Schöne Wohnung nach Kurzschlußaktion

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  • Ich bin Single, hatte bisher nur kurze Liebschaften und gelegentlich auch ONS. Generell offen für vieles und auch leichtgläubig. Vor einiger Zeit habe ich mich in etwas reingeritten, was mir mehr und mehr Kummer bereitet. Ich hadere mit meiner Unvernunft und hoffe, daß ich ohne Blessuren rauskomme und meine Eltern niemals davon erfahren, wie dumm ich war/bin.


    Vor einem Jahr bin ich von der Provinz in die Großstadt gezogen, um zu studieren. Nach einem halben Jahr mußte ich aus WG raus die aufgelöst wurde. Das war kurz vor dem Corona Lockdown. Die Wohnungsnot war/ist hier so groß, sodaß ich mich nach einer Weile auch nach weniger seriösen Angeboten umgeschaut habe, ursprünglich wollte ich nur schauen was dahinter steckt. Leider habe ich dann in einer Torschlußpanik einen unmoralischen Deal geschlossen, wo ich nur Nebenkosten und Minimiete bezahle.


    An sich ist der Vermieter sehr sympathisch und zuvorkommend, aber er ist mit 51 Jahren mehr als doppelt so alt wie ich und kommt mich wöchentlich besuchen. Er ist top fit für sein Alter, auch gut aussehend, und im Bett ist er ausdauernd wie keiner den ich vorher hatte. Er besteht auf ungeschützten Sex, aber ich nehm die Pille. An sich ist der Sex mit ihm befriedigend, obwohl mir bewußt ist, daß ich damit meine Wohnungsmiete bezahle, es also technisch betrachtet ein Ausnutzen meines Körpers darstellt. Mein Vermieter ist außerdem verheiratet und hat eine Tochter in meinem Alter. Tja, also je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bemerke ich, in was für eine Situation ich mich da hinein bugsiert habe, vor allem moralisch betrachtet. Ich hätte mir vor einem Jahr nie träumen lassen, daß ich mich auf so etwas einlasse.


    Ich hoffe nur, daß meine Eltern, die zum Glück weiter weg wohnen und mich leider finanziell nicht unterstützen können, nie erfahren, daß ich gegen alle ihre Ratschläge gehandelt habe, mit denen sie mich erzogen haben. Ein gutes halbes Jahr noch, dann läuft der Mietvertrag aus, ich werde versuchen, wieder in eine WG unterzukommen. Ich frag mich, ob das andere junge Frauen auch so durchstehen würden und auch solche Scham hätten/haben, ihren Eltern auf keinen Fall davon erzählen würden.

  • Hallo Coleen,


    also ich weiß ja nicht ob du Ahnung von Vertragsrecht hast, aber sexuelle Gefälligkeiten können nicht Inhalt eines Mietvertrages sein. Das bedeutet, dass dein Vermieter da keinen Anspruch drauf haben kann. Von daher musst du keinen Mietvertrag erfüllen, weil er grundlegend nichtig ist. Ich gehe aber nicht davon aus, dass dies so explizit im Vertrag steht.


    Desweiteren sehe ich in deiner moralischen Klemme auch keine unlösbare Situation. Es mag ja sein, dass du dich unwohl fühlst. Allerdings hast du keine Situation geschaffen, die sich als unlösbar heraus stellt. Gleichfalls hast du aus der Not heraus agiert und es gehören zwei Leute zu der moralischen Angelegenheit. Du bist nicht für die Entscheidung eines 51-Jährigen verantwortlich, der so seine Frau betrügt. Ebenso würde ich es auch nicht als Ausnutzen deines Körpers bezeichnen, da du den Sex mit ihm als "befriedigend" definierst, also dementsprechend sogar positive Bilanz ziehst. Du hattest eine Wahl bei dieser nicht alltäglichen Abmachung. Das ist ein Unterschied!


    Lange Rede, kurzer Sinn, halte dich nicht mit moralischen Gesichtspunkten auf, die dich nichts angehen. Mach viel mehr etwas um dein Unwohlbefinden aufzulösen. Das bedeutet geh vorwärts. Rede mit deinem Vermieter und das ganz offen, dass du den Mietvertrag eher kündigen willst und mit der Situation nicht mehr klar kommst. Verträge basieren auf gegenseitiger Verhandlungsbasis und Festlegungen sind abänderbar. Dann fang an dir eine neue Bleibe zu suchen und zieh um.

  • Hallo Derran,


    Danke für deine Antwort. Deine Annahme ist natürlich richtig, es steht nirgends im Mietvertrag, würde nie gehen, aber es ist ein "side-deal" er gibt mir Geld in bar und ich bezahle ganz normal die Miete an ein Geschäftskonto.


    Natürlich habe ich diese Abmachung freiwillig gemacht. Ich habe auch schon mit ihm geredet und er hat gemeint, daß ich zu unserer Abmachung stehen sollte, weil er mich gern hat und bis jetzt alles prima gelaufen ist. Außerdem hab ich Möbel gekauft und entsprechend habe ich jetzt Schulden und habe mein Konto überzogen. Ich bin also auf das Geld von ihm angewiesen, nur mit Bafög komme ich nicht aus und während des Corona Lockdowns konnte ich kein Geld dazuverdienen. Mein Eltern können mir finanziell nicht helfen und ich denke sie würden es auch nicht. Anlügen indem ich Ausreden erfinde, mache ich nicht, und ihnen die Wahrheit sagen, in was ich mich reingeritten habe, mache ich definitiv nicht. Also muß ich noch durchhalten. Ich spar so viel wie es geht, um besser dazustehen und neue Lösungen zum Wohnen zu finden.


    Ich habe jetzt langsam wieder Hoffnung, daß sich alles zum Guten wendet, da sich mein Privatleben inkl. Sexleben normalisiert hat, seit der Lockdown vorbei ist. Ich gehe jetzt wieder aus, pflege meine Freundschaften und treffe auch manchmal wieder Männer. Während des Lockdowns war das schlimm - da habe ich nur von zuhause für mein Studium gelebt und für die Klausuren gelernt, die einzige Unterbrechung war durch meinen Vermieter gegeben, der immer mehr an Intensität wollte. Details kann und will ich nicht nennen, aber sagen wir mal so, er hat je länger unsere "Beziehung" geht, mir gegenüber mehr verlangt, damit meine ich, daß er nicht gerade Kuschelsex mit mir praktiziert hat, sondern das Gegenteil. Aber abseits davon ist er ein höflicher charmanter Mann.


    Die moralischen Überlegungen wurden halt mit der Zeit mehr, vor allem nachdem ich vor einiger Zeit seine Frau und seine Tochter zum ersten Mal gesehen habe, als ich bei ihm zuhause etwas abgeben mußte. Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich dran denke "wenn die wüßten"