Wenn immer alles nur negativ ist

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  • .... momentan bin ich kurz davor die Krise zu bekommen,weil ich nicht mehr mit der Situation umgehen kann.
    Mein Partner (wir sind gut 20 Jahre zusammen) für ihn ist immer alles scheiße (darf ich das so schreiben ?) 24/7 ist das hier eine Laune/Stimmung,wo ich am liebsten weglaufen würde.

    Das geht ansich schon länger so. Aber die letzten 1-2 Jahre und gerad jetzt wo man eh ständig aufeinander hockt,ist es unerträglich geworden. Er war noch nie eine Frohnatur o.ä aber das schlägt jetzt wirklich alles.
    Ich hatte letzten Herbst so die leise Hoffnung es bessert sich. Er wechselte die Arbeitsstelle,da das alte recht einnehmend,stressig etc war. Und ich dachte wenn der Stress jetzt wegfällt,geht´s ein wenig Bergauf. Aber WEIT gefehlt. Es ist nur noch schlimmer geworden. Und inzwischen ertrag ich es wirklich nicht mehr.

    Kommunikation ist bei null angekommen. Ich bekomme nur noch "hmmm" zu hören,oder wenn es um unser Sexleben geht. Mehr nicht. Ist er doch mal in Plauderlaune darf ich mir anhören wie scheiße alles ist und wie beschissen etc.pp. Frag ich nicht nach wird mir Desinteresse unterstellt. Was aber nicht so ist. Ich kann nur dieses "alles mistig" dieses ständige schwarzsehen einfach nicht mehr hören.
    Ich habe ihm das vor einer Weile auch gesagt das ich das nicht mehr kann so wie es ist. Reaktion quasi null.

    Ansich bin ich ein optimistischer,fröhlicher Mensch. Mir reichen Kleinigkeiten um zufrieden zu sein,lass mich selten stressen und bin eigentlich recht ausgeglichen. Eigentlich. Inzwischen bin ich chronisch genervt und super schlecht gelaunt,mies drauf und wenn ich mir vor Augen führe das sich warscheinlich nix an dieser Situation ändert,bekomm ich zuviel.
    Gern nutze ich auch den Garten als Ausgleich,um den Kopf frei zu bekommen. Danach geht es mir für gewöhnlich besser. Aber das hilft momentan auch nichts mehr. Sobald ich reingehe und von dieser Welle an Laune erschlagen werde,ist die geholte Entspannung,bessere Laune,wubs weg.

    Nach dem letzten extremen Anflug von "alles scheiße,ich bunker mich in meinem Zimmer ein" gestern bin ich komplett auf Distanz gegangen. Einfach um zu versuchen das abzuschütteln,für mich zurecht zu bekommen das es wieder so ist immer,wenn nicht noch schlimmer. Ich kann nicht immer alles zulassen,da bekomm ich zuviel. Nur gelingt mir es nicht mehr diesen Schwall an Negativität abzuschütteln bzw. so in Schach zu halten das es mich nicht beeinflusst.
    Sonst hat man ja nicht 24/7 aufeinander gehockt,da war es einfacher mit so einer Situation umzugehen. Man hatte mal etwas "Erholung" konnte durchatmen,hatte Luft. Aber jetzt ...

    Er hat vor JAHREN gesagt er macht eine Therapie. Passiert ist nichts.

    Find die Situation inzwischen extremst belastend. Er reden für gewöhnlich null mit mir. Mit allen anderen kann er reden,mit mir offensichtlich nicht. Ich hab so oft versucht mal eine entspanntere Situation zu schaffen,das man mal zusammen draußen was macht,im Anregung für Aktivitäten zu geben o.ä aber das kommt leider auch überhaupt nicht an. Alles wird mit irgendwelchen Argumenten abgeschmettert. Oder mal minimum mit in den Garten kommt um selber den Kopf vllt etwas freier zu bekommen,frische Luft etc. Ne,nix.

    Gestern war ich so ziemlich kurz davor meine Klotten zu packen und abzuhauen,weil ich´s einfach unerträglich finde.

    Sorry für´s ausheulen. Aber irgendwie musste das mal raus wo ich sonst nicht großartig jemanden zum reden hab. Kaffee mit meiner Mama fällt momentan leider flach ... das hat mir sonst so manches Mal den Tag gerettet.

  • vielleicht eine gemeinsame Therapie, eine Paartherapie? Deinem Partner würden sicherlich Antidepressiva helfen.

    Ansonsten könntest du ihm sagen, dass es dich so belastet, dass du es nicht mehr lange mitmachen kannst, vielleicht kommt er auf die Idee, dass du gehen könntest.

  • Ich hab dies bereits mehrfach getan. Also das ihm sagen. Sowohl mündlich als auch schriftlich. Angekommen scheint das nicht wirklich.
    Manchmal ist es ja so das es einem leichter fällt Dinge schriftlich zu äussern. Geht zumindest mir so. Ist bedachter,man kann sich Zeit nehmen,drückt sich vllt weniger missverständlicher aus etc. Sei es per Mail oder auch,wir hatten ein kleines Büchlein wo wir uns zwischendrin mal geschrieben haben. Egal ob jetzt sowas bzw. was ernsteres oder eben zwischendrin einfach mal so als kleine Aufmerksamkeit,weil man gerad an den anderen dachte.

    Paartherapie ... hmm das haben wir in der Tat noch nicht probiert :) Unabhängig voneinander ja. Mir hat´s auch sehr geholfen.
    Vor 5 Jahren ging es mir sehr schlecht,sowohl körperlich als auch psychisch. Ich hab quasi 24h Panikattacken gehabt,war so auch überhaupt nicht mehr ich selber,war körperlich völlig am Ende (wog auch nur noch knapp über 40kg) Auslöser war eine nicht erkannte Zöliakie.
    Ich bekam ein starkes AD verschrieben. Statt das zu nehmen suchte ich mir anderweitig Hilfe,was zum Glück auch gut klappte und mir sehr gut tat,so das ich die AD nicht brauchte,plus die Einhaltung der glutenfreien Diät tat ihr übriges.
    Das alles hatte sich Monate zuvor langsam angeschlichen .. ich hab es nur falsch gedeutet da wir über Monate Umzugs/Renovierungsstress hatten. Da hab ich´s darauf geschoben das es mir nicht immer sooo dolle ging.

    Er hat wohl auch mal für sich einen Therapeuten gesucht und wahrgenommen,allerdings mehr halbherzig und fand das nicht toll. Ich hatte das Gefühl das es hilft. Jedenfalls wirkte er auf mich zugänglicher,nicht mehr ganz so negativ etc. Er meinte auch bereits vor 5-6 Jahren das er da noch mal etwas machen bzw. sich suchen möchte,aber tun tut sich nix. Wobei er inzwischen selber Panikattacken hat zwischendrin. Zumindest sagt er das. Vorwiegend beim Autofahren.
    Glaube ADs hatte er nie genommen. BIn mir jetzt aber ehrlich gesagt nicht ganz sicher.



  • auch,wir hatten ein kleines Büchlein wo wir uns zwischendrin mal geschrieben haben. Egal ob jetzt sowas bzw. was ernsteres oder eben zwischendrin einfach mal so als kleine Aufmerksamkeit,weil man gerad an den anderen dachte.

    Oh, das ist wirklich schön, wann hast du es zuletzt gemacht?

    Panikattacken beim Autofahren? Ist er denn überhaupt so fahrtüchtig?

    AD könnten ihm helfen, das kann man nur erfahren durch Ausprobieren, es ist nun mal so,,dass manchmal die Chemie gestört ist und ein chemisches Ungleichgewicht, einen Mangel an bestimmten Stoffen kann man nicht wirklich mit Gesprächstherapie beseitigen..

  • Da fragst du mich was :) Ich weiß es nicht wann wir das letzte Mal das Buch in Gebrauch hatten. Also es ist schon einiges her. Ist eigentlich sehr schade drum. Dachte es kann manchmal hilfreich sein (und war es auch irgendwie) aber wie so vieles verlief es im Sand -.-

    Naja,er "muss" sagen wir mal so. Wenn nicht gerade Homeoffice wäre,müsste er ja auch zur Arbeitsstelle fahren. Ist zwar jetzt nicht mehr so weit wie vorher,sondern nur im Nachbarort. Aber eine kleine Strecke ist es trotzdem. Er meidet div Strecken auch seit längerem. Autobahn z.b fährt er schon länger nicht. Das geht jetzt wie gesagt 5 Jahre etwa. Richtig naja "aufgefallen" ist es als wir umgezogen sind. Da sollte/wollte/musste er eigentlich Umzugskartons hier hin fahren. Die blieben dann allerdings stehen weil er meinte er kann die Strecke nicht fahren.
    Damals sagte er mehrfach das er in jedem Fall eine Therapie machen wird. Dabei ist es dann aber auch geblieben -.-
    Zur Zeit fällt es halt nicht ins Gewicht,da man halt nirgends hin fährt. Mini-Ausflug zum Supermarkt und das war´s auch eigentlich und der ist um´s Eck quasi.

    Das stimmt,da geb ich dir recht. Bei ihm kommt denke ich ggf. beides zusammen. Stress und eben vllt ein Ungleichgewicht. Aber wie gesagt,er erzählt immer nur das er Dinge tut und am Ende bleibt´s dabei.
    Kenne Panikattacken aus eigener Erfahrung. Von daher weiß ich wie blöde das ist und ich bin die letzte die dafür kein Verständnis hat.
    Ich hab selber lange bzw. immer Mal wieder nach Bedarf Therapiemaßnahmen gemacht. U.a um auch selber ein Trauma in Schach zu halten. Die letzte vor vier Jahren,nachdem es mir selber gesundheitlich so katastrophal ging. Es hat immer gut getan und geholfen.

  • Manchmal braucht man nur ein wenig Hilfe, einen Anstoß, um etwas zu ändern.

    Ein gut geschriebenes Buch kann helfen, eigentlich halte ich nicht viel von Ratgebern, zumindest habe ich in der Vergangenheit keine gelesen. Durch eine Krise in den letzten zwei Jahren war mir aber jedes Mittel recht und ich habe mir ein paar Bücher zum Thema Hirnforschung besorgt, Geschrieben von Neurowissenschaftlern, ich habe sie nicht durchgelesen, aber auf jeden Fall drin gelesen und ein paar neue Erkenntnisse dazu gewonnen.

    Manche sind recht schwer geschrieben, aber es gibt auch populärwissenschaftliche Titel, die auch für Laien einfach zu lesen sind.

    Letzte Woche war ich in einer Bahnhofsbuchhandlung (ein Glück, dass man die einfach so betreten kann), die haben jede Menge Ratgeber zu allen Themen, ich mache mir oft Fotos von Büchern, um nicht gleich alles zu kaufen, vielleicht wäre es etwas für deinen Mann:

  • Ich würde die Sache etwas differenzierter betrachten und mal einen Einwurf bringen, den du vielleicht noch nicht bedacht hast.


    Es ist nun einmal so, dass Menschen unterschiedlich mit Problemen umgehen. Das geht schon damit los, ob sie entscheiden zu schweigen oder eben ihr Befinden und Erlebtes teilen. Oftmals ist es auch gar nicht notwendig, überhaupt darauf zu antworten. Genau dies denke ich nämlich hier auch. Dein Mann betreibt Psychohygiene, weil er niemanden hat, den sein Befinden interessiert, außer dich.


    Weiterhin solltest du auch nicht schwarz und weiß malen. Nur weil ein sogenannter "Nörgler" ist, heißt das nicht, dass er nicht auch Dinge schön und für positiv befindet. Er zeigt es dir eben nicht so. Deswegen gehst du in der falschen Annahme, dass er alles schlecht sieht. Dir geht das auf die Nerven und dein Text zeigt mir auch, dass du ihn nicht verstehst. Die Folge ist, dass ihr beiden aneinander vorbei redet. Ihr seid in unterschiedlichen Welten.


    Nun, ein einfaches Mittel ist bewusst auf seine Kommunikation zu achten. Nicht falsch verstehen, es geht in diesem Ansatz nicht darum zu Manipulieren. Manipulation wird allgemein als sehr negativ aufgefasst, weil es eben bedeutet, den anderen zu steuern und das sanft, obgleich er dem gar nicht zustimmt. Wir sprechen hier aber von einer positiven Einflussnahme. Okay? Also bitte nicht falsch verstehen. Der Lösungsansatz ist wie du mit ihm kommunizierst. Es ist wichtig, dass du deine Formulierungen gezielter einsetzt. Wenn du ihn dazu bringen möchtest, dass er etwas Positives sagt, dann musst du ihm auch nach etwas Positivem fragen. "Wie war dein Tag?" Ist ein gutes Beispiel. Die Frage ist neutral und nicht definiert. Da er negativ ist wird er zu einem "Geht so" oder "Anstrengend tendieren", vielleicht war der Ärger auch so groß, dass er gleich "Beschissen" und dann mit seiner negativen Story herauspoltert. Dann bist du im alten Muster. Wenn du aber jetzt fragst "Was hast du denn heute Schönes erlebt?" dann beinhaltet die Frage etwas Positives und er muss seine Aussage überdenken. Das führt dazu, dass er dir eine gemäßigtere, weniger negative Antwort liefern wird.


    Weiterhin solltest du beachten das Kommunikation nicht nur aus Worten besteht. Körperhaltung, Stimmtonalität, Mimik, Gestik, das spielt alles mit hinein. Dies bezeichnet man auch als nonverbale Kommunikation. Wenn du mit ihm sprichst, dann sollte deine Haltung ihm gegenüber positiv gestimmt sein. Er merkt nämlich was mit dir ist und er weiß auch, dass du von ihm genervt bist und ein Gespräch mit ihm, bzw. ein Zusammensein als anstrengend und damit als negativ befindest.


    Noch ein Ansatz ist das Umfeld. Wohlbefinden steigert und mindert sich mit der Umgebung und den Umgebungsgeräuschen eines Menschen. Wenn zum Beispiel die Wohnung aufgeräumt ist, dann fühlt man sich darin wohler, als wäre es ein Saustall. Gleiches gilt für Freizeitaktivität. Genießt die schönen Sachen. Das geht auf Grund von Corona vielleicht nicht mit allen vollumfänglichen Möglichkeiten, aber ist dennoch möglich.


    Gleichfalls könntest du auch versuchen ihm eine Freude zu machen. Ich meine du hast vor 20 Jahren diesen Mann einmal für attraktiv befunden. Was war denn damals anders als heute? Da sind Ansätze, versucht einfach ein bisschen bewusster zu werden.

  • So rum hab ich auch schon mal drüber nachgedacht,ob ich vllt die falschen Signale sende,ihn nicht verstehe o.ä
    Momentan hast du völlig recht ... ich bin genervt. Absolut. Das lässt sich nicht leugnen. Dessen bin ich mir auch bewusst.

    Ich versuch´s mal ein wenig auseinander zu dröseln :)

    Was damals anders war als heute. Es war eine Leichtigkeit da,die heute gänzlich verschwunden ist. Wir haben oft die ganze Nacht gesessen,Zeug geguckt (Serien,Filme o.ä) oder Hörspiele gehört,gelabert ... sind auch mal spazieren gegangen mitten in der Nacht o.ä
    Er war nicht ganz so verstockt/verbohrt/verschlossen/negativ wie es heute der Fall ist,sondern zugänglicher und nicht alles war immer nur scheiße. Er hat sich auch mal über Dinge gefreut.

    Ich bin EXTREMST bemüht das es hier gemütlich und schön ist. Leider wird mir das super schwer gemacht. Wir haben die Wohnung von seiner Oma übernommen. Und es muss noch hier und da renoviert werden. Alles war im Vorfeld nicht zu schaffen.
    Am Bad sitze ich jetzt 2 Jahre -.- Hilfe null und mit manchen Dingen bin ich überfordert/kann ich nicht alleine. Sprich da geht´s super schleppend vorran. Und es sieht da aus wie nix und es nervt mich extremst.
    Abgesehen davon leg ich viel wert darauf das es hier halt sauber und ordentlich ist. Allein auch schon wegen der Tiere. Er hingegen lässt so ziemlich alles liegen und ich bin mehr als froh das wir uns vor dem zusammenziehen darauf geeinigt hatten,getrennte Schlafzimmer haben zu wollen. Ich würde sonst die Vollkrise bekommen,wie´s bei ihm im Zimmer aussieht. Alle halbe Jahre oder so bekommt er mal einen Rappel,räumt auf. Aber dazwischen sieht´s aus wie bei Messis -.- Ich hab da auch drangegeben bzw. lass ihn da. Er muss sich in dem Zimmer wohlfühlen,nicht ich. Räum da nur täglich fix kurz vor´m saugen katzengefährliches Zeug wie Plastikpackungen/Essenreste o.ä raus,woran Katz sich umbringen könnte weg/raus/entsorg es. Saug durch und das war´s. Wechsel Bettzeug wenn nötig,aber sonst lass ich sein Zeug in Ruhe. Dahingehend komm ich mir oft genug so vor als würd ich mit einem Teen zusammen wohnen und nicht mit einem erwachsenen Mann.
    Das war aber von Anfang an schon so. Bzw das wir unterschiedliche Chaostolleranzen haben,war schnell klar. Ich hab die letzten Jahre zu Hause in einem richtigen Messihaus gewohnt. Bin gegen sowas hochallergisch und reagier super empfindlich. Hatte zunächst auch noch ein paar Jahre dran zu knabbern,das ich wirklich zu viel geputzt/gemacht/getan hab. Inzwischen ist es auf einem Normallevel angekommen ;)


    Schöne Sachen genießen können wäre toll. Ich bekomm ihn gar nicht erst dazu. Frag ich ihn ob wir mal spazieren gehen ist er genervt,frag ich ihn ob er mal mit in den Garten kommt,sagt er evtl. zu und macht es am Ende doch nicht. Frag ich ihn ob wir Fotos suchen/machen gehen ... Er hockt nur am Rechner oder liegt im Bett. Was anderes macht er nicht bzw. zu etwas anderem bekomm ich ihn nicht.
    Ich meine wir haben noch nie viel Action gebraucht,waren beide nie die die viel weg sind o.ä Mal mit Freunden treffen,gemütlichen Abend,ja. Aber sonst nö. Gut,Rollenspielabend das macht er. Ist aber ohne mich und auch wieder nur am Rechner (momentan zumindest) Sprich wir waren auch vor Corona jetzt nicht unbedingt anspruchsvoll oder haben jeden Tag Program gebraucht.
    Dahingehend hab ich jetzt seit Wochen nicht mehr gefragt nachdem ich nur wieder genervte Reaktionen beim letzten Versuch (im Januar wann glaub ich) bekommen hatte.
    Ich brauch auch nicht viel um zufrieden/ausgeglichen zu sein. Das weiß er auch. Such mir immer Kleinigkeiten und das reicht mir. Inzwischen fällt mir auch das extremst schwer.


    Wenn ich ihn fragen würde "was hast du heute schönes erlebt ?" käm glaub ich keine Antwort *schmunzel* Aber klar stimmt schon,Fragestellung anders formulieren wäre was,was ich mal ausprobieren könnte und gucken was da kommt.
    Zwischenzeitlich hab ich das Gefühl absolut nix richtig machen zu können. Hab ich gute Laune nervt ihn das/ist es falsch ... zeige ich die Dreistigkeit mal "Laune" zu haben (ich verkneif mir ja schon echt ALLES) ist es katastrophal falsch. Also ich trau mich schon gar nicht mehr irgendeine Mimik,Gestik oder ähnliches zu haben. Überdenke eh schon alles zehn mal ... Worte,Sätze oder oder oder.

    Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren irgendwas positives von ihm gehört zu haben. Also weder das er sich zu irgendwas geäussert hätte oder das er so drauf reagiert hätte.
    Was mich extrem getroffen hat,war der Satz das er mir gegenüber wohl einfach nix mehr zu sagen hat. Als ich ihm das sagte das ich das nicht toll finde das er mit mir überhaupt nicht mehr redet und das ich diese ständige Negativität nicht mehr aushalte. Da ich meinte das er ja wohl mit allen anderen redet (momentan eben über´n Rechner via Cam&Headset) nur eben mit mir nicht. Daraufhin kam dieser Satz. Da hab ich mir dann auch meinen Teil bei gedacht und mich zurückgezogen.

    Auch wenn´s schwerfällt inzwischen ... ich werd mal gucken wie er reagiert wenn ich div. Dinge anders formuliere. Schaden tut´s nicht :)

  • Also, wenn ich das so lese, dann hört sich das nicht so gut an. Besonders machen mich die Tatsachen skeptisch, dass ihr schon von vorneherein getrennte Schlafzimmer haben wolltet. Die Trennung des Schlafplatzes ist in der Regel schon ein Symptom der Trennung, welches kurz vor Eintreten kommt. Ebenso der Satz, dass er mit dir nichts mehr zum Reden hat. Das ist auch sehr bedenklich. Klingt für mich als wäre er von dir gelangweilt und hat überhaupt kein Interesse mehr an dir. Sicher bedeutet dies, dass sämtliche Zärtlichkeiten zu einander schon hinfällig sind.


    Das ist jetzt schwer da etwas zu sagen. Ich will dir auch keine Angst oder so machen, aber ich denke du hast eine ehrliche Antwort verdient. Mit dem letzten Beitrag habe ich leider die begründete Befürchtung, dass es das alsbald war mit eurer Beziehung und da nichts mehr dran zu retten ist. Vielleicht wäre Paartherapie, wie es Berolina schon vorschlug, doch das Mittel der Wahl, wenn den schon ein ernstes Gespräch keinen Erfolg zeigte. Sollte das nicht klappen und die Schlucht zwischen euch beiden nicht zu überwinden sein, dann wäre es wohl das Beste sich zu trennen. Denn momentan seid ihr kein Paar mehr. Ihr seid eine Wohngemeinschaft in der keine Verhältnismäßigkeit anliegt oder einfach ausgedrückt, du bist seine Hauswirtschafterin. Tut mir sehr leid.

  • Hallo Lavender,


    Sollten die Problem, psychologische Ursachen haben oder sogar durch Krankheiten wie Depressionen verursacht werden, ist die Medizin gefordert.

    In dem Fall wird Dir ein Forum wie dieses hier wohl kaum helfen können.


    Allerdings, halte ich aufgrund deiner Schilderung auch ein Kommunikations / Verständnissproblem für möglich.


    Ich gebe Dir mal ein paar Beispiele:

    Du willst mit Ihm "schöne Dinge" machen. Gleichzeitig legst Du einfach fest was als "schöne Dinge" zählt.

    Zitat: "Frag ich ihn ob wir Fotos suchen/machen gehen ... Er hockt nur am Rechner"

    Die meisten Männer empfinden "am Rechner sitzen" eher als "schön" und Fotos eher als "Qual".


    Auch das Ding mit der "Chaostoleranz" ist für mich normal.

    Frauen sind im Haus meist deutlich sauberer als Männer. (Witzig ist, dass das beim Auto meist genau umgekehrt ist)


    Dann reklamierst Du, dass es mit Renovierungen etc. sehr schleppend voran geht.

    Das ist auch normal. Hierzu kann ich nur sagen, "Liebe Frauen, wenn wir sagen, wir machen das, dann machen wir das!!! - Man brauch uns nicht alle 6 Monate daran zu erinnern!!!"


    Du schreibst auch von mangelnden Gesprächen und dass er nur "hmmm" macht.

    Auch das ist normal!! Frauen sind Männern sprachlich extrem überlegen. Zudem kommunizieren wir anders.

    Alle diese Punkte sind normal!! Es gibt auch keinen "Schuldigen" oder jemand der etwas falsch macht.

    Das sind einfach die Unterschiede Man-Frau. Aber keine Angst, das lässt sich oft sehr leicht ein

    praktikabler Mittelweg finden.


    wieder ein paar Beispiele:

    Macht doch beide eine Liste mit "schönen Dingen". - Und macht das zusammen, was Ihr beide schön findet.


    Bei Chaostoleranz habt Ihr einen guten Beginn mit den getrennten Zimmern. (finde ich echt gut)

    Ansonsten teilt Ihr euch Arbeiten nach eurer Eignung. Er macht das grobe, du das filigranere.


    Gewusst wie ist es auch nicht schwer, Ihn zu den Renovierungsarbeiten zu bekommen.

    (erst kleinere Dinge, damit schnell ein Erfolg sichtbar ist, ein bisschen Wettkampf daraus machen, Belohnung!)


    Auch bei Gesprächen kann man einen Weg finden.

    Drossele das Gesprächstempo. - D.h. du sollst nich langsamer reden, sondern Ihn auch mal lassen, Pausen einlegen etc.

    Versuche bei einem Thema zu bleiben. - Ermutige Ihn, auch mal "stop" zu sagen, wenn er gerade "überfahren" wird.

    Bliebe noch seine negative Stimmung/Laune. - Auch das kann zumindest in weiten Teilen ein "Missverständniss" sein.

    Man nimmt nicht die Stimmung selbst wahr sondern interpretiert die Stimmung aus den Anzeichen.

    Oftmals ist dies aber nicht korrekt. Ich selbst wurde sehr oft falsch interpretiert.

    z.B. nicht jeder der laut lacht, ist glücklich.

    So kann er sein "genörgele" ganz anders empfinden. - Daher macht eine Therapie für Ihn, seiner Meinung nach, auch nicht viel Sinn.


    Falls Du dieser "Lösungsansatz" interressant für dich ist kannst Du dich melden.

    Viele dieser Dinge habe ich selbst erlebt. - Vieles kann man recht leicht ändern.

    Es gilt, sehen, verstehen, lernen und üben. (Üben ist tasächlich das wichtigste und auch schwerste.)


    mfg

  • Über eine Trennung denke ich inzwischen auch nach. Gerad nach den letzten Wochen/Monaten. Wo ich erst dachte es kann nicht mehr schlimmer werden ...

    Das hat allerdings nichts mit den getrennten Schlafzimmern zutun ;) Wir haben beide völlig andere Tag/Nachtrhythmen,er zockt gerne am Abend noch (Rechner steht bei ihm im Schlafzimmer bzw. mein Arbeitsplatz auch bei mir) bzw. oft bis in die Nacht,Möbelgeschmack ist verschieden ... ich brauch etwas anderes zum wohlfühlen als er. U.a war dies der Grund weshalb wir uns beide (!) auf getrennte Zimmer geeinigt haben. Wer wann wo wie schläft kann man bekanntlich spontan entscheiden.
    Ausserdem hatte ich zu dem Zeitpunkt wo wir zusammenzogen noch ein nicht unwesendliches Problem mit Nähe.
    Uns war es beiden wichtig das jeder auch seinen persönlichen Rückzugsort hat,an dem er tun und lassen kann was er möchte.


    Was Zärtlichkeiten angeht. Die sind hinfällig,ja. Bin ich aber dran "schuld" zum größten Teil. Um jetzt nicht riesig ausschweifend zu werden,ich hatte noch nie ein riesen Bedürfnis nach sexuellen Dingen,es war immer weniger als bei ihm. Was zunächst kein großes Problem war. Das nahm aber mit den Jahren immer mehr zu das es zum Problem wurde. Wir haben div. Dinge ausprobiert um´s zu lösen.
    Richtig heftig wurd´s als ich vor ein paar Jahren massive gesundheitliche Probleme bekam. Aber auch da haben wir versucht eine Lösung zu finden. Klappte zunächst,inzwischen nicht mehr. Nachdem irgendwann die Aussage von ihm kam "du kannst ja mal mir zu Liebe ..." Da war´s bei mir unten durch. Ausserdem fühl ich mich da erpresst ... sprich wenn ich da nix zulasse wird die Laune noch schlimmer.
    Zumal mir das Thema inzwischen wirklich nur noch auf den Nerv geht bzw. die ständige Präsenz dessen,da ja kaum irgendeine Kommunikation stattfindet. Und oft genug ist das einzigste was ich von ihm höre irgendwas,was diese Thematik beinhaltet. Sprich er redet Tage nicht mit mir und dann kommt irgendwie sowas oder als noch kein Homeoffice war,den ganzen Tag im Büro halt und dann keine zwei Minuten zu Hause und ... ne.
    Obendrauf verwechselt er chronisch Nähe/kuscheln mit sexuellen Sachen. Weshalb ich mich körperlich inzwischen fast komplett zurückgezogen habe. Da ich genau weiß das hinter "lass uns mal kuscheln" oder auch "hast du lust ne Serie zu gucken" eben sofort sexuelle Sachen stecken.

    Also das mit den Fotos machen war ein Beispiel (er fotografiert eigentlich ganz gerne by the way) Es sollte aussagen das er wirklich an nix Interesse hat.
    Mich selber zu Dingen überreden wegen ihm hab ich schon diverse Male,ihm zu Liebe Sachen angefangen wie z.B PC Spiele ... ich mag die eigentlich nicht,halte das für Zeitverschwendung. Aber ich dachte,ich versuch´s mal ... vielleicht hilft es. Leider auch nicht wirklich.
    Selbst wenn wir was gefunden hatten was für uns beide sich nach Spaß anhörte,wurd vllt 1-2 Mal gemacht und dann nicht mehr,da er null Motivation hat irgendwas zu tun,geschweige denn irgendwas einmal durchzieht.
    Der Garten z.B war seine Idee,nicht meine. Ende vom Lied,er war vllt. 3-4 Mal mit bei,ausserhalb von den Tagen wo wir ihn angelegt haben.
    Ich hab zig Dinge vorgeschlagen,immer kam irgendein Einwand von ihm weshalb das nicht geht.


    Naja das mit der Chaostoleranz ist mir inzwischen herzlich egal. Das wusste ich vorher ;) Auch wenn ich mich manchmal drüber aufrege,aber wirklich stören tut´s mich nicht mehr. Nur eben wenn er Zeug rumliegen lässt was für die Katzen gefährlich ist. Da sag ich dann was und werd dann auch mal ein wenig genervt.


    Ich steh mit dem Renovierungmist völlig alleine da. Wenn er denn wenigstens nach nem Jahr betteln was machen würde bzw. mir überhaupt vllt einmal helfen würde. Aber das ist noch nie passiert. Und gerade jetzt hier bei der Wohnung ist es halt so das ich auch an meine Grenzen komme. Da wäre es schön mal Hilfe oder Unterstützung zu haben. Aber naja.

    Ne klar,einiges ist normal,da geb ich dir recht. Auch das nicht jeder der laut lacht glücklich ist,ist auch klar. Einiges ließe sich mit Sicherheit lösen und es fällt gerad nur mehr ins Gewicht oder/und ist mehr störend, da die Stimmung grundsätzlich eher mehr als angespannt ist bzw. ich generell gerad ordentlich die Nase voll hab.
    Aber bitte,diese Stimmung ist nicht "normal" ... das geht weit über das Level hinaus,das man etwas falsch verstehen könnte o.ä
    Wenn man JEDEN Tag hört wie scheiße alles ist und das er auf nix Lust hast ... alleine Sonntags schon die Stimmung,weil der Montag ansteht. Da könnt ich wirklich laufen gehen. Und es färbt inzwischen ab,sprich ich drifte ins depressive ab was ich so überhaupt nicht von mir kenne,bin ständig genervt und meine Laune ist inzwischen auch auf einem Nullpunkt.
    Dazu kommt,ich weiß das jede Bemühung irgendein "Angebot" zu machen um Dinge zu ändern nichts bringen.


    So fühl ich mich auch ... reduziert darauf das ich eben den Haushalt mache,mich um die Tiere kümmer und eben für sexuelle Dinge herhalten darf (wenn ich´s denn zulasse)

  • Hallo Lavender,


    Eine Trennung ist natürlich auch eine Lösung. - Und nicht einmal die Schlechteste.

    Die meisten Beziehungen enden mit einer Trennung.


    Wenn ich deine Zeilen so lese, ist doch deutlich spürbar, wie sehr Du unter der ganzen Situation leidest.

    Ich habe auch den Eindruck, dass du innerlich längst entschieden hat, dass Du dich trennen möchtest.


    Ist dies so??

    (wäre schön etwas von Dir zu hören)


    mfg

  • Wenn dem so wäre .... *schmunzel* Es ist eher ein Hin und Her als ein klares "Ja" oder "Nein"
    Glaube wenn wir nicht schon eine halbe Ewigkeit zusammen wären,sondern "erst" ein oder zwei Jahre,sehe es anders aus. Vllt. wäre ich dann klarer im Entscheiden.

    Ich hab vor 5 Jahren alles hingeschmissen und bin mit hier hin gezogen. Eigentlich hätte ich gern in die Nähe meiner Mutter ziehen wollen,um meinem Bruder etwas unter die Arme greifen zu können,was die Versorgung unserer Mama angeht. Sie ist chronisch krank. Wir wohnten da nicht sooo super weit weg wie jetzt.
    Doch er wollte nicht ... er meinte da würde er nie hin ziehen wollen,es sei eine unmögliche Umgebung,hässlich etc.
    Gut,schön wäre was anderes gewesen,aber vllt hätte man ein nettes Plätzchen finden können.
    Zugegeben,ich fühl mich hier nicht immer wohl. Mag sein das es daran liegt das ich hier keinen engeren Kontakt zu jemandem in meiner Altersklasse habe. Bin da vorsichtig und bisher auch keinen getroffen wo die Wellenlänge hätte stimmen können.
    Vllt auch daran das ich den untrüglichen Eindruck habe,das mir die Lebenskompetenz abgesprochen wird,da ich kein(e) Kind(er) hab oder warum auch immer sonst. Aber gut,das ich unterschätzt werde und mir nix zugetraut wird etc. das Problem hab ich schon mein Leben lang.

  • Vllt auch daran das ich den untrüglichen Eindruck habe,das mir die Lebenskompetenz abgesprochen wird,da ich kein(e) Kind(er) hab oder warum auch immer sonst. Aber gut,das ich unterschätzt werde und mir nix zugetraut wird etc. das Problem hab ich schon mein Leben lang.

    Dagegen hilft nur neue Leute kennen lernen. Es ist gar nicht einfach, jemanden zu finden, der richtig passt. Da ich beruflich mit vielen Menschen zu tun habe, passiert es mir hin und wieder, aber es ist dann auch schwer, den Kontakt zu pflegen, weil man wenig Zeit hat und die anderen genauso. Wenn man nicht viel Glück hat, muss man Zeit und Mühe investieren, um so jemanden, richtige Freunde, auf die man sich verlassen kann, zu haben.


    Wenn du so sehr leidest, solltest du wirklich darüber nachdenken, ob es Sinn macht, so weiter zu machen, man hat nur dieses eine Leben, Die Zeit ist begrenzt, man ist nicht verpflichtet, zu leiden, wenn man das Problem nicht anders lösen kann.

    Der Vater von einer Freundin hatte lange Jahre das Problem, dass die Mutter schwer depressiv war und nichts mehr im Haushalt gemacht hat, jede Bewegung war für sie eine große Anstrengung, ein Kraftakt. Er war Berufstätig, hat gelernt zu kochen, eine Putzfrau organisiert und praktisch alles allein gemacht. Jetzt nach zig Jahren ist sie wieder gesund, für ihn war es selbstverständlich, dass er durchhalten musste. Er wollte es vermutlich auch. Aber nicht jeder hat die Kraft, das muss jeder für sich entscheiden. Du sollst deine Lebensfreude nicht komplett opfern, es soll dadurch nicht euch beiden schlecht gehen.

    Du bist deswegen jetzt gerade dabei, diese Entscheidung zu treffen, vielleicht könnte dir jemand vor Ort dabei helfen, ein Psychologe, Familienberatung, die Kirche (hat auch Berater), deine Familie?

  • Ich hab die Fühler ausgestreckt ... so ist es nicht :)
    Hier in der unmittelbaren Umgebung ist eher das Problem (na Problem ist doof gesagt) das wenn es Leute in meinem Alter gibt,sie Kinder haben und die Interessen dann gleich mal komplett anders sind. Unsere direkte Nachbarin z.b ist zwar was jünger .. wir verstehen uns auch gut ... sie hat zwei kleine Kids. Unterhalten uns öfters,ich nehm auch mal die Kleinen eine Runde zum aufpassen oder Gartenbespaßung wenn sie Lust haben da rum zu wühlen ... aber das war´s dann auch. Bleibt halt eher oberflächlich alles.
    Hatte auch schon mal überlegt online zu suchen,aber so richtig fehlt mir da der Ansatz.


    Ne klar das stimmt schon. Das weiß ich auch.
    Bisher hatte ich immer noch die Hoffnung das es besser wird und nicht schlimmer. Mir hat´s da im Herbst bei der Feststellung das es noch extremer als zuvor geworden ist,auch etwas den Boden weg gezogen.
    Jetzt erzählte er das er sich anderswo bewerben will und nicht in der Firma bleiben möchte. Ob er´s tut,weiß ich nicht. Er hat jetzt noch keinen festen Vertrag.

    Hätte auch nie gedacht das mir quasi mein ganzes Ich flöten geht.
    Ich male/zeichne nicht mehr,mache keine Fotos mehr,generell keine kreativen Dinge mehr,weil völlig leer und einfallslos, höre keine Musik mehr,bin nur noch genervt und gerädert,schlechte Laune und angepinselt ohne Ende etc.pp Schlafen ist auch oft ein Fremdwort. Das alles kenne ich ansich überhaupt nicht von mir. Eher bin ich eigentlich das ganze Gegenteil.

  • Hätte auch nie gedacht das mir quasi mein ganzes Ich flöten geht.
    Ich male/zeichne nicht mehr,mache keine Fotos mehr,generell keine kreativen Dinge mehr,weil völlig leer und einfallslos, höre keine Musik mehr,bin nur noch genervt und gerädert,schlechte Laune und angepinselt ohne Ende etc.pp Schlafen ist auch oft ein Fremdwort. Das alles kenne ich ansich überhaupt nicht von mir. Eher bin ich eigentlich das ganze Gegenteil.

    Das muss und soll nicht so bleiben 🤨

    Mir ist genau das Gleiche passiert, ich war sonst begeisterungsfähig, habe gerne Neues ausprobiert und hatte Hobbies, bis mir etwas sehr Trauriges passiert ist und ich dadurch die Freude an allen diesen Aktivitäten verloren habe, weil es seitdem einfach sinnlos erscheint, ich weiß, dass es mich nicht mehr glücklich machen kann.

    Aber dennoch darf man nicht aufgeben, man muss kämpfen. Jeder Schritt nach Vorne, den du nicht machst, ist ein Rückschritt, man bleibt nicht einfach stehen, wenn man sie nicht entwickelt, Man baut ab, das dürfen wir nicht zulassen. Ich kaufe jetzt viele Bücher und versuche sie zu lesen, ich habe extreme Probleme, mich darauf zu konzentrieren, weil ich mit meinen Gedanken wo anders bin. Aber es muss sein, ich zwinge mich 2-3 Seiten zu lesen.

    All diese Sachen, die du genannt hast, machen Spaß, wenn man sie mit anderen macht und bald wird es möglich sein, es gibt unzählige Kurse bei der VHS, Internetforen für alles Mögliche, ich habe es z.B. in einem Drachenforum probiert, leider habe ich es nicht weiter verfolgt, aber ein Versuch zählt auch, wenn man viel ausprobiert, zieht man irgendwann auch was durch.

    Es gibt Leute, die zusammen joggen, Yoga machen, man kann neue Sachen lernen, Chinesisch?.oder wenigstens Chinesisch kochen. Hattest du schon mal ein Prospekt von der VHS in der Hand?


    Du hast eine PN, lg

  • Achso ... hatte ich vorhin vergessen ... Beratung bin ich aktuell wieder am überlegen. Da werd ich gucken was hier vor Ort angeboten wird. Familie fällt leider aus. Meine Mama wohnt wie gesagt weiter weg mit meinem Bruder. Dank Corona hab ich beide auch letztes Jahr nur 2 Mal gesehen,da meine Mama hochrisiko Person ist. Telefonieren 1-2 Mal die Woche,aber ihr ewig einen vor maulen mag ich auch nicht :)
    Zu dem Rest hab ich nur losen Kontakt. Und in der Familie wo ich aufgewachsen bin (Adoptivfamilie) die hat vor Jahren den Kontakt zu mir eingestellt,da Jahre Lügen von meiner Adoptivmutter über mich verbreitet wurden,die leider geglaubt wurden.


    Vor Jahren hatte ich mich mal mit dem Gedanken getragen an der VHS was machen zu wollen (Töpferkurs oder was das war) Also das ist schon eine ganze Weile her :D
    Ich hatte vor vier Jahren angefangen ein BulletJournal zu führen. Schreibe seit Jahren eh Tagebuch (bestimmt 20 Jahre oder so) und habe nach etwas neuem für mich gesucht,wurde da fündig und hab´s etwas angepasst. Leider fällt das unter kreative Dinge die inzwischen mir super schwerfallen und fast eingeschlafen sind. Da konnt ich mich noch aufraffen wenigstens regelmäßig zu zeichnen o.ä

    Werd mich aber definitiv mal auf Ideensuche begeben und sehen ob sich irgendwas findet,was man auch jetzt machen kann.

    Oh,im Halbschlaf gar nicht gesehen die PN :) Werd sie mir nachher in Ruhe durchlesen. Hab -wieder- kaum geschlafen und mach mich gerad mal noch 1-2 Stunden lang und guck ob ich noch etwas dösen kann.

  • , ich kenne eine Frau, die spät Töpfern gelernt hat und hat es dann aber zum Beruf gemacht und sie liebt es, ich kann mir gut vorstellen, dass mir das auch gefallen würde.

    Ja alleine ist es schwer, etwas anzufangen, deswegen sind solche Kurse ein Segen.

    Ich habe mir einen Domestica-Kurs gekauft, sie haben Hunderte. Und eine App zum Lernen von Sprachen, es sind über 20 Sprachen. Bald möchte ich Sport machen und wieder schwimmen gehen

    Zum Kreativen Schreiben gibt es auch jede Menge im Netz.

    Ich kann es nicht, habe trotzdem angefangen, den einen oder anderen Gedanken als Ausdruck meiner Gefühle aufzuschreiben, es ist hilfreich,,wenn man das, was man fühlt, in Worte fasst und irgendwo ablegt, abspeichern.. dann kann man auch diese Gedanken für eine Weile ablegen.

    In Internetforen habe ich nette Leute gefunden, mit denen ich mich auch per PN austausche

    Jede solche kleine Sache kann glücklich machen 😉 Ich staune unverändert,,wie viele Menschen im Netz bereit sind, uneigennützig und anonym zu helfen, während Menschen, die man lange kennt, oft verschwinden, wenn man signalisiert, dass man Hilfe oder gar nur ein gutes Wort braucht. Es ist enttäuschend,,wenn dir Freunde etwas wünschen, sich dann aber nicht mehr melden, um mit dem Problem nicht konfrontiert zu werden. Deswegen solltest du nicht glauben, dass irgendwelche Freundschaften so viel besser ist als Bekannte aus dem Netz. Mir haben unzählige Menschen in mehreren foren Ratschläge gegeben, sich Zeit genommen, mit mir mitgefühlt, manche wollten mich auch treffen, einladen, sprechen, man muss dabei vorsichtig sein, aber die allermeisten sind ehrlich und meinen es gut.

    Es gibt sogar einige Männer um die 50, Familienväter, die mit mir über meinen Kummer schreiben, als ob sie Seelsorger wären, womit ich niemals gerechnet hätte, ich dachte immer, dass es Frauensache ist, dieses Bedürfnis, zu helfen, jemanden nicht allein zu lassen in der Not.

    Probier es aus, sich auszutauschen, es gibt z.B. die Fotocommunity, die abgespeckte Mitgliedschaft kostet nichts, wenn du 10 Fotos pro Woche hochladen möchtest, zahlst du 5 EUR pro Woche (vielleicht ist es jetzt anders), da war ich auch eine Weile vor ein paar Jahren, es hat Spaß gemacht.

  • nochmal zu den Fotos: ich habe meine von damals gefunden, ohne mich einloggen zu müssen. Es ist eine große Community, vielleicht kennst du sie aber als erfahrene Fotografin.

    Ich habe irgendwann aufgehört mit meiner Kamera zu fotografieren, alle teuren Objektive umsonst gekauft. Jetzt mache ich Fotos mit meinem Handy und die sind grauenhaft.

    Das ist ein sehr schönes Hobby, fang wieder damit an und du wirst auch Menschen kennen lernen. Es gibt auch mehrtägige Reisen für Naturfotographen, die bezahlbar sind, z.B. nach Polen. Ich habe damals Zeitschriften zu dem Thema gekauft, da gibt es entsprechende Werbung.

    Man fährt mit anderen und fotografiert Rehe und Vögel usw., herrlich.

    Ich habe da jetzt rund 100 Fotos von mir, aus alten guten Zeiten, als ich noch glücklich war: