Gedankenkreisen

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  • Hey, ich wollte einmal nachfragen, ob es euch manchmal ähnlich geht, wie mir.


    Ich mache mir wahnsinnig viele Gedanken zu allem möglichen. Am meisten nervt es mich an mir selbst, dass ich so viel Zeit damit verschwende darüber nachzudenken was andere von mir halten könnten. Was ich komisch finde, denn ich habe das weder in meiner Kindheit noch in meiner Teenagerzeit gehabt - mir war das immer recht pieps, was Leute von mir dachten manchmal fand ich es sogar gut, wenn andere redeten, weil ich gerne polarisiert habe. Das hat sich aber seit den letzten 1-2 Jahren richtig krass verändert. Ich zerbreche mir den Kopf über jede Konversation die ich mit Bekannten, Freunden, Fremden oder Familie hatte. Ob ich nett genug war, ob ich das Richtige gesagt habe, ob ich etwas vergessen habe oder anders machen hätte können. Gleiches gilt für Social Media, ich poste nicht übermäßig viel aber doch alle vier Wochen mal etwas. Ich poste weil ich diesen Austausch total mag, ich seh mir auch gern Neuigkeiten von anderen an. Gleichzeitig aber, denke ich sofort danach, ob ich es nicht doch besser sein lassen hätte sollen, was jetzt einige über das Bild denken, oder ob es wirklich gut genug ist. Auch, wenn ich bestimmte Themen supporte (Bands, Nachhaltigkeit, Anti-Rassismus, ... etc.) stehe ich einerseits voll dafür und möchte dies wirklich gerne teilen, andererseits mach ich mich angreifbar und habe gleichzeitig wieder Sorge, dass jemand die Augen verdrehen könnte. Aber auch in der Familie oder bei Freunden spiele ich alles immer wieder in meinem Kopf durch. Dabei ist es egal, ob überhaupt irgendeine negative Rückmeldung kam (eigentlich ist das sehr selten), aber ich selbst denke trotzdem darüber nach.


    Es macht mich manchmal echt traurig, dass ich so viel wertvolle Zeit verschwende mit dem Denken, aber es klappt anders einfach nicht.

    Kennt ihr das?


    Liebe Grüße allen!

  • so war ich, als ich noch jung war.

    Jetzt ist es mir egal, natürlich verhalte ich mich nett und bemühe mich um Menschen, die mir wichtig ist, aber die Kraft, darüber nachzudenken, was sich wer wann gedacht hat und wieso, habe ich nicht mehr.. Mir war nur wichtig,,was ein einziger Mensch über mich gedacht hat und dann macht und sagt man natürlich alles falsch. Er war der einzige, mit dem ich nicht locker reden konnte, oder scherzen und lachen. Und mir ist nie was Interessantes eingefallen.. Mit allen anderen, wo ich mir diese Gedanken nicht mache, habe ich gar keine Probleme und ich werde als angenehm und offen empfunden. Du siehst, wie wichtig es ist, unverkrampft und entspannt zu sein😂

    Nur mit diesem einen konnte ich nicht, weil ich eben Angst hatte, was er von mir halten würde🤷🏼‍♀️

    Also mach dir das Leben nicht schwer. Manche werden dich ohnehin doof finden, egal was du sagst, machst, postest. Und vor netten Leuten musst du nicht angeben, es ist immer besser natürlich rüber zu kommen.

  • Ich denke du hast kein Problem, weil ich aus eigener Erfahrung spreche. Es ist völlig normal, dass du dir Gedanken machst. Das ist der Fluch eines klugen Menschen. Du webst im Hirn Netze und dein Geist arbeitet, gleichzeitig liegt der Maßstab für dich hoch. Das unterscheidet dich vom Dummen, der nie drüber nachdenkt was er tut, sondern es einfach nur tut, gleichgültig wie gut oder schlecht das mögliche Ergebnis werden wird.