Beiträge von Derran

    Hallo,


    wohin geht es denn genau und was ist der genau Anlass dazu. Desweiteren was meinst du denn genau mit physischer und psychischer Krankheit? Bitte führe deine Aussage etwas detaillierter aus, sonst fällt es schwerer dir einen passenden Ratschlag zu geben.

    Zuerst einmal ist das eine arglistige Täuschung!

    Genau dies würde ich einem Rechtsanwalt, für ein Schreiben mitteilen.

    Da muss ich dich leider enttäuschen. Arglistige Täuschung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff des deutschen Zivil- und Verwaltungsrechts. Im Zivilrecht stellt sie dabei nach § 123 BGB einen Anfechtungsgrund dar. Eine arglistige Täuschung liegt regelmäßig dann vor, wenn eine Täuschung über Tatsachen vorsätzlich erfolgt, der Täuschende also weiß und will, dass sein Verhalten zu einem Irrtum des Getäuschten führen werde.

    Die erforderliche Täuschungshandlung meint ein Verhalten, das darauf abzielt, in einem anderen eine unrichtige Vorstellung hervorzurufen, zu bestärken oder zu unterhalten. Sie kann durch positives Tun, aber auch durch Unterlassen ausgeübt werden, wichtig ist jedoch eine konkludente Handlung darzustellen und das erachte ich in diesem Fall als problematisch.


    Das Problem ist nämlich, dass diese Kirche immer dort steht und der Vormieter keine Möglichkeit hat oder gar nur in Anspruch genommen hat, dort das Glockenläuten zu unterdrücken, sodass Scotty sich für diese Wohnung entschieden hat. So wird auch das Gericht argumentieren, sollte denn der steinige Weg eines Privatrechtstreites gewählt werden. Die Argumentation ist dann einfach. Die Kirche ist da gewesen, wenn eine Kirche da ist muss man mit Kirchenglocken und dessen Läuten rechnen. Es liegt also keine arglistige Täuschung vor, weil der offensichtliche Mangel nicht verschwiegen wurde, sondern zu jeder Zeit offensichtlich war.

    Hallo,


    also ich kenne dieses Problem selber. Ich habe auch mal in einer Gegend gelebt, wo das Glockenläuten nicht mit meinen Schlafgewohnheiten übereinkam. Damals habe ich noch in rollender Woche drei Schichten gearbeitet, da war es vollkommen egal wie spät und welcher Wochentag gerade ist. Mir passierte es da auch, dass ich zum Sonntag von der Nachtschicht kam und mir dann der sonntägliche Besuch der Gläubigen mit Kirchengebimmel den Schlaf raubte. Ich kenne das Problem also, besonders auch dann wenn man mit Religion nicht viel am Hut hat.


    So, jetzt allerdings mal Tacheles. Ich würde an deiner Stelle mal ein paar Erkundigungen einziehen, besonders vielleicht auch mal bei der Gemeinde und der Stadt, vielleicht auch beim Ordnungsamt fragen. Ich weiß es zwar nicht genau, aber in Deutschland gibt es für alle Dinge Verordnungen und Festlegungen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch bei Kirchen und Kirchenglocken einen Rolle spielt. Da muss es zwangsläufig Richtlinien geben wie laut eine Glocke den überhaupt läuten darf. Dahingehend würde ich mich nämlich einmal kundig machen.


    Leider hast du aber das Problem, dass die Kirche eher da war als du. Lass dich nicht abwatschen. Ich würde es auf jeden Fall mal versuchen. Nebenbei weiß ich auch aus Allgemeinwissen, dass es dazu auch anderen Rechtsstreitigkeiten mit religöser Lärmbelästigung gab. Dein Problem ist also nicht neu. Es ging da zwar um den Muezzin ein Moschee und dessen Gebetsausrufe, allerdings denke ich nicht, dass dies vom Prinzip her eine Rolle spielt. Informiere dich...


    Ansonsten, wenn du bauliche Maßnahmen an der Wohnung vor nimmst. Wie sieht es denn mit Geräusch- und Lärmdämmung aus? Ist da irgendwas möglich oder einfach die Fenster geschlossen halten?

    So hart und einfach das jetzt klingt... aber du solltest dir vielleicht mal eine angenehmere Umgebung zum Leben suchen. Das Zuhause ist ein Ort an dem man seine Ruhe finden sollte, ein Ort der einem hilft. Das ist bei dir nicht der Fall und das aus sinnlosesten Gründen, die du offenbar nicht einmal beeinflussen oder gar ändern kannst.

    Hallo,


    dein schlechtes Gewissen in allen Ehren, aber der Komplex, den du dir da aufbaust ist nicht zielführend. Untreue ist eine aktive Tat die mit vollem Bewusstsein über alle Konsequenzen und voller Entscheidungsgewalt getroffen wird. Das ist hier bei deinem Beispiel nicht der Fall. Also höre bitte auf dir so einen Blödsinn einzureden.


    Mach einen Haken hinter, weil du das Geschehene nicht mehr rückgängig machen kannst. Nutze die Sache und lerne draus. Kontrolle über dich selbst, das ist wichtig. Vielleicht hilft es auch deinen Freund darüber einzuweihen. Er kann dir helfen.

    Oh man... hallo erstmal...


    Das was du da vorträgst nennt man sinnlosen Nachbarschaftstreit, der von beiden Seiten befeuert wird. Ich weiß nicht was du da jetzt von uns hier hören möchtest? Offensichtlich gibt es da in deiner Nachbarschaft noch andere Differenzen, die lediglich unter einem Anlass (das Taubenfüttern) zum Ausbruch kommen. Was das genau ist und wer da schuld ist, das kann ich auf Grund von Unkenntnis über die Sache nicht sagen.


    Unklug befinde ich aber, dass du dich auf diese sinnlose Konfrontation einlässt. Ich drücke es jetzt mal sehr hart aus. Wenn man kein Wissen von privatem Recht oder Strafrecht besitzt, dann sollte man es einfach bleiben lassen damit zu drohen. Das wirkt nämlich einfach nur lächerlich und keines Weges einschüchternd. Du hast nämlich gegenüber diesen Leuten keine wirkliche Handhabe. Es ist ihr gutes Recht dich nicht zu mögen, ebenso wie es deines ist, die nicht zu mögen. Ebenso wird bei solchem Kleinkram kein Jurist deinen Fall übernehmen. Mit Straftaten, also Vergehen und Verbrechen, die der Staat als Fehlverhalten zu bestrafen hat, hat das Ganze sehr wenig zu tun, von daher kannst du das gleich bleiben lassen. Jetzt kannst du natürlich sagen, halt halt, Beleidigung ist ein Straftatbestand, genauso wie üble Nachrede und Verleumdung (So etwas wie Rufmord gibt es im StGB nicht). Da sage ich dir ja, das stimmt. Allerdings sind diese Vergehen so geringfügig und dazu noch schwer zu beweisen, dass sich keine Polizeidienststelle damit voll machen wird oder sich gar nur ein Staatsanwalt finden lassen wird, der diesen Fall vor Gericht bringt.


    Deine einzige gerichtliche Chance wäre im Privatrecht zu finden. Hier geht es darum Ansprüche gerichtlich gegeneinander durchzusetzen. Wenn du dich noch an Stefan Raabs Maschendrahtzaun erinnerst. Genau so etwas wird dann vor Gericht verhandelt. Der Nachteil daran ist offensichtlich. Es dauert extrem lange, kostet eine Menge Geld und Kraft und es ist nicht sicher ob man am Ende als Sieger heraus geht. Da du offenbar andere Sorgen hast macht das für dich als Mensch keinen wirklichen Sinn, mal ganz davon abgesehen, dass Müll im Briefkasten nicht wirklich in einem Verhältnis steht, so eine Sache wirklich anzufangen.


    Es sollte dir jetzt klar sein warum man eben keine Tauben füttert. Es werden mehr und eine erhöhte Verschmutzung geht von ihnen aus. Deswegen lässt man das bleiben. Die Tiere haben sich auf den Menschen eingestellt, die finden genug zum Essen und das auch ohne deine Hilfe. Genau da liegt nämlich der Hase im Pfeffer. Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass die Frau das Zeug genau aus diesem Grund vom Hof entfernte? Das Problem ist ja auch, dass du es mehrfach getan hast mit dem Essen rauswerfen, auch als sie schon beräumte. Damit drehst du quasi ihre Aktion wieder um und das kann man dir zurecht ankreiden. So ein Handeln ist in gewisser Weise durchaus als respektlos anzusehen, was es zumindest menschlich nachvollziehbar macht, warum diese Frau so explodiert und sich mit dir streitet. Achtung, ich sage nicht, dass es gut ist was sie tut, ich sage nur, dass es nachvollziehbar ist! Sie sieht nämlich in ihrem Standpunkt eine Absicht hinter deinem Handeln, die noch dadurch bestärkt wird, dass du das Ganze beobachtet hast und in dem du mit ihr gestritten hast, zugabst, dass du sehr wohl etwas mitbekommst. Sie denkt also, dass sie von dir provoziert wird, was durch dein Kontra noch verstärkt wird. Du siehst also, das hat nicht viel mit dem Hass auf Tauben zu tun, sondern liegt an einem Mangel an Kommunikation. Wenn du eine erwachsene Lösung des Problems willst, dann suche mit der Frau das vernünftige Gespräch und einige dich mit ihr. Vermeide es aber dabei auf deinem Standpunkt zu verharren, Vorwürfe auszusprechen und rechne damit, dass du für den Kompromiss eine Entschuldigung eingestehen musst um im Gegenzug auch von ihr eine zu bekommen.

    Hallo,


    das ist eine ziemlich facettenreiche Lebensgeschichte. Wenn du einen Rat magst, es gibt zu dem Problem was du mit deinen Eltern hast ein Japanisches Sprichwort, was sehr gut passt. Dies lautet: "Der Garten kommt nicht zum Kranich, sondern der Kranich kommt zum Garten." diese Metapher bedeutet, dass man anderen ihre Gegebenheiten nicht aufzwingen kann. Sieh dich und deine Familie als den Garten. Alles was du tun kannst ist für den Kranich, der steht in dem Falle für deine Eltern, die Bedingungen zu bieten. Dies hast du, weil es ja dein Herzenswunsch ist sicher getan. Von daher musst du dir keinen Vorwurf machen. Der Fehler liegt nicht bei dir und der Kranich ist in dem Falle dumm den Garten nicht zu besuchen.


    Konzentriere dich stattdessen lieber auf deine Familie. Das sind diejenigen, die den Garten schätzen, den du mit ihnen aufgebaut hast und von denen sie ein Teil sind.

    Hallo,


    ich kann nach deinem Text nicht sagen ob dein Plan funktioniert oder nicht. Dazu habe ich zu wenige Details und Anhaltspunkte. Ich kenne deine Methodik nicht, weiß nichts über deine Fähigkeiten, deine Moral, deine Talente und über deine Vorstellungen. Allerdings gebe ich dir mal ein Zitat von General Patton mit auf den Weg. Jaich weiß, der hat viel erzählt wenn der Tag lang war, aber ich denke an: "Glück ist das Ergebnis von Planung." ist schon was dran.


    Also ja, plane dein Vorhaben und passe es an deinen Möglichkeiten an. Das Alter oder der Umstand sind vollkommen egal. Wenn du dich in der Lage fühlst und dich realistisch selbstreflektiert hast, dann nur zu. Bedenke aber auch, dass du für dich auch einmal bedenken solltest, dass Arbeit nicht Alles ist. Es gibt Dinge die sind wichtiger als jeder Erfolg und jedes Geld. Geld ist nur ein Universaltauschmittel welches Wege zum Ziel ebnen kann, alleine ist es jedoch völlig nutzlos. Das was wichtiger ist, dass ist deine Familie, die zwischenmenschliche Beziehung zu den wenigen Leuten, die dir bedeutsam sind. Also denk nicht nur an dich, denk auch an deine Freundin. Mach aus dem Ich ein Wir.

    Das was du da schreibst klingt für mich nicht nach Liebe.

    Das was deine Ex da tut ist nichts worauf du dich verlassen solltest. Wenn sie sich einmal von dir trennen kann, dann auch ein zweites Mal oder mehr. Das ist die Essenz, die du aus den Handlungen eines Menschen lernen kannst. Du weißt also wozu sie fähig ist. Menschen ändern sich auch nicht, sie behalten ihre Muster.


    Pass also auf, du spielst mit deinem Standpunkt und das für wen der schon mal bewiesen hat, dass er es nicht wert war. Außerdem, verwechsle Liebe nicht mit Mitleid und tue mir einen Gefallen. Sei nicht so blöd wie ich in dieser schwierigen Problematik!


    Geht ganz schnell, dass sie plötzlich einen anderen findet und dann wieder alles egal ist.

    Nein, es wäre nicht verwerflich, sondern es ist für dich eher ein natürlicher Erhaltungstrieb, der dazu noch sinnvoll ist. Du hast als allein erziehende Mutter mit mehreren Jobs genug Probleme! Da brauchst du nicht noch das! Diese Details bestärken nur nochmal meinen Rat auf Distanz mit den beiden zu gehen. Auch den Arbeitswechsel halte ich für sinnvoll.

    Hallo,


    also ich kann nur von mir sprechen, dass ich aus einem wirklichen Problem hier gelandet bin. Im Gegenzug kann ich aber nicht sagen, dass es Fakes gibt. Natürlich kann man im Internet niemals überprüfen ob denn das Gegebene eines Nutzers nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Das ist schwer zu unterscheiden. Mir ist jedoch hier noch nie aufgefallen, dass ein Beitrag so übertrieben war, dass man wahrscheinlich von einem Fake sprechen kann.


    Das führt mich zu dem was die Seite ausmacht. Hier drin wird jedes Problem, jedes Thema und jede Fragestellung um Hilfe und Rat sehr sehr ernst genommen. Die kleine, feine Community ist sehr sehr reif und erwachsen. Ausgelacht oder gestört wird hier nicht, sondern diese Seite leistet wirkliche Hilfe in Form von Denkanstößen und Impulsen und das durchaus effektiv. Deswegen halte ich mich hier auch noch auf und unterstütze diese gute Sache mit meinem Beitrag.

    Ohje,


    also das ist eine ernst zunehmende Entwicklung. Problematisch steht die Tatsache im Raum, dass die Verpflichtung Familie mit den Nachwehen deiner gescheiterten Beziehung kollidieren. Das ist auch ein Grund warum man sowas eigentlich nicht tut. Eine Familie muss geschlossen stehen. Eine Beziehung zu deinem Ex untergräbt nur diesen Status der Familie als Feste und Bollwerk.


    Leider bist du in dieser Position auch nur eine Zuschauerin, eine Statistin. Du kannst nichts aktiv tun was die Situation verbessern würde. Wenn du schon sinngemäß darlegst, dass du keine Möglichkeit hast es hinzunehmen. Dahingehend bleibt dir aus Selbstschutz nur die Distanz zu deiner Schwester zu erhöhen, was leider auch keine gute Gesamtlösung für alle darstellt. Aber das ist nicht deine Schuld. Die liegt bei der Entscheidung deiner Schwester sich mit deinem Ex einzulassen.

    Hallo,


    ich möchte dir einen grundlegenden Gedanken als Impuls geben.

    Solange man jung und vital ist, von Gesundheit strotzt, da hat man das Gefühl unsterblich zu sein. Man lebt in Verdrängung und macht sich überhaupt keine Gedanken. Du weißt, dass du irgendwann sterben wirst. Das ist ein Schutzmechanismus unserer Psyche. Es bringt ja deiner Seele nichts wenn du in einem sorglosem Zustand, dir darüber Sorgen machst, was in der Zukunft sein wird. Wenn man nun plötzlich an einen Punkt wie du kommt, wo man die Vergänglichkeit seiner Existenz sehr deutlich spürt, dann erkennt man auf einmal das Dilemma. Memento Mori - bedenke, dass du sterblich bist. Das geschieht gerade mit dir. Aber bedenke auch, die Zeitbegrenzung war schon immer da. Das ist schon immer ein Merkmal des Lebens. Leben ist ein absehbarer, begrenzter Zeitraum, der in den Tod, einen undefinierbaren, unendlichen Zustand mündet.


    Nun, was kannst du aus dieser Erkenntnis herausnehmen? Ich würde sagen, dass du Demut entwickeln solltest und die kleinen Dinge sehen musst. Denn die kleinen Dinge sind es die wichtig sind und sie sind nicht selbstverständlich. Wenn das Kleine nicht funktioniert, dann kann das Große erst recht nicht funktionieren. Von daher suche Sinnfindung im Kleinen und schöpfe daraus ein positives Lebensgefühl für dich. Daraus resultiert das Werkzeug gegen deine Krebserkrankung und gegen dein Lebensproblem. Denk daran, du gehörst zu denen, die den Krebs besiegen. Das steht außer Frage und du weißt jetzt auch wie kostbar das Leben ist. Also verschwende deine Zeit nicht mit Traurigkeit. Setz dir Ziele, kleine Ziele und verbringe Tag für Tag und das nicht unbedacht und sorglos, sondern bewusst und aufmerksam.

    Hallo,


    ich denke du brauchst keinen Rat. Du hast dich methodisch selbstreflektiert und auch die Schwächen an dir und deinem Charakter herausgearbeitet. Allerdings sollte man dir einen Impuls geben. Dieser lautet, dass jeder Mensch Schwächen besitzt. Die Kunst ist es sie zu kennen, sich selbst zu kennen. Dann kann man mit einer Schwäche umgehen. Aber reden wir nicht nur von Schwächen, reden wir auch von Stärken. Was mir auffällt, deine Stärke ist deine analytische Herangehensweise an Sachlagen. Meines Erachtens bist du ein zielstrebiger Problemlöser, der die Feinheiten kennt und genau weiß wann und wie etwas getan werden muss und in welcher Dosierung dies statt zu finden hat. Lass dir gesagt sein. Die meisten Leute sind sehr gut darin andere zu verurteilen, aber dabei können sie sich nicht selbst sehen und erkennen. Das haben solche Leute wie du, aber auch ich denen vorraus. Von daher sieh es nicht als Problem. Sieh es als Gabe.


    Ansonsten fällt mir noch ein, dass du in deinem Leben vielleicht ein wenig Demut entwickeln solltest. Das ist die Lösung, wenn du trotz gutem Leben unterschwellige Unzufriedenheit fühlst. Mach dir bewusst, dass du weit größere Probleme besitzen könntest und dein Leben, ich gehe mal davon aus, finanziell sorgenfrei in geordneten Bahnen läuft. Das ist für den Großteil der Menschen auf unserem Planeten nicht selbstverständlich. Wenn du das begriffen hast, dann ist der Folgeschritt ganz klar und logisch. Nutze deine Position um die Welt, deine Umwelt zu einem besseren Ort zu machen. Das gibt Kraft und sorgt auch dafür, dass deine Unzufriedenheit verschwindet und du dich nicht mehr wegen Lächerlichkeiten ärgerst.

    Hallo,


    ich rate dir aus finanziellen Aspekten davon ab ein Haus zu kaufen. Dieses lapidare "da muss was gemacht werden" ist ein sehr großes Problem. Ein eigenes Haus ist in die Kategorie Statussymbole einzuordnen. Du musst dich nicht nur selber um die Instandhaltung kümmern, die richtig ins Geld gehen kann, sondern musst dem entsprechend auch das Grundstück verwalten und andere Kosten, wie Abwasser, Entsorgung, Beheizung, Wasser, etc. pp. tragen und dich darum kümmern. Das ist eine Menge Aufwand für ein Haus und sollte nur von jemandem angegangen werden, der sich in sicheren finanziellen Verhältnissen wägt. Ebenso sollte man Eventualitäten bedenken. Sowas wie Hochwasser, Sturmschaden oder Risse wegen Bodensenkung sind bittere Realität. Deswegen sagt deine Mutter dazu auch nein.


    Zur Miete wohnen ist im Grunde immer noch das Beste was dir passieren kann. Du hast überschaubare Kosten, jegliche Reparaturen trägt der Vermieter und deine Rechte sind im Privatrecht bestens definiert. Außerdem bist du flexibel, wenn du einmal den Wohnort wechseln musst. Das kannst du bei einem Haus nicht sagen.


    Wenn du doch einmal in finanzielle sichere Verhältnisse einsteigen solltest gibt es noch andere Optionen, die man bedenken könnte. Als Kompromiss fällt mir beispielsweise die Eigentumswohnung ein, die dich aus den Pflichten des Hauseigentümers etwas mehr heraus holt. Dennoch,überlege es dir gut.

    Hallo,


    bevor ich dir eine ausführliche Antwort gebe, habe ich ein paar Fragen. Wie alt ist deine Mutter und wie alt bist du und deine Geschwister, bzw. wie viele seid ihr und wie ist die Familiensituation?

    Hallo,


    um deine Frage im Titel gleich zu beantworten, nein du hast dir nichts verbaut. Mit 23 Jahren bist du noch jung für prägende Lebensentscheidungen. Gibt Leute wie mich die sich mit 32 Jahren noch umschulen lassen, aber gut das ist eine andere Geschichte.


    Übrigens ist deine Story nicht das Problem, sie ist aufrichtig und ich denke genau hier bei ist die Lösung für deine Schwierigkeiten zu finden. Du wirst lachen, aber ich denke du hast recht mit all dem was du über Arbeit denkst. Aber ganz langsam, ich gebe dir das jetzt ziemlich schonungslos, bin also nicht die Mama die will, dass du was aus deinem Leben machst oder der Berufsbetreuer oder diese ganzen Schwachköpfe vom Arbeitsamt. Nein, wir brechen es jetzt mal auf das Minimum herunter und das geht recht einfach.


    Im Grund hast du es schon gesagt. Ziel ist es nicht Spaß an seiner Arbeit zu haben, Ziel ist es sich damit zu arrangieren, weil es nun mal für die meisten Menschen auf diesem Planeten so ist, dass es ums Geld geht. Nur Idioten macht Arbeit Spaß! Das ist der einzige Grund warum dieser ganze Stumpfsinn in so eine Maschinerie gestopft wird. Alle sind süchtig nach diesem Universalzahlungsmittel was sich Geld nennt. Gleichfalls kannst du aber auch vergessen, dass Geld gerecht oder für harte Arbeit verteilt wird. Das ist nicht der Fall. Selbst wenn zwei Menschen die selbe Arbeit tätigen und der eine besser als der andere arbeitet, sie bekommen das Gleiche. Ebenso hast du in dir drin schon das wichtigste Problem erkannt. Wenn du einen Arbeitsvertrag eingehst, dann ist das nicht, wie es im Lehrbuch steht Arbeitskraft gegen Entgelt, sondern deine Arbeitskraft ist deine Lebenszeit und deine Lebensenergie. Es ist richtig was du sagst. Die meisten Leute gehen 8 Stunden jeden tag arbeiten, machen vielleicht noch Überstunden, haben vielleicht noch 1 Stunde Fahrtweg. Was bleibt da für einen selbst? Nicht viel, sie leben nicht, sondern arbeiten nur noch. Das Ergebnis sind dann Leute, die als Rentner nicht mehr wissen was sie mit sich anfangen sollen, weil sie nie was anderes getan haben außer arbeiten.


    Arbeit bedeutet aber auch, dass andere an deiner Arbeit verdienen. Das ist auch so ein Problem des Kapitalismus. Jemand über dir erhält also auf Grund deiner täglichen Arbeitsleistung Mehrwert, den er für sich verbucht. Und jetzt kannst du dir mal die Frage stellen in wie weit diese ganzen Sportwagen und schönen Häuser verdient sind? Und genau an dem Punkt komm ich zu meinem Lieblingskabarettisten Volker Pispers, der mal sinngemäß sagte, es gibt zwei Arten von Arbeitslosen, nämlich einmal die, die auf das Arbeitsamt gehen und die anderen die im Hafen von St. Tropez auf einer Yacht liegen.


    Unter diesen ganzen Gedanken ist es legitim das System der Arbeit anzuzweifeln. es ist vollkommen legitim, wenn du Arbeit als sinnlos ansiehst. Es ist auch völlig legitim wenn du dich bildest für die Dinge an denen du persönliches Interesse hast, als an den Dingen die dir aufgedrückt werden. Letztendlich hast du nur eine Aufgabe und das ist es soviel Geld zu verdienen, dass du gut leben kannst und das mit dem geringsten Aufwand den du anbringen kannst. Ich rede aber hier nicht von so etwas Entwürdigendes wie Arbeitslosengeld. Das ist es, mehr steckt hinter der Sache nicht.


    Tja und nun kannst du dir sicherlich vorstellen, dass die wenigsten Leute das tun was sie wollen, sondern ausschließlich Zwang dahinter steht. Du wirst lernen müssen mit diesem Zwang umzugehen. Das musste ich auch lernen.

    Hallo,


    das ist eine gute Frage, die ich dir nicht beantworten kann. Grundsätzlich gibt es ein Arbeitszeitgesetz, sowie Urlaubsgesetz, allerdings kann dieses durch viele Faktoren spezialisiert und abgeändert werden, beispielsweise durch Tarifverträge oder Unterverordnungen bei bestimmten Berufsgruppen. Außerdem besteht unter Umstand noch Regelungen des Bundeslandes.So sind zum Beispiel arbeitsrechtlich 24 Stunden-Dienste nicht rechtens, wobei ich mir denken kann, dass es da im Bereich der Pflege speziellere Gesetze geben muss. Ich denke bei rechtlichen Fragen bist du hier gänzlich falsch. Ich empfehle deine Frage nochmal in einem speziellen Rechtsforum zu stellen. Da findest du über die Google-Suche sicher schnelle etwas, wo man dir fachlich Auskunft geben kann.

    Gut, also Halbwaisenrente ist auch so ein Posten der bei euch drei mit eingerechnet wird. Was deinen Regelsatz angeht kann ich dir von den Zahlen her leider nicht helfen. Dieser Satz kommt sehr drauf an in welcher Ecke Deutschlands du wohnst und auch von genauen finanziellen Verhältnissen abhängig. Das brauchst du hier nicht auszuführen. Gut finde ich, dass dir dein Stiefvater Einblick erlaubt. Mach es doch so, dass er dir zeigt um was es geht. So wie sich der Text für mich ließt überblickt dein Stiefvater die finanzielle Situation eurer Familie und das ist sehr sehr gut so.


    Das mit dem Untermietervertrag mit dir ist auch eine gute Idee, weil ihr dann nämlich als Ergebnis alle mehr Geld vom Amt bekommt und sich dann besser finanziell haushalten lässt. Mit den neuen Infos, die du mir jetzt gegeben hast, würde ich an deiner Stelle erst einmal kleinere Schritte unternehmen. Kümmere dich erst einmal um deinen Realschulabschluss und bleib dran dir von deinen Stiefvater das mit den Finanzen erklären zu lassen. Interessiere dich für das Thema. Danach solltest du dich beruflich bilden und erst dann würde ich vorschlagen, dass du die Idee ergreifst mit der eigenen Wohnung. Mach schön Schritt für Schritt und erweitere deinen Horizont. Ein eigenes Konto wäre wie gesagt auch nicht schlecht, allerdings kostet dies auch wieder Gebühren.