Beziehungskrise: Freund bei der Army im Auslandseinsatz

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  • Hallo ihr Lieben.


    Vorweg sorry für die Länge, ich musste es mir mal von der Seele schreiben, weil es mich doch arg mitnimmt 😔

    Bin ein bisschen verzweifelt und weiß einfach nicht so richtig was ich machen und/oder wie ich mich verhalten soll.
    Mein Freund ist bei der Army und aktuell immer für 4 Monate im Auslandseinsatz. Danach hat er 1 Monat Leave und muss wieder für 3-4 Monate weg.
    Ein Einsatz haben wir schon hinter uns, die Zeit war zwischendurch hart, aber es war okay. Die Zeit mit ihm Zuhause und im Urlaub dafür umso schöner und voller Liebe.
    Im Januar ist er jetzt wieder gegangen und am Anfang war alles gut, soweit man es als gut bezeichnen kann, dass der Partner im Iraq rumspringt ( das Chaos in Bagdad ist hat man ja in den Medien mitbekommen).
    Wir haben recht viel geschrieben und konnten auch immer mal wieder telefonieren, er hat ganz viele liebe Sachen geschrieben und auf Social Media gepostet und alles. Dann vor ungefähr einen Monat gab es Probleme mit dem WiFi dort, die Situation ist bisschen kritischer geworden und er hat eine neue Position dort eingenommen. Der Stress und Druck sind damit gestiegen, er hatte kaum Zeit zu schreiben, weil er immer “busy” war und dann wurde das WiFi ab nachmittags ausgeschalten. Seitdem können wir abends nicht mehr miteinander reden, tagsüber während er arbeitet, ist es unfassbar schwer. Die Texte wurden kürzer, die Belastung immer größer. Immer häufiger hatte er Mood Swings, war gereizt, kurz angebunden. Hat zwar immernoch geschrieben, dass er mich vermisst und die Tage zählt bis er wieder zuhause ist (im Mai) und das er mich liebt.
    Die Tage an denen er kurz angebunden war, sind immer mehr geworden. Er hat sich schlecht gefühlt, weil er meinte er hat das Gefühl keine Zeit mehr für mich zu haben und mich zu vernachlässigen. Sich dafür entschuldigt. Und ich hab ihm immer versucht deutlich zu machen, dass er ja nichts dafür kann und ich Verständnis habe. Was auch stimmt. Das Problem ist das durch das wenige Schreiben immer mehr eine Distanz entstand. Er hat kaum mehr was von sich erzählt, und seien es nur Kleinigkeiten wie was er zu Mittag hatte oder wie die Arbeit ist (er ist Ingenieur dort).

    Auf meine Fragen ist er kaum noch eingegangen und ich hab teilweise fast Monologe geführt.

    Immer mehr hab ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Am Wochenende dann hat er plötzlich gesagt, dass er extrem mit der ganzen Situation und das er kaum mit mir reden kann und wir kaum noch schreiben sehr leidet und damit zu kämpfen hat und nicht weiß wohin das Ganze führen soll.

    Ich hab versucht wieder dagegen zu reden und Verständnis zu zeigen, aber er verkopft sich häufig und man kriegt ihn nur sehr schwer aus dieser negativ Spirale raus. Hinzukommt, dass seine letzten beiden Beziehungen aufgrund der Army und seinem Leben weg von Zuhause gescheitert sind, seine Ex-Verlobte ihm viel vorgemacht und ihn betrogen hat und er eh schon kaum noch daran glaubt, dass es überhaupt funktionieren kann. Sagte immer wieder zu mir sowas wie “du wirst es auch irgendwann leid sein”, “ich kenn das alles schon”. Und wenn ich dagegen geredet habe und gesagt hab, dass ich aber nicht die anderen bin und wenn ich mich darauf einlassen ich auch nicht wegrenne, wenn es schwieriger wird. Was auch stimmt. Ich versuche immer sein Fels zu sein.
    Das Problem ist, dass wenn er sich so verkopft er das alles gar nicht mehr richtig hört und annehmen kann. Und sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und dem, dass er so stark darunter leidet, dass wir kein Kontakt haben.

    Am Wochenende hat er dann gemeint, dass ihm bewusst ist, dass wir gerade stark auseinander driften und voneinander entfernen. Das er das Gefühl hat nicht mehr zu wissen was in meinem Leben vor sich geht und die Arbeit dort zu seinem einzigen Fokus geworden ist. Das er Zeit für Rauch braucht um mit sich selbst klar zu kommen und mich nicht durch das alles zu zerren.
    Da wir an so einem Punkt schon immer mal gewesen sind, hab ich wieder dagegen angeredet. Gesagt, dass es alles gar nicht so schlimm ist und wir das durchstehen. Natürlich ist es keine tolle Situation und mit dem fehlenden Wifi wirklich eine enorme Belastung. Aber das wir uns einfach bisschen mehr bemühen müssen, wieder zueinander zu finden. Und alles erzählen und notfalls eben zwar abends schreiben, aber es erst morgens zugestellt wird. Und das ich weiß, dass das alles gerade sehr sehr hart ist, aber wir nicht zulassen dürfen, dass uns das auseinander bringt.

    Sein Problem ist, dass er sich durch dieses Verkopfen auch “selbst sabotiert” und das hab ich ihm auch gesagt.

    Daraufhin ist er völlig ausgerastet und hat gemeint, dass ich keine Ahnung davon habe was er fühlt und ich nichts verstehe. Wo er herkommt und in der Vergangenheit schon durchgemacht hat. Und dass wenn ich im Selbstsabotage vorwerfe und dass er damit auch irgenwo unsere Beziehung sabotiert, ich wohl absolut keine Ahnung habe. Und er jetzt erstmal von mir gar nichts hören will und ich ihn in Ruhe lassen soll. Er ist es leid, dass ich ihm immer wieder sage, dass alles gar nicht so dramatisch ist und ich ihn damit erdrücke.
    Ich hab mich dann für mein “Self-destructive” entschuldigt und gemeint, dass es halt auf mich einfach den Eindruck macht, dass er nur darauf gewartet hat dass es schwierig wird, um dann sagen zu können, dass er es eh wusste das es so kommt. Er meinte ich müsse mich nicht entschuldigen, scheinbar muss was dran sein, wenn er das früher schon gehört hat und ich noch so oft behaupten kann, dass ich Verständnis habe und glücklich bin, es letztlich gerade doch nur wie eine Wiederholung der vorhergehenden Beziehungen ist. Und ich akzeptieren muss, dass er gerade nicht glücklich ist. Er liebt mich und ich bin eine tolle Frau und er vermisst mich unfassbar, ich ihn aber in Ruhe lassen soll damit er mit sich klarkommt, weil wie sollen wir es bewältigen, wenn er sich selbst nicht herausfinden kann und er gerade kein gutes Gefühl über diese Beziehung hat.
    Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass er sich völlig verkopft und jetzt aufgrund dem ganzen Stress an der Arbeit und alles, es für ihn leichter ist mich von sich zu stoßen (das macht er nämlich immer und weiß es auch - entschuldigt sich auch dafür) anstatt das wir es gemeinsam angehen. Aber da ist er dann wie so ein stures bockiges Kind irgendwie.
    Und die Kluft zwischen uns wird ja nicht weniger, wenn wir den Kontakt jetzt noch mehr reduzieren. Er war aber so sauer, dass er nicht mehr mit mir redet.
    Einzige Kontakt seit 3 Tagen war ein “Wie läuft dein Tag” und “viel Erfolg bei der Prüfung”. Vor einer Woche war noch alles “I love you”, “Can’t wait to be home” “I miss you baby girl”...
    Ich hab jetzt so Angst, dass ich ihn verliere, weil er in seinem Kopf alles so negativ sieht und so ein gebranntes Kind von seiner Vergangenheit ist, dass er sich selbst völlig im Weg steht und gar nicht erkennt, dass was wir haben so gut ist und ich ihm immer den Rücken freihalten würde. Komme was wolle.
    Keine Ahnung was ich machen oder wie ich mit ihm umgehen soll, vorallem weil ich das Gefühl habe, dass er eine Art PTBS hat und das alles nur noch schwieriger macht... 😔

  • Steinchen

    Hat den Titel des Themas von „Beziehungsweise: Freund bei der Army im Auslandseinsatz“ zu „Beziehungskrise: Freund bei der Army im Auslandseinsatz“ geändert.
  • Hallo Steinchen,


    zuerst möchte ich dich hier in diesem Forum herzlich Willkommen heißen.

    Hier kannst Du deine Gedanken jeglicher Art posten.

    Antworten werden garantiert, wenn dies auch etwas Zeit versetzt geschehen kann.


    So nun zu deinen geschriebenen Zeilen.

    Eine Fernbeziehung zu führen, ist nicht immer eine einfache Sache.

    Wie in deinem Falle, auch noch eine Beziehung in einem "Kriegsgebiet" befindlichen Partner zu führen,

    steht emotional wie auch psychisch unter Ausnahmezustand!


    Was mich eigentlich interessiert, wäre der Punkt eures Alters.

    Darf ich dich nach deinem und dem Alter deines Partners fragen?

    Ein weiterer Punkt wäre die Dauer eurer Beziehung?


    Ein "Soldat" kennt im Normalfall seine Situation, seine Pflichten in einem Einsatzgebiet und auch mindestens genauso wichtig,

    die Verantwortung seiner Angehörigen gegenüber.

    Er wird bewusst und gezielt darauf vorbereitet.

    Natürlich gibt es immer und jederzeit etwas Unbekanntes, ein sogenanntes Restrisiko.

    Und, wichtig ist, es gibt auch vor Ort "Hilfe".

    Hilfe für seine Tätigkeit in Form von Ansprechpartner für seine praktische Arbeit, aber auch Hilfestellung für seine Psyche,

    wie auch für seine Seele.

    Nimmt er auch diese diversen Hilfen in Anspruch?


    Der Grundsatz sollte sein, Ansprechpartner ja, Verantwortung für das "Leben" in jeglicher Form seines Partners zu übernehmen,

    solltest Du, auch und gerade wegen der Doppelbelastung nicht übernehmen,


    Ich würde mich über weitere Zeilen freuen.



    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • Hallo Patrick,


    wir sind 29 und 30 und seit rund einem Jahr ein Paar. :)

    Natürlich kennt er die Situation auch, da er in seinen 11 Jahren bei der Army eigentlich auch jedes Jahr rund 50% der Zeit im Auslandseinsatz war: mehrfach schon Iraq und Afghanistan.

    Bei seinem jetzigen Einsatz ist es so, dass er 4 Monate am Stück arbeitet, 12h 7 Tage die Woche. Dadurch steigt die Belastung und das Stresslevel umso mehr.
    Er kennt natürlich die grundsätzliche Belastung und seine Pflichten, sich und seinen Angehörigen gegenüber und war bisher auch sehr aufmerksam was das betrifft.
    Dadurch, dass er aktuell aber so unfassbar viel zu tun hat in seiner neuen Position, dass er kaum dazu kommt sich zu melden und abends dann kein Wifi mehr ist, stresst er sich selber damit nur umso mehr, weil er das Gefühl hat mir nicht gerecht zu werden und den Bezug zu mir zu verlieren. Und fühlt sich so, als sei er völlig von der Außenwelt abgeschottet.
    Er ist generell jemand, der sehr ungern uber seine Gefühle spricht, sodass er keine Hilfe dort sucht. Man hat ihm sehr lange beigebracht, dass wenn er irgendwelche Probleme hat, dann ist das zwar nicht schön, aber, dass ist sein Ding. Dort heißt es eher “you gotta deal with it”.

    Normal redet er dann mit mir, aber gerade hab ich das Gefühl, dass er so sehr in einer Negativspirale steckt, dass ich gar nicht weiß was ich machen soll, weil er mich so wegstößt. Bzw es für ihn leichter ist, mich wegzustoßen anstatt sich mit der Situation auseinandersetzen, weil gerade alles zu viel ist.

    Ich hab halt Angst, dass seine Erfahrungen aus der Vergangenheit und weil es da nicht geklappt hat, er das gerade zu sehr in unsere Beziehung reinnimmt und anstelle zu erkennen das ich nicht so bin, er sich da völlig verkopft..

  • Hallo Steinchen,


    Du hast recht, mit 11 Jahren bei der Army kennt er Extremsituationen.

    4 Monaten Anwesenheit, am Stück vor Ort ist normal und sollte kein Problem darstellen.

    12 Stunden Arbeitszeit 7 Tage lang ist auch noch in Ordnung und machbar.

    So jetzt kommt die Thematik einer Ausgleichszeit, die ihm auch zusteht.

    In dieser Zeit sollte er zumindest versuchen einen Teil seines Stresses zu verarbeiten bzw. auszugleichen.

    Das Problem "WiFi am Abend" kann auch anders und zum Wohle einer Beziehung gelöst werden.

    Man sollte dieses Thema auch lösen wollen.

    Wenn es auch evtl. nicht jeden Tag möglich ist, aber Lösungen bieten sich an.

    Problemen vor Ort lösen zu "wollen", scheinen "Männer" von heute keine positive Resonance von Kollegen,

    evtl. auch von Vorgesetzten zu erfahren.


    Die Gelegenheit gibt es sicher vor Ort, gerade auch wegen diesem enormen psychischen Druck, sich helfen zu lassen.

    Ob es von Kollegen als männlich, vorbildlich angesehen wird, ist absolut zweitrangig.


    Hier geht es um ihn, um Euch, um eure Beziehung.

    Das er mit einigen Situationen nicht fertig wird, zeigt seine Erinnerungen wie z.B: an seine ehemaligen Beziehungen.

    Diese Erinnerungen, sind präsent und definitiv nicht bearbeitet.

    Das nicht bearbeiten sichtlicher Schwierigkeiten ist weder "männlich", wünschenswert noch hilfreich.


    Viele Soldaten und gerade in jungen Jahren finden das annehmen von Hilfe in jeglicher Form "unmännlich"!


    Du, solltest dich etwas aus dieser Thematik rausnehmen.

    Mache ihm einmal klar, das Du nicht zu dieser Sorte Mensch gehörst der vor Schwierigkeiten und schon gar

    nicht vor selbstgemachten Schwierigkeiten davon läufst, Du aber auch nicht bereit bist dich immer selbst

    unter einen Zugzwang setzen zu lassen.

    Zeige ihm das Du anwesend bist, aber nicht bereit bist seine Gefühlswelt allein in Ordnung zu bringen.


    Die Verantwortung einer Aufarbeitung liegt bei Ihm.


    Jetzt noch eine Zeile zu dir.

    Hast Du die Möglichkeit gedanklich und auch persönlich deine Tage so zu gestalten, das Du mindestens etwas Abstand,

    oder eine Ablenkung erzielen kannst?

    Darf ich dich fragen, wie Du deine Tage gestaltest?


    Würde mich über weitere Infos freuen.




    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • Hallo Patrick,


    Wie gesagt unbekannt sind ihm solche Situationen klar nicht. Bzgl der Ausgleichszeit, naja die hat er, wenn er ein Monat zuhause um damit auf Leave ist. Ansonsten arbeitet er 4 Monate jeden Tag durch. 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr Schichtbeginn. 18.30 Uhr Feierabend. Essen. Schlafen. Mehr ist da kaum drin. Er ist abends eigentlich ins Gym gegangen, um über den Sport Stress abzubauen. Das ist jetzt aber seit 6 Wochen aufgrund der Gefahrensituation geschlossen, „unnötiger“ Aufenthalt außen ab Dunkelheit verboten. Viele Möglichkeiten zum Ausgleich gibt es dann schon nicht mehr. Normal haben wir abends immer noch geschrieben oder telefonieren, aber das ist ja eben auch seit paar Wochen nicht mehr möglich. Weswegen er etwas unentspannt und zusätzlich gestresst ist.

    Ich bin mir sicher, dass er die Probleme durchaus lösen möchte, ich habe nur das Gefühl das er selbst gerade einfach gar nicht mehr weiß wie wo was warum. Falls du weißt was ich meine. Man kennt es selbst ja auch, manchmal ist einfach alles zu viel und man weiß gar nicht wie man anfangen soll, weil man sich so überfordert fühlt.
    Gepaart mit der ganzen Situation dort und alles, wird es dann nur schlimmer.
    Was andere von ihm denken oder Ähnliches spielt da tatsächlich eher keine Rolle, da stand er schon immer drüber, mit nicht „uncool“ sein wollen, hat es nichts zu tun.


    Ich denke eben auch, dass vielmehr die alten Beziehungen eine erhebliche Rolle spielen. Die Sache ist, wie schaff ich ihm das auf eine liebevolle Art nachzulegen, dass es wichtig ist zu verstehen, dass ich nicht sie bin und ich nicht wegrenne, nur weil es gerade mal schwierig ist.
    Denn wenn ich das sage, bekomme ich oftmals sowas wie „I’ve heard it all before, and look what happened“ zu hören. Und ich verstehe seine Angst und hab Verständnis und Geduld dafür.
    Aber wie kann ich ihm helfen, aus diesem falschen „Denkmuster“ rauszukommen?

    Natürlich ist es seine Aufgabe, sich selbst zu helfen und mit sich auseinanderzusetzen. Weil er aber so verkopft ist, fällt es ihm schwer in solchen Momenten andere Blickwinkel versuchen anzunehmen, weil er sich so auf das Negative irgendwo versteift.

    Und da möchte ich ihm irgendwie helfen, nur wie? Wie mach ihm ihm das klar, dass er das auch begreift?


    Und zu mir, ja klar. Ich studieren und arbeite, mach viel Sport und Treff mich mit Freunden. Meinen Ausgleich bekomme ich, das ist kein Problem. Nichtsdestotrotz beschäftigt es mich natürlich arg, weil ich mir um ihn Sorgen mache.


    Liebe Grüße :)


  • Hallo Steinchen,


    vielen Dank für deine offene Zeilen.


    Es ist gut das Du es schaffst, trotz all diese Belastung, zum größten Teil sich selbst sein zu dürfen

    Klar ist, das so ein "Job" zu jeder Zeit und in jeder Situation Stress bedeutet.

    Abschalten, Ignorieren ist sicher alles andere wie einfach.


    Darf ich dich fragen, wie dein Partner war, bei euren Begegnungen, bei euerm kennen lernen?


    Ist seine momentane "Verfassung" schon im negativen Bereich einzustufen oder könnte es

    in einer Skala dem "Egal" - Status zugeordnet werden?


    Die wenige Zeit, die seltene Gespräche, die ihr beide "miteinander" verbringt, sollte solche

    Themen wie z.B: sein "Vorleben" ausgeklammert werden.

    Könntest Du dir vorstelle diese Gespräche, seine Aufmerksamkeit, seine Gedanken auf positive

    Erinnerungen jeglicher Erlebnisse zu lenken?

    Und somit lenkst Du auch seine Gedanken auf dein Wesen, deine Art, dein Erscheinungsbild.

    Eben auch auf die Unterschiede zu seinen ehemaligen.


    Das wiederum benötigt Zeit.


    Ein Spruch von Konfuzius lautet:

    >>Sei dazu entschlossen, und die Sache ist getan <<


    Freue mich auf weitere Zeilen.



    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)

  • Hallo :)


    als wir uns kennengelernt haben, hatte er gerade noch ziemlich mit der Trennung von seiner Exfreundin zu tun, was sich im übrigens bis heute zieht, weil sie in Amerika lebt und sich weigert uns seine Sachen zu schicken, weswegen wir im Mai jetzt selbst hinfliegen und diese holen. Noch so ein unnötiger Stressfaktor. Sie hat ihm damals betrogen und vor Weihnachten diesen Kerl auch geheiratet. Kann aber irgendwo nicht lassen, den Kontakt zu meinem Partner zu suchen und ihm immer wieder Stress zu machen. Richtig anstrengend diese Dame um ehrlich zu sein...

    Zu seiner Verfassung. Also hess. war er in einer guten, ich habe ihm sehr viel Lebensgefühl wieder gegeben und wir haben immer eine tolle Zeit gehabt, sehr viel gelacht und er war sehr glücklich und meinte, es ist schön, dass er einfach er selbst sein kann.
    Die Situation bzw Verfassung jetzt und wie ich es einstufen würde..hm.. wenn 0 egal und -10 absolute Katastrophe wäre, dann würde ich vielleicht so -3/-4 sagen.. weil es ihn aktuell glaub ich schon sehr arg belastet alles und es noch nie vorher so lang angedauert hat, dass er sich wieder „einkriegt“ und beruhigt hat. Wenn er mal einen kleinen melt down hatte, dann war es eher eine Diskussion am Abend, er war wütend und am nächsten Tag hat er sich entschuldigt und gesagt, dass er sehr schätzt wie geduldig ich mit ihm bin und seine mood swings mitmache.
    Jetzt ist es fast eine Woche. Wobei er die letzten Tage morgens guten Morgen geschrieben hat, einmal nach meinem Tag gefragt oder mir viel Erfolg für die Prüfung gewünscht. Heute früh hatte er sogar wieder „babe/boo“ geschrieben und fassbar mir jetzt am liebsten eine dicke Umarmung geben wollen würde, weil ich gestern eine ziemlich starke Migräneattacke hatte.
    Ich hab mir ihm heute früh deinen Rat mit den positiven Erinnerungen/Gedanken zu Herzen genommen und hab ihm erzählt, wo ich gern mit ihm hinfahren möchte, um dort sowas ähnliches wie auf einem unserer Städtetrips zu machen. Da haben wir uns mal durch alle lokalen Biersorten durchprobiert, was riesig viel Spaß war. Fand er eine gute Idee und meinte, dass das bestimmt Spaß machen wird. :)

    Denke, der heutige Tag kann also als einer in die positive Richtung gehend eingestuft werden.


    LG

  • Hallo Steinchen,


    entschuldige BITTE meine verspätete Antwort.


    Sehe diese Sache, diesen Sachverhalt doch einfach einmal nüchtern.

    a. Seine Ex - Freundin hat ihn also betrogen

    b. Sie hat diesen Typen geheiratet. - Punkt -

    -- Gratulation den beiden --

    c. Sie gibt ihrem Ex - Lebensabschnittsgefährten seine Sachen nicht.

    d. Kontakt besteht zeitweise , hergestellt seitens dieser freundliche Dame


    Da entsteht doch Vergnügen!


    Sehe es doch einmal positiv!

    Dann kommt Freude, da kommt doch Spaß pur auf!


    Sie heiratete einen Gleichgesinnten und kann doch ihren Ex - Freund nicht los lassen.

    Was sagt dir das?


    Seine Sachen holen?

    Zum einen müsste schon etwas Wertvolles bzw. interessantes dabei sein, um diese Geschichte auf sich zu nehmen

    und zum zweiten, wieso unnötiger Stressfaktor?

    Sehe es positiv!

    Auch hier könnt ihr nur gewinnen.

    Also, viel Vergnügen!


    Die mentale Stresssituation für ihn und das in dieser Situation, vor Ort, durchgängig und ohne die nötige Zeit einer

    Verarbeitung, ist der momentane Zustand begründet und erklärbar.

    Du hast die Möglichkeit, die Chance durch deine positive Art, ihm etwas Druck zu nehmen.


    Durch deine geschriebenen Zeilen, ist mir nicht wirklich klar, ob die Geschichte mit seiner Ex bei ihm auch noch eine Rolle spielt!

    Bist Du sicher das er diese Thematik verarbeiten konnte?


    Kräfte sammeln und zur innere Stärke zurück zu finden, kann man sich mental antrainieren.


    Solltest Du merken, das dir einige "Unternehmungen" schwer fallen, versuche dich an Themen positiv zu erinnern

    als wenn Du diese gerad erleben durftest.

    Du wirst merklich spüren, das Gefühle wie Spaß, Freude, eine gewisse Leichtigkeit in dir breit machen.


    Also, ich gratuliere dir zu deiner Begabung, Dinge positiv zu lenken.



    Freue mich auf weitere Post.



    Liebe Grüße - Patrick

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.(Buddha)