Krank melden

Egal ob Du Liebeskummer, Beziehungsprobleme, Sorgen oder Probleme mit Freunden oder dem Beruf hast, hier bist Du genau richtig. Die Registrierung und Nutzung ist selbstverständlich kostenlos. Doch eines solltest Du vorher noch wissen, wir geben hier nur Tipps aus eigenen Erfahrungen und sind keine Fachleute!
  • Hallo,


    ich habe da mal eine Frage zum krank melden. Es geht nicht um einen richtig bezahlten Job.


    Man ruft an, sagt es geht einem nicht gut und dass man heute nicht kommt. Dan kommen dan von dem der es annimmt die Gegenfragen wie " so schlimm?" oder dan kommt auch die frage: "mmh, was machen wir den jetzt?"

    Oder "und sie meinen nicht, dass es hier besser wird?"


    Was antwortet man da rauf?


    Diese fragen, war jetzt nur ein Beispiel. Meist kommt da dan noch mehr, was das Gespräch in die länge zieht, ohne das da eine Einigung kommt.


    Liebe grüße

  • Ist es irgendwo geregelt, dass man sich einfach krank melden kann? Ist es eine Ausbildung.

    Grundsätzlich - laut Gesetz - braucht man nämlich ab dem 1. Tag ein ärztliches Attest. Alles andere ist vertragliche oder andere Art von Regelung, die abbedungen werden kann oder gar freiwillig gewährt wird.

    Wenn du solche Probleme hast, kannst du dich beraten lassen (Gewerkschaft, Fachanwalt für Arbeitsrecht).

    Oder geh am besten zum Arzt und lass dich krank schreiben, wenn es max. 1 Mal im Monat passiert, ist es machbar.

  • mh, ich war schon vorher beim Arzt und habe dan da angerufen. Als Antwort kam, dass sie es besser gefunden hätten, wenn ich vorher mit ihnen geredet hätte. Aber dan verläuft das Gespräch wie oben beschrieben.

    Ob da jetzt genau was geregelt ist, weiß ich jetzt selber auch nicht. Es ist keine Ausbildung, eher sowas wie eine Reha. Das letzte mal Krank war ich im Dezember.

  • wenn du krank bist, darfst du zum Arzt gehen, ohne jemanden um Erlaubnis zu bitten.

    Wenn es kein richtiges Arbeitsverhältnis ist: warum wollen sie,,dass du unbedingt- auch krank - kommst?


    wenn du dich unter Druck gesetzt oder genötigt fühlst, google kostenlose Rechstberatung in deiner Gegend. Es gibt gemeinnützige Organisationen, die das anbieten, oft aber auch die Stadt/Behörden für einkommensschwache Bürger. Ich würde auch bei der Krankenkasse nachfragen.

    Einmal editiert, zuletzt von tajt () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Berolina mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo Feder,


    wenn du von einem "richtigen, bezahlten Job" sprichst, gehe ich von einem steuerlich-einwandfreien Arbeitsverhältnis aus. Da gilt grundsätzlich, dass es genügt bei Krankmeldung das ärztliche Attest abzugeben. Theoretisch genügt es also vollkommen, wenn du in der vorgegebenen Frist, deinem Arbeitgeber jenes Attest zukommen lässt, bspw. per Post oder in den Briefkasten. Vorbeibringen ist auch eine Idee, wobei dabei nicht einmal du persönlich auftauchen musst. Wenn du krank bist, dann bist du krank. Da gibt es mit deinem Chef nichts zu diskutieren, abzusprechen oder vorher abzuklären! Es geht ihn nicht einmal was an! Für ihn ist maßgebend, befindet der Arzt, dass du arbeitsfähig bist, ja oder nein? Des weiteren ist dein Chef auch nicht in der Position die Diagnose eines Arztes in Frage zu stellen. Da gibt es ganz klare Richtlinien, die in diversen Gesetzen definiert sind. Das sind zum Beispiel Arbeitsrecht oder Kündigungsschutz, etc.pp.


    Ich an deiner Stelle würde mir mal eine andere Arbeitsstelle suchen, weil dein Arbeitgeber offenbar keine seriöse Vorgehensweise an den Tag legt oder kurz gesagt, er ist ein Arschloch. Wenn ich sowas lese rollen sich mir die Fußnägel hoch! Dieses langziehen des Gespräches hat doch nur den Sinn, dich zu "überreden" doch noch arbeiten zu kommen, damit er dir deine Ausfallstunden nicht bezahlen muss. Krankheitstage sind nämlich für deinen Arbeitgeber erstmal Mehraufwand. Sinngemäß muss er dir Arbeitsstunden bezahlen in denen du aber keine Arbeitsleistung erbringst und andere müssen deine Arbeitsleistung erbringen, die auch noch bezahlt werden müssen. Du kannst dir also vorstellen, dass da für jeden Flipchartkapitalisten, mit Gierverlangen und Eurozeichen in den Augen, wie dein Subjekt das offenbar ist, eine kleine Welt zusammenbricht. Von daher geht es nur um ihn.


    Also, lass dich bitte nicht unterkriegen. Kenne deine Rechte und lass dich nicht zum Narren halten!

  • Ich habe es so verstanden, dass es um eine telefonische Krankmeldung ohne Attest geht.

    Wenn du ein Attest hast, dann muss du nicht diskutieren. Dein Arbeitgeber muss nicht einmal erfahren, was dir fehlt.

    Das ist mir schon bewusst. Da liegt ja auch der Hase im Pfeffer nicht "herunter gehandelt" zu werden. Klar kann man aus Pflichtbewusstsein vorher anrufen und sagen, dass man zum Arzt geht. Sich aber weich klopfen zu lassen und zu irgendwelchen mündlich abgesprochenen Aktionen hinreißen zu lassen, die dann sämtlicher Sinnhaftigkeit entbehren, ist nicht zielführend! Man muss bei allen Vertragsdingen immer tunlichst dafür Sorgen, dass nachweisliche Fakten geschaffen werden. Ein Krankenschein ist so ein Fakt, den ein Arbeitgeber zu akzeptieren hat.


    Man sollte nämlich auch mal die andere Seite sehen. Im Arbeitsrecht sind nicht nur Rechte des Arbeitnehmers definiert, sondern auch Pflichten. Gleiches gilt für den Arbeitgeber. Angenommen man lässt sich jetzt breitschlagen und geht fein krank auf Arbeit ohne irgendwas Schriftliches zu haben? Das Problem mit dem Coronavirus ignorieren wir mal vollends, sonst wird es noch haarsträubender. Schon allein, weil man wider besseren Wissens hin geht nimmt man Gefahren in Kauf, man könnte bei besonderer Gemeinheit sogar Fahrlässigkeit unterstellen. Das geht schon bei dem Weg zur Arbeit los. Fahr mal mit 40 Grad Fieber Auto und versuche konzentriert zu bleiben? Ich traue mir das nicht zu und wenn ich krank bin riskiere ich auch nicht das Leben anderer. Weiter, angenommen, du bist krank auf der Arbeit. Fahre mal mit 40 Grad Fieber 8 Stunden Stapler, arbeite am Fließband in der Schicht, sei Frisöse oder räume Regale ein. Du merkst schon auf was ich hinaus will. Die Unfallgefahr steigt erheblich. Glaubst du, dass nimmt dir irgendeine Versicherung ab, wenn mal ein Schadensfall eintritt? Wohl kaum! Die Berufsgenossenschaft steigt gleich aus. Die argumentieren dann, wärst mal lieber zum Arzt gegangen. Andere drehen dir noch einen Strick draus, dass du Schadensersatz zu leisten hast, besonders dann wenn Sachschaden oder gar Personenschaden eintritt. Genauso wie sich der Arbeitgeber so mühelos rauswinden kann. Du siehst also, das ist im Grunde mega dumm sowas zu machen.

  • Hallo Feder,


    für eine korrekte Antwort wäre es angebracht zu erfahren wo Du Dich krank melden willst.

    "Es ist kein Job, eher eine Reha..."????


    Ohne weiter ins Detail zu gehen, eine Reha ist eine medizinische Dienstleistung, welche für Dich erbracht wird.

    Dort muss man sich nicht Krank melden. Die wissen, dass Du etwas hast. Sonst wärst Du ja nicht dort.

    Und wenn du einen Reha Termin nicht wahr nehmen kannst, weil es Dir durch irgendwas nicht möglich ist,

    sagst Du einfach Bescheid.


    (Allerdings sollte man in einer Reha wirklich versuchen alle Termine wahr zu nehmen.)

  • In einer Reha finde ich es legitim, nachzufragen, weil es zum Teil ja auch genau darum geht und eine gewisse Belastbarkeit ja trainiert werden soll.

    Eine Rehabilitation hat andere gesetzliche Bestimmungen als eine befristete Arbeitsunfähigkeit in Form eines Krankenscheines. Das ist etwas vollkommen anderes und ich denke hierum geht es auch nicht.

  • Hmm, aber Feder schreibt doch, es sei keine richtige Ausbildung sondern eher ne Reha. Ich arbeite in einer Einrichtung in der Jugendliche mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen ausgebildet werden. Und für mich klang es nach ner ähnlichen Geschichte.

  • hallo,

    tud mir leid, dass ich nicht mehr geantwortet habe.

    Zwischenzeitlich wurde ich natürlich wieder gesund. Immoment bin ich wieder krank. Das ist wohl echt das Wetter.

    Diesmal habe ich, mein Vater darum gebeten mich krank zu melden ( total peinlich, bin volljährig aber ich habe da echt kein Nerv, das wieder zu machen, noch hinzu wenn es einem nicht gut geht und man doch nur sich hinlegen weil :( )


    Wie es Nana schreibt ist es genau so eine Einrichtung.

    Nur ist es folgendes: ich bin die ganze Woche 5 Tage da, mache mit, bin Pünktlich. Und ich glaube das ist auch das Problem.

    Dadurch bekommen sie ein falsches Bild. Und wenn es einem mal nicht gut geht, was ja auch selten vorkommt, tun sie sich wohl schwer das zu akzeptieren.

    Finde es persönlich einfach nur verdammt unverschämt, aber so sind die Menschen wohl. Werde demnächst für meine Psyschiche Gesundheit auch kürzer treten. Dan wird da wohl wieder wieso, weshalb, warum und und und diskutiert, aber das ist mir nun auch egal.

    Schließlich geht es um sich selbst und nicht um die und ich will ja irgendwann auch im Job Fuß fassen. Das geht halt aber nur, wenn Gesund ist.

  • Aber geht es dann mit dem Fragen nicht darum, Dir zu helfen? Wir fragen dann auch nach und versuchen zu motivieren. Weil es leider, zum Beispiel bei Depressionen häufig (nicht immer) schlimmer werden kann, wenn man dem Impuls liegenzubleiben nachgibt. Daher macht es schon Sinn nachzufragen, deshalb bist Du ja auch in einer betreuenden Einrichtung. Wenn es wirklich nicht geht, gehts nicht und dann ist das ja auch okay. Aber abklären muss man das schon. Bei einer "normalen" Ausbildung gilt die Ausbildung halt einfach ab einer bestimmten Anzahl von in Fehltagen als nicht bestanden. Und genau das gilt es abzuwenden in solchen Einrichtungen. Oft wurd ja auch darauf eigegangen, wenn es nachvollziehbare Gründe gibt. Bei uns wurde, zum Bsp. für einzelne Homeschooling auch ausserhalb der Lockdown-Zeiten eingerichtet wegen Sozialphobien, das geht nur, wenn man weiß warum jemand sich nicht im Stande fühlt zu kommen. Es ist also keine Frechheit sondern sogar die Aufgabe solcher Ausbildungsträger nachzufragen, wenn Du ausfällst.