Beiträge von mummie

    Hallo Patrick,

    leider ist das nicht einfach. Schon gar nicht für mich. Ich bin ein Mensch, der sehr Harmonieorientiert ist. Ein Gespräch mit meinem Chef würde nichts bringen und eher ins Gegenteil umschlagen. Zum 1. ist es ein neuer Chef, der das ganze Gegenteil von meinem "alten" Chef ist. Mein "alter" Chef war sehr menschlich und sozial. Er wusste von vielen Mitarbeitern auch private Seiten, so auch von mir. Und ich auch von ihm.

    Es ist ausserdem so, dass meine unmittelbare Vorgesetzte (Büroleitung = Kollegin mit dem behinderten Kind) den Chef ganz gut manipulieren kann. Verschiedene andere Kolleginnen haben eben aus diesem Grunde schon gekündigt.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass dieser Job eigentlich auch nicht so richtig "meins" ist. Meine Leidenschaft war und ist schon immer die Touristik (gelernte Reiseverkehrskauffrau). Klar hatte ich in Jobs in diesen Bereichen auch schon die ein oder anderen Schwierigkeiten mit der einen oder anderen Kollegin. Das hat mir aber nicht soviel ausgemacht, weil ich meine Arbeit geliebt habe und zudem genau wusste, was ich da tat ( was ich aufgrund mangelnder bzw. unzureichender Einarbeitung heute nicht immer weiss.)

    Viele Grüße

    mummie

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Vieles habe ich schon probiert... Zig Ärzte aufgesucht, mit Rehasport und Wassergymnastik begonnen. Bis jetzt spüre ich noch keine Verbesserungen.Aber ich bleibe dran.

    Was nun die Arbeit angeht... nun ja.Irgendwie wird es immer schlimmer. Am Samstag war ich mit einer neuen Kollegin alleine. Es war sehr turbulent. Am Ende des Tages mussten wir unserer anderen Kollegin , die erst am Montag wieder im Markt war, etwas übergeben ( die mit dem behinderten Kind). Meiner neuen Kollegin habe ich gesagt, sie soll ihr erklären, was wir nicht mehr machen konnten, da ich am Montag nicht im Markt war.

    Als ich dann gestern zur Arbeit kam, viel die Begrüßung meiner Kollegin sehr kühl aus. Ich habe dann nichts weiter gesagt und mit meiner Arbeit angefangen. Bin ich schon gewohnt. Bestimmt hatte ich was falsch gemacht und sie würde es mir gleich wieder in gewohnter Weise mitteilen. Aber es kam nichts von ihr, dafür aber von meiner neuen Kollegin. Sie sagte mir, dass sich die andere Kollegin total aufgeregt hätte, sie wäre regelrecht ausgerastet am Montagmorgen. Es wäre alles falsch, alles durcheinander. Meine neue Kollegin wusste gar nicht wie ihr geschah. Ich konnte mir auch nicht erklären, was so Schlimmes vorgefallen war, ausser das wir nicht geschafft hatten. Aber das kommt schon mal vor. Jedenfalls sagte die neue Kollegin, dass sie mich bestimmt noch drauf anspricht. Aber es passierte nichts. Im Gegenteil, sie sprach kaum mit mir. Meiner neuen Kollegin erklärte sie bis nachmittags eine Aufgabe auch nicht . ihr Kommentar: Das hätte sie ja schon mal gemacht, das müsse sie ja jetzt können. Die neue Kollegin ist erst 3 Wochen dabei, da kann sie nicht alles schon perfekt können.

    Dann beschäftigt mich die Urlaubsplanung. Ich habe meinen Urlaub für nächstes Jahr im September eingereicht, weil meine Tochter im Ausland heiratet. Aber ich habe direkt dabei gesagt, dass es sich um eine Woche verschieben kann. Als ich jetzt ins Büro kam, hatte eine weitere Kollegin direkt im Anschluss an meinen Urlaub, ihren eingetragen. Ich habe meine Kollegin ( mit behindertem Kind = Büroleitung ) darauf angesprochen. Sie meinte nur, dass ich dann den Urlaub nicht verlängern kann. Aber ich werde bestimmt nicht wegen der Arbeit von der Hochzeit meiner Tochter fernbleiben. Aber die beiden Kolleginnen sind auch ganz dicke miteinander und die Kollegin, die den Urlaub eingetragen hat im Anschluss an meinen, wird von der Büroleitung auch bevorzugt. Das hat meine neue Kollegin auch schon bemerkt.Bin mal gespannt, was mich dann heute erwartet.

    Innerlich habe ich gestern schon wieder mal gekündigt.

    Macht mich alles ziemlich fertig momentan. Wenn ich eine andere Stelle finden sollte, und es klappt dort nicht, bin ich arbeitslos und dann kann ich wirklich erst mit 67 in Rente gehen.

    Momentan könnte ich wirklich nur noch heulen.

    Viele Grüße

    mummi

    Guten Morgen,

    seit 7 Jahren arbeite ich Teilzeit im Büro und an der Kasse. Es ist nicht mein erlernter Beruf. Richtig Spass gemacht hat mir meine jetzige Tätigkeit von Anfang an nicht. Aber ich dachte mir, das kommt mit der Zeit, ausserdem war ich vor 7 Jahren auch schon nicht mehr die Jüngste. Ich merkte auch bald, dass meine Arbeitskollegen u. Kolleginnen mich nicht richtig ernst nehmen. Nicht falsch verstehen, dass ist kein Mobbing oder so. Mit der Zeit habe ich mich aber mit allem arrangiert. Mein "alter" Chef ( gleiches Alter ) war richtig toll. Er war sehr sozial und meistens auch gerecht eingestellt. Leider ist er nun schon vorzeitig in Rente gegangen. Mein neuer Chef ist vom Wesen her genau das Gegenteil.

    Allerdings gibt es Dinge, die mich immer wieder ärgern, weil ich den Vergleich mit meinem alten Chef ziehe. Diese Dinge werden aber immer mehr.

    Z.Bsp. Ich habe eine Kollegin (Büroleitung) die unseren Urlaub einträgt. Ihren trägt sie immer zuerst ein, da sie ein behindertes Kind hat. Somit sind die Schulferien immer besetzt, sowohl im Sommer, als auch Weihnachten. Mit meinen beiden anderen Kolleginnen wechselt die Arbeitszeit von Früh - auf Spätdienst. Sie macht NIE Spätdienst. Auch noch ok.

    Seit ein paar Jahren habe ich immer den Karsamstag als Urlaub eingetragen, da ich mit meiner Familie am Osterwochenende verreise. Dieses Jahr habe ich es auch extra früh eintragen wollen. Da sagte sie mir, dass sie da ja wie immer schon Urlaub hat, und sie den Tag unter Vorbehalt einträgt weil sie erst die beiden anderen Kolleginnen fragen will wegen Urlaub.

    Ich habe das meinem Mann (selbstständig) noch gar nicht gesagt!

    Weitere Beispiele, die mich immer unzufriedener machen: Unsere Öffnungszeiten haben sich schon oft geändert , von 20.00 Uhr auf 19.00 Uhr und wieder von 19.00 Uhr auf 20.00 Uhr . Soweit so gut. Zur Zeit hatten wir bis 19.00 Uhr auf, gestern meinte mein Chef ab heute ist wieder bis 20.00 Uhr auf! Ziemlich kurzfristig, oder?

    Dann soll unser Computerprogramm geändert werden. Dazu soll diese Woche die Schulung während der Arbeitszeit stattfinden. Donnerstag ist immer mein fester freier Tag an dem ich meine Termine (Arzt, Physio... usw.) lege. Vorgestern schrieb mich dann meine Kollegin an, ob ich Donnerstag für 4 Stunden zur Schulung kommen kann?

    Hinzu kommt, dass mir meine Gesundheit (Wirbelsäule ) ziemlich zu schaffen macht. Ich werde immer unzufriedener? Aber in meinem Alter habe ich kaum eine Alternative.

    Aber immer mal wieder überlege ich doch noch was Neues ( falls ich was finde) zu versuchen. Was meint ihr?

    Bei der Arbeit will ich versuchen Augen zu und durch , auch wenn ich merke, dass mich keiner so richtig ernst nimmt. Und was ich mit dem Urlaubstag an Karsamstag mache, wenn ich ihn nicht bekomme, weiss ich auch noch nicht:rolleyes:

    Viele Grüße

    mummi

    Ich bin soooooooooo unendlich trauig !!!!
    Meine beste Freundin ist tot. Sie war viel mehr für mich, sie war wie meine Schwester, ich kann es noch immer nicht glauben.
    Als wäre das nicht schlimm genug, ich kann noch nicht mal zu ihrer Beerdigung gehen. Es ist Urlaubszeit. Eine Kollegin ist im Urlaub. Ich dachte, ich könnte mit meiner anderen Kollegin tauschen, aber ausgerechnet an diesem Tage arbeiten wir zusammen.............
    Ich habe so ein schlechtes Gewissen. Für mich war immer klar, dass ich mich von ihr verabschiede, wenn der Tag mal kommt. Und jetzt das.

    Ja, Bertl, das ist sie . Aber da sie meinem Vater die Niere gespendet hat und aus ihrer Sicht extra ihren Beruf als Flugbegleiterin aufgegeben hat, wird mein Vater immer hinter ihr stehen.
    Die ganze Sache wird darauf hinauslaufen, dass mein Vater ab nächster Woche immer mehr mit der Pflege meiner Mutter überfordert sein wird. Das wiederum wird er aber nie zugeben.
    Wie du schon geschrieben hast, es ist sehr, sehr verzwickt. Trotzdem lasse ich mich nicht abhalten, meine Meinung zu sagen, auch in der Gegenwart meines Vaters.

    Hallo Bertl,


    vielen Dank für Deine Meinung. Du hast vollkommen Recht, es geht alles den Bach runter. Gerade das wollte ich immer verhindern.
    Aber da mein Vater keine Diskussionen möchte, und meine Schwester denen auch immer aus dem Weg geht, indem sie einfach weggeht, wenn die Themen schwierig werden, ist eine Regelung sehr schwer möglich. Habe ich auch schon mehrfach versucht.
    Und wenn dann irgendwas geregelt ist, dann wird sich eh nicht dran gehalten, siehe das Einkaufen meiner Schwester für meine Eltern.
    Du schreibst, die Grundversorgung meiner Eltern wäre durch mich gewährleistet. Schön wäre es. Durch die Kündigung des Pflegedienstes meiner Mutter, ist das ab Mittwoch nicht mehr der Fall. Und mein Vater, selber eigentlich pflegebedürftig, meint ja jetzt keinen Pflegedienst mehr zu brauchen.
    Nein, meine Schwester hat keinen Mann oder Freund, sie hatte mal eine 10jährige Beziehung, die dann auseinanderging.
    Nun sagt sie, dass die Hunde ihre Familie sind.
    Mich belastet dass alles sehr, vor allen Dingen, am Ende bin ich sowieso an allem Schuld. Ich versuche schon regelmäßig zu meinen Eltern zu fahren, aber mein Vater hätte am liebsten, wenn ich jeden Tag käme.
    Auf den Tisch hauen, ja das würde ich auch sooft sehr gerne. Das wehrt aber mein Vater immer ab. Er will keine Diskussionen, Auseinandersetzungen oder was auch immer. Sobald ich meine Schwester kritisiere, wiegelt er immer ab und findet immer Entschuldigungen.

    Bitte entschuldigt, wenn dieser Beitrag lang und durcheinander geschrieben ist. Ich versuche es einigermaßen zu ordnen. Da mich aber momentan noch ein anderes Problem stark belastet, und ich hier sozusagen zwischen den Stühlen stehe, ist es nicht ganz einfach für mich.


    Meine Eltern haben vor ca. 2 Jahren ihr Hotel-Restaurant aus gesundheitlichen Gründen verkauft. Bis es dazu gekommen ist, hat es aber schon 2 Jahre gedauert. Mein Vater hat das Geschäft selber aufgebaut. Es war ein Familienunternehmen, dass in der ersten Zeit von meinen Großeltern und Eltern zusammen geführt wurde. Später dann nur noch von meinen Eltern. Ich habe immer geholfen, wenn viel zu tun war, Weihnachten, Karnevel, Muttertag oder wenn einfach viel zu tun war. Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr, mein Vater wurde krank, Dialyse, Nierentransplantiert ( Spenderin: meine Schwester ). Auch hatte er einen Herzinfarkt, eine Hüftoperation. Meine Schwester entschloss sich irgendwann ihre Stelle als Flugbegleiterin aufzugeben, um im Geschäft mitzuhelfen. Zu dem selben Zeitpunkt schaffte sich meine Schwester aber einen Hund ( einen Welpen meiner Hündin an). Einige Zeit später wollte sie einen Zweithund aus dem Tierschutz. Meine Eltern waren dagegen, in einem Gastronomieunternehmen zwei Hunde zu haben,da die Hunde auch in den Küchenbereich durften. Aus den zwei Hunden wurden 8. Meine Schwester hatte angenommen, dass meine Eltern ihr das Geschäft übertragen. Haben sie aber nicht. Dann wurde das Restaurant verpachtet. Es kam zu Problemen mit dem Pächter und meiner Schwester, weil sie die Hunde auf dem Hof rumlaufen ließ. Die Verpachtung ging schief, der Pächter zahlte die Pacht nicht mehr, Zwangsräumung. Danach wollte meine Schwester das Restaurant wieder eröffnen. Ich habe ihr davon abgeraten, bzw. meinen Eltern, da es nur schief gehen konnte. Das Restaurant war sehr groß, 3 Etagen, 1 Kegelbahn, 17 Hotelzimmer. Das war schon für meine Eltern, und 1 Kellner viel zu viel. Aber sie wollte es unbedingt. Zwischenzeitlich kam es oft zu Diskussionen zwischen mir und meiner Schwester, auch wegen der Hunde. Ihre Wohnung war zeitweilig verwahrlost (Kot überall). Da das Hotel ja geschlossen war, bewohnte sie dann die Hotelzimmer.Zu all dem sagte mein Vater nicht viel. Mir warf oder wirft meine Schwester vor, sie hätte ja ihren Beruf für "uns" aufgegeben und ich hätte mich ja immer verpisst und auf Mutter gemacht.Kurze Zeit später hat sie das Restaurant dann ganz geschlossen. Aber immer noch konnten meine Eltern sich nicht zu einem Verkauf durchringen.In der ganzen Zeit habe ich für meine Eltern eingekauft, obwohl ich nicht im Hause wohnte, sondern meine Schwester eine Etage über meinen Eltern. Das Objekt stand dann 1 Jahr leer, bis ich meinen Vater schließlich dazu bewegen konnte, nach einem Käufer zu suchen.
    Aber das gestaltete sich sehr schwierig. Schließlich war jahrelang nicht viel modernisiert worden und mein Vater hatte auch eine unrealistische Vorstellung vom Verkaufspreis seines Geschäftes.
    Da aber in der Zwischenzeit hohe Verbindlichkeiten entstanden sind, kam es dann schließlich doch zum Verkauf. Zu dem Zeitpunkt warf mir meine Schwester schon vor, es viel zu billig verkauft zu haben, da ich mich um einen Käufer gekümmert hatte.
    Schließlich sind meine Eltern dann in das Geburtshaus meiner Mutter umgezogen, da eine Mieterin auszog.
    Es handelt sich um ein Dreifamilienhaus. Da die Mieterin im EG gewohnt hat, bot sich das auch an. Mein Mann und ich haben dann alles organisiert, Umzug und Renovierung der neuen Wohnung.Für meinen Vater war das sehr schwer, zu diesem Zeitpunkt fing bereits die Demenzerkrankung meiner Mutter an. Mein Vater fragte mich dann immer wieder, was denn mit meiner Schwester wird. Ich sagte ihm, dass sie sich eine eigene Wohnung suchen muss. Irgendwie kam es dann dazu , dass eine andere Mieterin des 30 qm großen Apt. im DG auch kündigte. Das bekam meine Schwester mit. Also war mir klar, dass sie doch mit umzog. Ich habe meinem Vater gesagt, dass es dort bestimmt so weiter geht mit dem Dreck der Hunde und Beschwerden der Nachbarn wegen der Bellerei. Aber mein Vater sagte, wo soll sie denn sonst hin? Also, zog sie mit den 8 Hunden mit um.
    Ich habe meinem Vater dann gesagt, dass wenn meine Schwester mitzieht, sie auch für meine Eltern einkaufen soll. Denn ich sehe nicht ein, dass weiterhin zu tun, da ich nicht vorort wohne, im Schichtdienst arbeite, eine Familie habe und noch das Geschäft meines Mannes führen muss.
    Aber selbst das Einkaufen kriegt meine Schwester nicht geregelt, weil sie ja für den Tierschutz tätig sein muss, und ihre 8 Hunde ( was ja ihrer Aussage nach 6 Pflegehunde sind ) versorgen muss. Sie kauft nicht alles ein, was mein Vater ihr aufschreibt, oder andere Marken, die mein Vater nicht möchte.
    Mein Vater sagt mir das dann im Gespräch, wenn ich sage, ich spreche meine Schwester darauf an, dann wiegelt er schnell ab. Er will keine Diskussionen oder Streitgespräche zwischen mir und meiner Schwester.
    Aber ich kann über all das nicht hinüber wegsehen.
    Als meine Eltern umgezogen sind, habe ich es mit Ach und Krach veranlasst bekommen, dass mein Vater einmal in der Woche einen Pflegedienst für meine Mutter zugelassen hat. Einmal in der Woche kam eine Haushaltshilfe. Am Anfang gab es dann Probleme mit dem Pflegedienst. Die Leiterin rief mich an und sagte mir, dass eine Pflegerin große Angst vor Hunden hat. Und sie bat mich, meinen Vater , bzw. meine Schwester doch noch mal daraufhinzuweisen, und ob man die Hunde nicht wegschließen kann, wenn die Pflegerin zu meiner Mutter käme. Sie hätte das auch schon meinem Vater gesagt.
    Ich habe meinen Vater darauf angesprochen, er meinte dann, dass die eine Hündin, die auch immer in seiner Wohnung ist, ja ganz lieb wäre und nichts tut. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass das nichts nützt, bei jemanden, der Angst vor Hunden hat. Das ging dann einige Zeit gut, der Pflegedienst schickte dann auch öfters anderes Pflegepersonal, dass keine Angst vor Hunden hatte.
    Ich muss dazu sagen, dass man , um zur Haustüre meiner Eltern zu gelangen, erst ein Tor öffnen muss. Dann befindet sich man auf dem Hof mit anschließendem Garten. Dann erst kann man zur Haustüre gehen und klingeln. Auf diesem Hof und im Garten laufen also oft die Hunde rum.
    Nun rief mich also der Pflegedienst letzte Woche an, und fragte mich, ob mein Vater mit mir gesprochen hätte.
    Ich verneinte und die Leiterin sagte mir, dass sie gerade bei meiner Mutter war. Sie hat meinem Vater den Pflegevertrag gekündigt. Sie sagte, dass es letzte Woche wiederholt dazu gekommen ist, dass Pflegepersonal von den Hunden gebissen wurde.Keinen Ton hat er davon gesagt. Erst am Samstag, ich wollte gerade wieder fahren, fragte er mich, ob mich jemand angerufen hätte. Ich erzählte ihm von dem Anruf, und als ich gerade sagte, dass es nicht geht, dass jemand gebissen wird, kam meine Schwester rein. Natürlich sagte sie sofort etwas dazu. Das wäre ja so gar nicht gewesen. Der Hund hätte nicht gebissen, er hätte die Pflegerin nicht gebissen sondern nur festgehalten und gezwickt. Ausserdem hätte die Pflegerin ja gesehen, dass die Hunde draussen waren. Sie hätte ja rufen können. Natürlich kam es zu Diskussionen, meine Schwester ging hinterher aber einfach weg, wie immer. Sie meinte, ich sollte sie nicht immer anmachen, wenn ich zu meinen Eltern komme.Mein Vater kam dazu und sagte, er hätte mir es lediglich erzählen wollen, und er hätte alles geregelt.
    Ich habe mich aber aufgeregt und zu meiner Schwester gesagt, dass sie sich jetzt um einen neuen Pflegedienst kümmern soll.Mein Vater darauf, er braucht keinen Pflegedienst. Macht er alles alleine.
    Ganz toll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Eigentlich braucht er selber Pflege.
    Ich sehe, dass alles den Bach runter geht. Ich kann tun und reden, was ich will.Irgendwie gibt mein Vater immer meiner Schwester Recht. Ich darf ihr nichts sagen. Wir reden auch nicht mehr zusammen, weil sie ja immer weggeht. Sie arbeitet nur als Minijob 2 o.3 Tage ein paar Stunden. Sie zahlt meinen Eltern weder Miete noch Strom. Im Gegenteil, sie überweist vom Konto meiner Eltern Geld für Tierarztrechnungen oder für den Tierschutzverein. Mein Vater sagt nichts dazu.Ruft mich aber an, wenn meine Schwester was vergessen hat einzukaufen, oder wenn ich zum Arzt ein Rezept abholen soll. Mir wirft meine Schwester vor, da ich das Konto verwalte, wo das Geld von dem Verkauf drauf gegangen ist, dass ich mich bereichere und wo das Geld hin wäre, es müsse ja noch viel mehr da sein. Das aber hohe Schulden da waren, oder am Anfang mein Vater immer hohe Geldbeträge haben wollte ( ich nehme an, er hat meine Schwester damit unterstützt), das stimmt ja alles nicht. Ich habe mich darum gekümmert, dass ein Neurologe ins Haus kommt, weil meine Mutter nicht mehr gut laufen kann, und ich habe eine Sprachtherapie für sie veranlasst, ebenfalls als Hausbesuch, sowie einen Physiotherapeuten. Aber meine Schwester macht mir Vorwürfe, ich habe meine Eltern vor Gericht gezerrt, da der Arzt eine Betreuung für meine Mutter angeraten hat. Jetzt ist mein Vater der Betreuuer für meine Mutter und ich bin Ersatzbetreuerin. Meine Eltern müssen von dem Geld leben, und ich mache mir große Sorgen.Was ist, wenn kein Geld mehr da ist? Dann bin ich dafür verantwortlich. Am Anfang habe ich meinem Vater gesagt, wofür brauchst du in so kurzer Zeit, soviel Geld. Da habe ich zuhören bekommen, er bräuchte sich nicht rechtfertigen, es sei ja sein Geld. Ok, seitdem sage ich nichts mehr dazu. Bringe ihm die Geldbeträge und gut ist.
    Wenn jetzt kein Pflegedienst und keine Haushaltshilfe mehr kommt.... Ich denke, das wird da alles verwahrlosen und mein Vater wird mir auch nicht viel sagen, was meine Schwester betrifft.Ausserdem ist er selber nicht mehr fit, wirkt depressiv und demnächst muss er wohl wieder an der anderen Hüfte operiert werden.
    Oben ist jetzt eine neue Mieterin eingezogen. Eine Nachbarin und Freundin meiner Schwester. Sie hat selber einen Hund (Nr.9) und passt auf die anderen Hunde auf, wenn meine Schwester mal nicht da ist.
    Das Apt. haben mein Mann und ich vor 2 Jahren auch von Grund auf renovieren lassen, neues Laminat, neue Leitungen, neue Tapeten, neu gestrichen usw. Jetzt wurde das alles rausgerissen. Auf meine Frage : Warum?sagte mein Vater, damit man da wieder wohnen könnte, wäre ja alles voller Pilz gewesen und das könne man der neuen Mieterin ja nicht zumuten. Ausserdem braucht sie 3 Monate keine Miete zahlen.
    Dazu konnte ich dann nichts mehr sagen.
    Am liebsten würde ich gar nicht mehr zu meinen Eltern fahren. Aber dann tut mir meine Mutter wieder zu leid.
    Aber ich kann auch nicht meinen Mund halten, wenn ich auf meine Schwester treffe.
    Das mein Vater zu alldem nichts sagt, immer depressiver wird und keine Hilfe annehmen will, macht mir sehr zu schaffen. Ich will ihm doch nichts Böses.
    So, ich glaube das reicht erstmal. Im Großen und Ganzen habe ich alles beschrieben, was mich belastet, was meine Eltern und meine Schwester betrifft. Zwar ist noch mehr vorgefallen, aber das würde zu weit führen.
    Sorry, nochmal , dass dieser Beitrag so lang wurde. Und danke fürs Lesen


    mummie

    Hallo Elli,


    ja, er ist jetzt ca. 14 Tage in seiner neuen Wohnung. Es fällt mir immer noch schwer. Irgendwie mach ich mir pausenlos Gedanken, und nicht zu Unrecht, wie ich heute wieder gemerkt habe.
    Gestern Abend hat er mir eine Nachricht geschrieben, dass er heute zum Arzt gehen müsse. Ihm tut irgendwas hinter dem Ohr weh, das bis in den Kiefer zieht.
    Ich habe ihm dann geschrieben, dass er damit heute morgen mal zum Hausarzt gehen soll, der ihn dann immer noch weiterüberweisen soll und wenn es zu schlimm wird, er gestern Nacht ins Krankenhaus fahren soll. Er antwortete mir, dass er das machen will und sich danach meldet.
    Er ist in der Gastronomie beschäftigt und muss heute ab 14 Uhr wieder arbeiten. Heute morgen hab ich keine Nachricht erhalten. Auch auf meine Nachfrage per SMS bekam ich keine Antwort. Ich hab ihn dann angerufen, auch keine Antwort. Ich wollte eben nochmal anrufen, aber dabei komm ich mir dann auch wieder dumm vor.
    Mein Mann ruft mich auch ständig an und sagt immer fahr hin, ruf an,usw. Keine Ahnung was ich tun soll.
    Nun mache ich mir nur noch mehr Gedanken, ich denke, er war nicht beim Arzt. Ausserdem habe ich ihm angeboten, seine Kochjacken zu waschen, bzw. zu bügeln, aber will er auch nicht, bzw. er hat sie mir nicht gebracht.
    Das sind alles so Dinge, die mir den ganzen Tag im Kopf rumgehen.


    Aber lieb von Dir, dass Du nachgefragt hast.


    LG
    Mummie

    Hallo Elli,Hallo Patrick,


    zunächst einmal vielen Dank für eure Antworten.
    Natürlich weiss ich in meinem Inneren auch, dass die Kinder irgendwann mal ausziehen werden. Ich hätte aber nie gedacht, dass es mir so schwer fallen würde.
    Da sind soviele Fragen: Wird er sich wirklich melden, wenn er Hilfe braucht? Wie oft ist zu oft anrufen? Soll ich überhaupt anrufen in der ersten Zeit? Soll ich ihm noch Ratschläge mit auf den Weg geben, in Sachen Haushalt?Soll ich ihm sagen, dass er mit seinem Haustürschlüssel jederzeit hier rein kommen kann?
    Zur Zeit bringt er immer so in Abständen Umzugskarton rüber. Das Zimmer ist schon sehr leer. Rein theoretisch müssen jetzt nur noch das Bett und seine Rechner rüber.
    Wie verhalte ich mich , wenn er das Bett abbaut und rüberfährt. Schon bei dem Gedanken könnte ich heulen.
    Ich weiss, das ist dumm, so ist es aber nun mal.


    LG
    mummie

    Hallo,


    bin auch eine Neue in eurem Kreise.
    Ich bin 53 Jahre alt und habe zwei Kinder, einen Sohn 23 Jahre , und eine Tochter 20 Jahre.
    Mein Sohn ist gerade dabei auszuziehen. Zwar zieht er nicht weit weg, in das Firmengebäude meines Mannes, aber für mich ist es sehr schmerzhaft.
    Ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll. Ich fühle mich , wie eine Verräterin. Ich kann so nicht mehr für ihn dasein. Und jetzt so kurz vor Weihnachten. Er arbeitet in der Gastronomie, und ich habe immer seine Arbeitskleidung gewaschen und gebügelt.
    Zur Zeit, bringt er so langsam immer Umzugskartons in seine Wohnung. Das tut mir schon sehr weh.
    Zwar werde ich ihm nochmal sagen, dass er immer zu uns kommen kann, wenn er Hilfe braucht, aber irgendwie ist alles so anders.
    LG
    eine mummie