in nur einer Woche einen ganzen weiteren Kg verloren und meine Kondition gravierend verbessert.

    Nur wie baue ich zu dem jetzt eine Freundschaft auf? Meine Idee war ja etwas mehr Zeit mit ihm in den 2 Freistunden zu verbringen, die wir 1 mal die Woche haben. Nur entweder hat er dort irgendwelche Verpflichtungen, fährt mit seinen Kumpels Nachhause oder wie zuletzt, er taucht gar nicht erst an der Schule auf. Was kann ich noch tun? Ich bin eigentlich recht offen in der Schule und Komme mit allen aus meiner Klasse klar. Ich will nicht, dass es so nach verzweifelter Freundes-Suche aussieht. Das ich länger alleine war, soll er nicht wissen.

    Habt ihr Ideen?

  • Hallo MrCerberus,


    Gratulation zu deinen offenen Zeilen.

    Du bist gerade auf dem besten Wege dein Ich, deine Gesundheit einen neuen Stellenwert zu geben.

    Viele positive Änderungen in wichtigen anstehenden Themen gleichzeitig anzugehen, stellt eine große

    Aufgabe da.

    Freundschaften kann man nicht erzwingen.

    Diese entstehen meistens zu einem Zeitpunkt, an denen man keine Gedanken daran verwendet.


    Hilfestellung, eine Anleitung so eine Freundschaft zielstrebig anzugehen existiert leider oder …… sei dank nicht.

    Natürlich kannst Du ihn zu einem Treffen, zu einer Tasse Kaffee oder andere "Aktivitäten" einladen.

    Zu einer Begegnung, zu einem weiteren Schritt gehören immer mehrere Beteiligten.


    Also, ich kann dir nur den folgenden Rat geben, sei dich selbst.

    So, hast Du die größte Chance eine reele Freundschaft aufbauen zu können, zu dürfen.


    Ich hoffe ich konnte dir etwas behilflich sein und stehe dir gerne für weiteren

    Gedankenaustausch zu Verfügung.




    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • Hey, aber ich bin doch ich selbst. Ich verstelle mich nicht und bin so, wie ich bin. Ich würde mich eigentlich als recht zugänglich und offen beschreiben. Wenn ich keine Gedanken mehr an ihn "verschwende" und alles schleifen lasse. werde ich nicht vorwärts kommen und schon gar nicht eine Freundschaft zu ihm aufbauen können.

  • Hey, aber ich bin doch ich selbst. Ich verstelle mich nicht und bin so, wie ich bin. Ich würde mich eigentlich als recht zugänglich und offen beschreiben. Wenn ich keine Gedanken mehr an ihn "verschwende" und alles schleifen lasse. werde ich nicht vorwärts kommen und schon gar nicht eine Freundschaft zu ihm aufbauen können.

    Hallo,


    eine Frage, die sich mir ergibt wenn ich deinen ganzen Text so lese.

    Bist du sicher, dass es sich hierbei nur um eine bloße Freundschaft unter Männern handeln soll? Für mich ließt sich das nämlich eher so als hegst du homosexuelle Tendenz und möchtest ihn als Partner.

  • Welche Art lege ich denn genau an den Tag? Das wir in der Schule zusammen abhängen hat sich halt so ergeben. Und das ich mehr Zeit mit ihn verbringen will, macht mich jetzt eigentlich noch nicht zu Jemanden, der Hals über Kopf verknallt sein soll. ^^ Ich will mehr Zeit mit ihn verbringen, weil er sympathisch und nett ist und weil ich längerfristig mit ihm in Kontakt stehen möchte. Das hat meiner Meinung nach nichts mit gezielter Suche nach einem "Partner" zu tun.

  • Nun ja, diese Frage ergab sich mir, weil dein Text sich doch ziemlich zwanghaft lesen lässt und man schon allein an den Formulierungen erkennt, dass du ein großes Problem damit hast soziale Bindungen über den herkömmlichen Weg einzugehen. Zudem hast du etwas von "Kopfverdrehen" geschrieben. Das irritiert, weil dieser Ausdruck eher in einen bezirzende, liebesträchtige Assoziation mündet.


    Egal, kommen wir mal zu dem was du machen könntest. Grundsätzlich befinde ich es schon mal als sehr positiv, dass du in deinem Kopf den Schalter umgelegt hast an dir arbeiten zu müssen. Das ist die Grundessenz die man erst einmal finden muss, um überhaupt etwas an seiner Situation zu ändern. Dahingehend Hut ab, dass ist nämlich schon mal etwas, was schwer fällt. Allerdings solltest du diesen Grundgedanken ausweiten. Es geht darum die eigene Persönlichkeit zu kultivieren und eben auch an sich selbst zu arbeiten. Das funktioniert am Besten in dem man sich mit den grundlegenden Gedanken, der eigenen Wirkung beschäftigt. Verstehe was du bist und wie du auf andere wirkst und hinterfrage dich selbst kritisch.


    Ich würde dir empfehlen dich mit Lernstoff zu diesem Thema zu beschäftigen. Da gibt es schon bei Youtube interessante Videos, die viel erklären. Du bist mit dem Medium vertraut. Nutze es dafür.


    Weiterhin wäre es auch gut, wenn du deine Vorgehensweise anpasst. Dein Verhalten ist in gewisser Weise drängend. Das wirkt abschreckend. Besser ist es wenn du als Motivation den Ansatz nimmst, dass es dir besser gehen soll. Bist du mit dir im Reinen und bestehen die Kontakte zu anderen, dann kommen Freundschaften von ganz alleine. Darauf aber zu drängen und das unbedingt zu wollen und aktiv festzulegen klappt nicht. Der Lösungsansatz ist klar, dass dein Gegenüber dich als angenehm empfindet und für sich entscheidet, dass er seine Zeit mit dir verbringen möchte. Das beruht also auf Gegenseitigkeit und nicht auf Drang.

  • Das ist ja witzig. Das was du hier so über Vorgehensweise schreibst, habe ich eigentlich so die letzten Wochen gemacht. Ich habe mich ja jetzt hier etwas länger nicht mehr gemeldet und habe deine Rückmeldung gerade erst gesehen. Aber das was du da schreibst, ist ja fast schon eine exakte Beschreibung meiner Vorgehensweise der letzten Tage und Wochen. Ich habe mich die letzten Wochen viel abgelenkt. Das war durch alleinige Sport-Workouts möglich, durchs intensive lernen für meine schulischen Prüfungen und auch über andere Klassenkollegen, mit denen ich durch die Schule eben zu tun habe. Dadurch, dass er häufiger nicht mehr vor Ort war, konnte man auch ganz gut Abstand gewinnen und das hat es mir eben auch leichter gemacht. ich denke mittlerweile, dass dies ganz gut für mich gewesen ist und auch notwendig gewesen ist. Ich bin da mittlerweile entspannter, vor allem weil ich es mittlerweile einfach nur noch auf mich zukommen lasse und schaue, wie es sich entwickelt. Ich mache da gar nicht mehr so viel und befasse mich gar nicht mehr so viel damit. Das macht mich nur kirre im Kopf und verrückt.


    Vor allem habe ich mir mal ganz schnell wieder abgewöhnt, zu viel über ihn zu interpretieren und zu vermuten. Das hat mir überhaupt keine Ruhe gelassen und war echt eine Belastung. Vor allem, weil es eh immer ins negative abgedriftet ist.


    Vom Gefühl her, scheine ich ihm aber auch nicht völlig egal zu sein. Warum sollte er mich sonst morgens und vor allem meistens im Chat fragen, ob ich schon vor Ort bin? Oder warum sollte er sonst mit mir auf meine Bahn warten, obwohl er völlig woanders hin muss und eigentlich mit dem Bus fährt? Macht irgendwo keinen Sinn. Er wartet ja ständig auf mich, sogar in den Schulfluren. Und wenn ich Jemanden uninteressant finde oder ihn völlig egal finde, ganz ehrlich, dann lege ich doch nicht so ein Verhalten an den Tag. Dann würde ich auf Abstand gehen oder im völlig schlimmsten Fall mich gar nicht abgeben. Das mal aus einer neutralen Sicht. Wird sich wohl also noch zeigen, was draus wird. Wenn nichts geschieht, kann ich es halt nicht ändern. Aber wenn doch, gewinne ich halt vielleicht einen neuen besten Kumpel. ^^ Warum auch nicht.

  • Na bitte,


    ich gebe dir in vollem Umfang mit deiner neutralen Betrachtungsweise recht. Es ergibt wirklich keinen Sinn anders. Jedoch mach langsam. Sei dir bewusst, dass Freundschaften lange Zeit benötigen und die richtigen Freunde äußerst rar sind. Richtige Freunde kannst du an einer Hand abzählen.

  • Ja da gebe ich dir Recht. Ob man sich wirklich auf eine Person verlassen kann, würde sich dann zeigen, wenn es wirklich drauf ankommt. Aber ich denke, dass es jetzt noch der falsche Zeitpunkt ist. Später kann man das näher betrachten und sich ein Urteil darüber bilden.


    Ich weiß am besten, dass man Freunde mit einer Hand abzählen kann. Durch meine Schullaufbahn bin ich nämlich schon viele Menschen begegnet. Viele haben nur oberflächliches Interesse gezeigt, aber ich hatte es auch mit einer Sorte von Menschen zu tun, die mich grundlos zerstören wollten. Die waren damals auch der Grund für meinen langjährigen Rückzug und den gewaltigen Konsum von PC Spielen, der wiederum zu meinen heutigen gesundheitlichen Problemen geführt hat. Schließlich haben die mich sogar auf dem Nachhauseweg verfolgt und dafür gesorgt, dass ich von wildfremden Typen belästigt worden bin. War damals keine schöne Zeit, obwohl ich offen, sozial und zugänglich war. Wenn man so drüber nachdenkt, echt schade um die ganzen Jahre und das Spiele die einzige Lösung waren. Vielleicht habe ich jetzt erst die damaligen Ereignisse richtig verarbeitet. Man weiß es nicht.


    Mein Gefühl sagt mir jedenfalls, dass ich ihm vertrauen kann und er anders und somit nicht so drauf ist. Ich hoffe, dass ich das nicht irgendwann tierisch bereuen werde.

  • obwohl ich offen, sozial und zugänglich war.


    Nicht gerade das Beste was du machen kannst wenn es darum geht Freunde zu gewinnen.

    Ein wenig mehr Zurückhaltend sein könnte dir wesentlich mehr bringen schon aus dem Grund das Freundschaft auf Vertrauen aufbaut

    und Offenheit, Zugänglichkeit nicht gerade sehr vertrauensfördernd wirken.

  • War damals leider ziemlich naiv und gutgläubig. War klar, dass es so gekommen ist mit denen. Aber selbst wenn ich so gewesen wäre, wäre es auf dieselbe Situation gekommen, denn die hatten diese Absichten von Anfang an gehabt. So oder so wäre es passiert.