Perspektivlosigkeit

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  • Ich habe in meinem Leben einen Punkt erreicht an dem ich einfach nicht mehr weiter komme. Seit dem ich aus der Schule draußen bin, habe ich überwiegend Misserfolge erlebt. Es fing schon damit an dass ich mit 17 Jahren die erste Ausbildung angefangen und diese nach 6 Monaten abgebrochen habe. Danach hab ich erstmal 2 Jahre nichts gemacht, weil ich nicht wusste wohin. Mit 19 habe ich die 2. Ausbildung angefangen und natürlich aus diese, nach nur 6 Monaten abgebrochen. Es vergingen weitere 2 Jahre, in denen ich lediglich als Bedienung gejobt habe und meinen Mittleren Schulabschluss nachgeholt habe. (mit 21 Jahren)

    Es hat sich gut angefühlt mal nicht zu scheitern und etwas tatsächlich zu schaffen. Nach 2 weiteren Jahren fing dann die 3. Ausbildung an. (mit 23 Jahren)

    Und natürlich habe ich auch diese Ausbildung abgebrochen, weil sie mir nicht gefallen hatte und ich mit dem Unterricht auch überhaupt nicht zurecht kam, also so ziemlich die gleichen Gründe wie bei den vorherigen Ausbildungen. Mittlerweile bin ich 24 (werde in ein paar Monaten 25), habe keine Arbeit, geschweige denn einen Plan, wie es weiter gehen soll. Meine Familie habe ich mit dem ganzen auch immer wieder auf's Neue enttäuscht und mich selbst immer weiter in den Selbsthass getrieben. Das Einzigste was mich im Moment "am Leben hält" und mich überhaupt dazu bringt aus dem Bett zu kommen, ist meine Vorliebe für Kraftsport/Fitness. Meiner Meinung nach das Einzige was bei mir gut läuft und bei dem ich mir nicht vorkomme wie der letzte Versager. Aber "berufstechnisch" steh ich in einer Sackgasse, aus der ich von alleine nicht herauskomme. In letzter Zeit machen sich auch immer öfter depressive Gedankengänge bei mir breit, man bekommt dieses Gefühl dass in der Gesellschaft einfach kein Platz für einen ist, dass man nirgendwo hingehört. Es ist ja auch nicht so dass ich mein Werdegang einfach so hinnehmen möchte. Ich versuche ja trotzdem immer wieder etwas dagegen zu unternehmen. Ich hatte erst diese Woche an einem beruflichen Einstellungstest teilgenommen, für den ich mich auch fast 6 Monate vorher vorbereitet hatte, aber natürlich wurde mir auch da wieder klar gemacht, dass hier kein Platz für mich ist, natürlich...

    Ich hoffe wirklich dass mir hier jemand helfen kann, denn ich weiß langsam nicht mehr weiter.

    MFG Nikolaj

  • ist meine Vorliebe für Kraftsport/Fitness.

    Hi, ich habe gerade keine Zeit, aber eine Frage muss ich jetzt stellen: warum kannst du dein Hobby nicht zum Beruf machen? Du könntest im Fitnesstudio arbeiten oder als Personal Trainer. Auch dafür gibt es bestimmt Kurse oder Ausbildung. Die Arbeitsagentur hilft dir.

    Was waren die Ausbildungen, die du abgebrochen hast?

  • Hatte ich mir bereits öfter's überlegt, aber bin mir dessen noch unsicher, obwohl ich sehr gerne trainiere und mich sonst auch mit dem Thema Ernährung sehr gut identifizieren kann, würde ich lieber etwas anderes als Beruf ausüben. Man verdient nunmal als einfacher Trainer nicht viel und eine Ausbildung zum Sport und Fitnesskaufmann würde für mich auch nicht in Frage kommen , weil ich mich mit dem wirtschaftlichen Teil kaum identifizieren kann.

    Nun zu deiner Frage welche Ausbildungen ich vorher ausgeübt hatte.

    Direkt nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker angefangen und auch nach kurzer Zeit abgebrochen . Wobei ich sagen muss dass ich diese Ausbildung ohne Bedacht gewählt hatte, so nach dem Motto, "besser als nichts". Die nächste Ausbildung war zum Sozialpfleger, welche ich zwar mit mehr Bedacht gewählt hatte, aber trotzdem nicht "das Wahre" für mich war.

    Die Letzte Ausbildung die ich angefangen hatte war zum Physiotherapeuten. An der ich aber auch gescheitert bin. Ich kam mit dem Unterrichtsstoff einfach nicht klar (Menschl. Anatomie ect) , weshalb ich auch meine Bedenken hätte etwas in die Richtung Fitnesstrainer zu starten.

    Ich hoffe ich konnte dir deine Frage hiermit beantworten.

  • Du du solltest also nicht nochmal unüberlegt etwas anfangen. Wenn du weißt, dass du vor manchen Fächern Respekt hast, solltest du dir die Lehrbücher zuerst angucken. Und Aufgeben ist jetzt keine Option mehr. Manchmal muss man alles geben und es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für dich. Natürlich schaffst du es mit der nötigen Motivation. Ich würde dir ernsthaft empfehlen zum Psychologen zu gehen und darüber offen zu sprechen.. und ausdrücklich nach Antidepressiva zu fragen. Es gibt Mittel die keine bzw. kaum Nebenwirkungen haben, die aber garantiert helfen würden, eine Ausbildung durchzuhalten.

    Es gibt bestimmt auch Foren, wo du dich über Ausbildungsmöglichkeiten austauschen kannst.

    Außerdem staatliche Beratungsstellen und die Arbeitsagentur. Außerdem schreib mit demselben Text auf gute Frage de, da kriegst du viele Antworten.

    Menschliche Anatomie ist keine Quantenmechanik, mit etwas Motivation wirst du sie beherrschen. Du musst am Anfang auch nicht viel verdienen, Hauptsache du hast eine Ausbildung abgeschlossen.

    Was außer Fitnesskaufmann käme noch in Betracht?

  • Wäre mir wirklich neu dass Psychopharmaka einem die Motivation ankurbelt. Und ich bin nicht der Meinung dass ich einen Sprung in der Schüssel hätte und ich mich deshalb mit Tabletten ruhig stellen müsste, nicht böse gemeint aber so leicht lass ich mich nicht auf Tabletten setzen und meine Psyche dadurch "kastrieren". Ich weiß, dass hier in Deutschland selbst einem Kind, was auch nur ansatzweise ein Aufmerksamkeitsdefizit aufweist, es sofort mit Medikamenten vollgepumpt wird.

    Als wären Pharmazeutika die Lösung für alles. Und von sowas, bin ich überhaupt kein Befürwörter. Ich bin lediglich faul und desinteressiert und nicht Verrückt oder selbstmordgefährdet. Vielleicht ist Anatomie ja für dich einfach , aber ich tue mich damit sehr schwer. Was mich aufjedenfall noch reizen würde, wäre eine Karriere bei der Polizei. Leider habe ich den Einstellungstest dazu nicht bestanden. Und irgendeine Ausbildung anzufangen will ich genauso wenig, zumal es sehr wahrscheinlich ist dass ich sehr schnell das Interesse daran verliere, zumindest wenn es etwas ist was mich überhaupt nicht interessiert.

  • Mir haben Antidepressiva sehr geholfen, du bist nicht high oder beruhigt, man ist nur entspannter und sieht die Zukunft positiv, ich hatte viel Kraft, Energie, Lust mich zu bewegen. Habe viel im Haushalt gemacht, der einzige Nachteil war, dass ich dauernd Appetit hatte, was bei meiner Figur tödlich ist.

    Ich will dich nicht ruhig stellen und behaupte nicht, dass du verrückt bist. Ich bin ebenfalls nicht verrückt. Ich möchte dir nur helfen.

    Du musst eine Ausbildung auswählen und dir vornehmen, dass du es ernsthaft durchziehst.

    Du bist kein Kind und Erwachsene machen manchmal auch Sachen, weil sie sie eben machen müssen.

    Und du brauchst eben eine Ausbildung, um auf dem Arbeitsmarkt überhaupt ernst genommen zu werden, später kannst du eine Fortbildung machen und Umschulung, aber zuerst brauchst du einen Abschluss.

    Und doch, menschliche Anatomie und generell Biologie ist etwas,,was jeder mit etwas Anstrengung lernen kann. Das meiste lernst du auswendig und das, was man verstehen musst, ich nicht so schwer, dass du es nicht schaffen könntest. Lernen ist eben mühsam. Zu jedem Thema findest du Filme bei YouTube.

    Du musst aufhören, dir Ausreden zu suchen, wenn du etwas erreichen willst. Es gibt Leute, welchen alles leicht fällt. Aber die meisten müssen sich etwas anstrengen.

  • Dass waren keine Ausreden. Ich habe wirklich im Unterricht nur Bahnhof verstanden und bin kaum mitgekommen. Die einzige von den 3 Ausbildungen die ich bereue abgebrochen zu haben, war die Ausbildung zum Sozialpfleger, wäre ich heute noch in der Ausbildung, hätte ich sie zu Ende gemacht. Dass ich die anderen beiden abgebrochen habe bereue ich kaum, zumal ich wirklich nichts verstanden habe und die Themen wirklich nichts für mich waren. Aber momentan fehlen mir einfach die Ideen. Und mit 3 abgebrochenen Ausbildungen im Lebenslauf, steht man auf dem Arbeitsmarkt ungefähr genau so gut da wie ein Sexualstraftäter. (So blöd sich dass auch anhört) Aber ich verstehe was du meinst. Mit Wissen lass ich mich nur schwer motivieren, dagegen mit Geld sieht es anders aus. Ich habe schon einiges an "Drecksarbeit" gemacht, solange der Preis stimmt. Nur habe ich das auch satt, weil dass alles Jobs ohne "Seele" und Verstand waren.^^

    Aber schön dass du mir einen Denkanstoß geben willst. Du weißt gar nicht wie oft ich diese Diskussion mit Freundin, Freunde und Familie hatte

  • Habe ich schon , die haben mir empfohlen zur Landes- oder Bundespolizei zu gehen.

    (laut meinen Interessen ect.)

    Ich war als angehender Sozialpfleger im ambulanten Dienst tätig, wir sind also von Haus zu Haus gefahren und haben die Leute zuhause gepflegt, haben Essen für sie zubereitet ect. War eine sehr schöne Erfahrung, so viele nette und dankbare Leute kennengelernt. :3 Ich weiß nicht ob ich diese Ausbildung wieder starten würde, zumal es nicht mal eine Ausbildungsvergütung geben würde.

  • Sie dauert sogar bloß 2 Jahre, aber wie gesagt,man verdient nichts. Der finanzielle Aspekt spielt für mich nunmal eine große Rolle. Ich hab zwar keine finanziellen Probleme, bin aber der Ansicht dass man nie zu viel Geld haben kann. ;)

  • Aber du willst eine Ausbildung haben, das ist wichtiger als Geld, das du in 24 Monaten verdienen würdest. Danach kannst du noch 40 Jahre lang Geld verdienen. Du hast sicherlich schon gemerkt, dass dich Geld alleine nicht glücklich machen wird. Manchmal muss man Entscheidung treffen und verzichten können.

  • Das ist eine Ansichtssache. Ich kann durch aus nur durch Geld glücklich werden. Ich habe nur die "Drecksarbeiten" satt, die zwar gut bezahlt sind, aber auf dauer meine Gesundheit beeinträchtigen.

  • es geht um dein Leben und deine Zukunft, deswegen musst DU kämpfen, du musst es solange versuchen, bis es klappt, nicht mehr aufgeben. Erkundige dich, ob du den Pfleger nochmal anfangen kannst. Arme Männer mit Beruf sind attraktiver als reiche ohne.

    Du bist jung und kannst es noch schaffen

  • Als Pfleger verdient man kaum was und in der Ausbildung überhaupt nichts. Ich weiß dass ich was machen muss , aber wenn ich wieder einfach irgendwas mache, werde ich bestimmt wieder aufhören. Es ist nunmal nicht leicht etwas für mich zu finden, was mir auch gefällt. Momentan würde für mich bloß Bundespolizei in Frage kommen. Wäre aber trotzdem gut, wenn ich noch weitere Optionen hätte, falls dass nicht klappt.

  • Danke für den Link, nur leider wird dass kaum was helfen. Ich war schon öfter auf ähnlichen Seiten, hat mir noch nie weiter geholfen. Und Koch würde schon gar nicht in Frage kommen. Aber lieb von dir dass du es versuchst ;). An mir sind schon so einige verzweifelt :3

  • du musst es selbst wollen, du muss wollen eine Sache zu Ende zu bringen, koste es was es wolle.

    Das ist etwas, worauf man später sehr stolz ist, dass man stark war, nicht aufgegeben hat.

    Du solltest was mit Sport machen, wenn du Fitnesstrainer bist, kannst du später Sportgeräte verkaufen, eigenes Studio eröffnen o.ä.