Zwangshandlungen

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  • Hallo... mein Problem ist, ein Angehöriger von mir leidet an Zwangsstörungen. Kontrolliert alles zig mal, wäscht sich unzählige Male die Hände,

    schreit oftmals "ich kann nicht mehr ", trommelt aus Verzweiflung über sich selbst auf Gegenstände herum, weint fast jedes Mal dabei.

    Und ich soll immer dabei sein und stopp sagen, oder alles nach kontrollieren und das in einer unerträglichen Wiederhol-

    schleife. Da klappert der Toilettendeckel hundert Mal, der Wasserhahn wird auf und wieder zugedreht, es folgt wieder ich kann nicht mehr,

    ich muss wenn wir zusammen weggehen, bestimmt Dinge von ihm nach kontrollieren, alles zig Mal, dass ich fast jedes Mal die Nerven verliere,

    ich gucke ihm ins Gesicht und sage, die Wasserhähne sind zu, da kommt mir nur ein Gesicht entgegen, dass sagt, wirklich sicher? und ich muss schon wieder gucken,

    bis es sitzt. Das ist jetzt durch Veränderungen im Leben stärker geworden. Und leider werde ich selber ein wenig aggressiv allmählich.

    Ich weiß, dass er nichts dafür kann, und ich versuche zu helfen. Habe mich informert, und gehört, man soll die Kontrollen nicht unterstützen, ich versuche das auch , aber

    dann kommt laut gerufen Helf mir doch mal einer helfe mir doch, oder ich komme n´deswegen nicht ins Bett, kann nicht in ruhe meine Aufgaben erfüllen

    Alleine weg ist schwierig geworden, oft kommt er mit , weniger aus Interesse meist, sondern weil er nicht alleine sein kann mit den -Entschuldigung- "Macken" .
    Ich meine das nicht böse... aber ich "kann auch nicht mehr"X/. Wenn es dann zusammen aus dem Haus geht, will er plötzlich nach Hause , weil er wieder dran denkt ob alles aus, zu

    oder notiert ist. und ich merke er wiürde lieber abbrechen. Was sich als kostspielig und umsonst vertane Kosten und Mühe erweist, ihn mt einem gemiensamen Ausflug aufbauen zu wollen

    Das einzige was ich in Ruhe machen kann, ist mein Sport, das interessiert ihn rein gar nicht. Das Ding ist ich brauche selber meine Aufbauphasen, da ich chronisch krank bin und auf der Arbeit teiwleise ein wenig gemobbt werde. Heute war auch wieder ein gemischter Tag. Allles fing gut an, bis das Händewaschen wieder los ging. Klar nehme ich ihn manchmal in den Arm udn versuche ihm Kraft zu geben. Aber heute wurde es wieder schlimm und ich konnte einfach nicht mehr. hab mir die Ohren zugehalten um nicht in die Versuchung zu geraten stopp zu sagen .. Und dann isst mir ein

    *hör auf" Schrei entwichen, was ich nicht wollte... Da war ich mit den Nerven kurz echt Fratze.. wenn ich anbiete zu einem Therapeuten zu begleiten, wird nur die Augenbraue hochgezogen. Andererseits schreit er"ich lass mich einweisen" leute ich kann nicht mehr, Morgen ist er außer Haus, und ich bin froh, zum Sport zu gehen und wiederzukommen ohne alledem... leute ich kann nciht mehr. ich brauche Fürchte ich Zaubertricks um es selber zu regeln. Was soll ich nur tun?? Mit dem Mobbing ist es so, es gibt viele sehr liebe leute auf der Arbeit, die das wieder etwas ausgleichen, ich komme dann immer wieder aus dem Mobbingloch heraus, aber das jetzt alles.... HIlfe, ich kann einfach nciht mehr! Sorry wenn Fehler sind, hab etwas schleier vor den Augen gerade....

  • Hallo,


    nun, ich hoffe die Worte sind nicht allzu hart von mir, aber ich denke es muss dir jemand sagen. Also bitte hinsetzen und die Sache einmal argumentativ und vor allem distanziert sehen. Meines Erachtens ist dein gesamtes Handeln mit der positiven Motivation ihm zu helfen völlig sinnlos. Du bist weder verpflichtet noch in der Lage ihm in dieser Situation zu helfen. Du bist nicht einmal qualifiziert. Bei deinem Angehörigen liegt eine schwere Persönlichkeitsstörung vor. Er benötigt psychologische Betreuung und sogar eine Therapie. Das ist der vernünftigste Weg. So wie du das gerade versuchst sorgt das Ganze nur dafür, dass sich bei ihm nichts bewegt und du dich daran aufreibst. Du hast eigene Probleme. Ebenso solltest du dir verinnerlichen, dass du zwar deine Hilfe anbieten kannst, aber er es selber wollen muss. Niemand hat das Recht darauf von dir zu erwarten, dass du solche Opfer bringst. Deine Zeilen schreien förmlich danach, dass du sein Problem zu deinem machst und es mit nach Hause nimmst. Das ist weder gut, noch richtig oder in irgendeiner Weise sinnvoll.


    Überzeuge hin davon sich fachmännische Hilfe zu suchen, biete ihm dazu auch deine Hilfe an. Es geht so nicht weiter. Er muss selber verstehen und wollen das sich was ändern soll. Funktioniert das nicht höre auf dich für ihn aufzuopfern und mach es auf die harte Tour. Das ist Selbstschutz, der dir zu steht! Er kann nicht von dir verlangen kann, dass sein Problem auch dein Leben bestimmt.

  • ich weiß, ich weiß.... heute Morgen war es wiederum nicht so schlimm.... Deine Worte stimmen,ja, und ich bin froh dass sich jemand dazu äußert.

    Ich kann nur Heute -sein geburstag - nicht. Aber ich werde ihn defintiv erneut auf eine Therapie ansprechen. es hat schon mal fast einen termin gegeben.

    Was man so liest, ist eben auch, dass man die Kontrollen nicht unterstützen soll. gestern hab ich das besser hinbekommen.


    Naja, wir schaffen auch das., hab schon wieder Kloß im Hals, während ich das schreibe.

    Danke nochmal fürdie Aufmerksamkeit des ellenlangen Textes ;)

  • Also ich versuche es nett, ich versuche es streng, zu einem Therapeuten zu bewegen. Zumal ich eine Einrichtung kenne, die ich vor Jahren nach einem Überfall auch mal gebraucht habe... Dort habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Es gab Einzelsitzungen und auch in der Gruppe. Davor war ich mal in einer Tagesklinik, das hat mir aber nicht zugesagt. Aber vielleicht wäre das was für ihn. Aber Versuche dafür interesse zu wecken ´, schlagen fehl, obwohl wieder mal anders herum gesagt wird ," ich glaub ich muss in die Klapse." Fängt man von sowas ähnlichem auch nur an, wird dicht gemacht.


    Heute Morgen war es wieder schlimm.... es war früh, ich noch die Knöppe zu und noch gar nicht am Start. Da kommt wieder geschrien, "ich kann nicht mehr", und " Warum hilft mir denn keiner?? " Helf mir mal, sag mal stopp (Waschzwang Hände, unter Arme Füße, X-Mal. Immer wieder lese ich wie gesagt, man soll nicht Schmiere stehen und das nicht unterstützen, mach ich es nicht, hört es nicht auf und ich kann meinem eigenen Alltag auch nicht fortsetzen, außer später auf der Arbeit. Mach ich es, is kurz ruhe, dann aber nochmal!!! Leute , ich kann nicht mehr!!!! vor allen Dingen wird das ungerecht.. Angeblich sieht dann keiner dass die Nerven blank liegen, natürich sehe ich das!! Was ist denn mit mir? Bei mir liegen sie auch langsam blank!!! In die "Klapse wäre meienr Meinung nach nicht gut... Wenn mehr Betreuung dann Tagesklinik oder Therapeut. wenn das weiter so geht, brauche ich selbst einen. Habe heute Morgen recherchiert etc und so, Aber was bringt das, wenn jemand dann blockt. ich habe schon schlecht geträumt, dass er vor meinen Augen in ein Auto gesteckt wird und weg isser ..... Hilfe, echt... Bin froh nachher auf der Arbeit zus ein und ich tue ich auch sonst alles, damit ich stark bleibe..ich weiß nicht wieter...

  • Hallo,


    nochmal für dich. es passiert genau das was ich schon in meinem vorhergehenden Beitrag beschrieben habe.

    Lösung des Problems ist einfach, aber hart. Wenn dein Angehöriger das Problem nicht versteht und sich verweigert aktiv etwas dagegen zu tun (Therapie etc.) dann musst du eine harte Konsequenz zeigen. Setz ein Ultimatum und wenn er sich verweigert, dann geh auf Distanz und kümmer dich nicht mehr. Ebenso solltest du auch eine räumliche Trennung suchen. Zeig Konsequenz und mach für dich ein Ende, wenn er schon nicht in der Lage ist es im Gute zu lösen. Er ist erwachsen, er hat das Recht dazu alles noch schlimmer zu machen. Das ist leider die brutale Realität.

  • Danke auf jeden Fall für die Anteilnahme, aber warum schreibst du "Nochmal für dich." ? Ich habe einfach nur diesen schlimme Tag schildern wollen, und hoffte auch die Gedanken von anderen Usern zu lesen. Räumliche Trennung geht schonmal nicht zur Zeit. Wir sind Geschwister und bei räumlicher Trennung würde einer von uns auf der Straße sitzen. Zuzm Umziehen reichts gerade nicht. ich war in den letzten Tag sehr hart, was das "Stopp sagen angeht" und nun hats doch mal gefruchtet. Wir hatten auch Gespräch über die neue Arbeitsstelle, die das Ganze am Anfang noch verstärkt hat. Ich wollte nicht allles hier preisgeben und daher vom wesentlichen Problem erzählt erstmal. Wir sprachen auch vom neuen Gehalt und dass er froh ist sein KOnto wieder aufzustocken. NAcdem ein teil davon schon überwiesen wurde,wurden die Ticks *ich meins nicht böse weniger. Auch wenn es sehr viel eigentlich kaum machbare Arbeit ist. Aber Gehalt stimmt, Leute sind in Ordnung, Indem wir öfters über etwas positives sprechen, scheint es sich zu bessern. Heute ist es deutlich anders.. Wir kontaktierten einen Therapeuten, mas sehen , wann ein Termin bereit ist: Bitte Daumen drücken

  • Nun,


    nochmal für dich meinte bereits, dass dies eintreten würde was ich vorher sagte. Offenbar tut es das ja, wenn du dieses Forum hier als Methode erwägst deinen harten Tag zu schildern. Es ist also ein Ventil um deinen Druck und Frust abzubauen und hilft dir so.


    Allerdings ändert dein jetziger Post einiges, deswegen nehmen wir doch nochmal den Faden auf. Ehrlich gesagt bin ich etwas irritiert, dass ihr als Geschwister zusammen lebt. Ihr seid Bruder und Schwester? Da ist sowas untypisch. Wie kommt ihr zu dieser räumlichen Lösung, die euch beide im Grunde genommen so sehr an der eigenen Lebensverwirklichung hindert?

  • Das war nur aus der Not heraus und ist vorübergehend. Finde das nicht unbedingt untypisch. Nein, es ist nicht um meinen Frust abzubauen oder was, das mache ich lieber beim Sport. Schönen Abend noch....

  • Naja, so wie sich mir deine Erläuterung erschließt scheint die Lösung aus der Not heraus wohl doch eher eine Langzeitlösung geworden zu sein, als denn ein Provisorium. Das befinde ich als nicht sonderlich glücklich gelöst. Natürlich sollte die Familie zusammenstehen und es ist auch schön, dass es sowas gibt, aber das sollte eine zeitlich begrenzte Geschichte sein. Ich denke ihr seid schon lange über den erträglichen Punkt hinaus. Ihr reibt euch schon gegenseitig auf und macht es damit gegeneinander auch unmöglich euch im Leben zu verwirklichen. Ebenso solltest du auch mal sehen, dass so eine Bürde, die du dir durch deinen unwilligen und bockigen Bruder auflastest, auch dich betrifft. Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber ich meine an anderer Stelle gelesen zu haben, dass du Single bist. Glaubst du in so einer extremen Situation ist es möglich, dass du dahingehend einen Partner finden kannst? Schon mal von der psychischen Belastung her kann das nicht funktionieren und auch so fühlt sich ein potentieller Partner doch dadurch mehr abgeschreckt, als angezogen. Ebenso bin ich mir nicht sicher in wie weit sich so eine Extremsituation auch auf deinen Beruf auswirkt. Da du nicht gesagt hast ob du berufstätig bist oder nicht, mal beide Szenarien. Wenn du noch eine 40 Stunden-Woche erfüllen müsstest würde dich das Zwangverhalten zerstören und auch so, wenn du nicht arbeitstätig bist. Du kannst es mit so jemanden komplett vergessen, dich auf eine Arbeit zu konzentrieren. sein Verhalten lässt es nicht zu, da er durch seine Haltung kein Verständnis für dich besitzt.


    Und das solltest du dir einmal genauer überlegen. Seine Verweigerung der Hilfe ist nicht nur ein Zeichen seiner Schwäche, sondern er nimmt dir dazu auch noch etwas. Er respektiert dich nicht, sonst würde er alles daran setzen die Belastung deiner Person so gering wie möglich zu halten, sondern drängt sein Problem auf dich, damit es auch dein Problem wird. Das ist eine Form des Egoismus und hat in so einem Falle nichts mehr mit Hilfeleistung deiner Seite zu tun. Damit schadet er dir nämlich seelisch, beruflich, privat, auf allen denkbaren menschlichen Gebieten. Das steht keinem zu. Und deswegen ist die Frage ob er sich helfen lassen will, um das Problem anzugehen und es zu beseitigen obligatorisch und von seiner Position mit einem bedingungslosem Ja zu beantworten!