Beiträge von Derran

    Hallo,


    bevor ich dir eine ausführliche Antwort gebe, habe ich ein paar Fragen. Wie alt ist deine Mutter und wie alt bist du und deine Geschwister, bzw. wie viele seid ihr und wie ist die Familiensituation?

    Hallo,


    um deine Frage im Titel gleich zu beantworten, nein du hast dir nichts verbaut. Mit 23 Jahren bist du noch jung für prägende Lebensentscheidungen. Gibt Leute wie mich die sich mit 32 Jahren noch umschulen lassen, aber gut das ist eine andere Geschichte.


    Übrigens ist deine Story nicht das Problem, sie ist aufrichtig und ich denke genau hier bei ist die Lösung für deine Schwierigkeiten zu finden. Du wirst lachen, aber ich denke du hast recht mit all dem was du über Arbeit denkst. Aber ganz langsam, ich gebe dir das jetzt ziemlich schonungslos, bin also nicht die Mama die will, dass du was aus deinem Leben machst oder der Berufsbetreuer oder diese ganzen Schwachköpfe vom Arbeitsamt. Nein, wir brechen es jetzt mal auf das Minimum herunter und das geht recht einfach.


    Im Grund hast du es schon gesagt. Ziel ist es nicht Spaß an seiner Arbeit zu haben, Ziel ist es sich damit zu arrangieren, weil es nun mal für die meisten Menschen auf diesem Planeten so ist, dass es ums Geld geht. Nur Idioten macht Arbeit Spaß! Das ist der einzige Grund warum dieser ganze Stumpfsinn in so eine Maschinerie gestopft wird. Alle sind süchtig nach diesem Universalzahlungsmittel was sich Geld nennt. Gleichfalls kannst du aber auch vergessen, dass Geld gerecht oder für harte Arbeit verteilt wird. Das ist nicht der Fall. Selbst wenn zwei Menschen die selbe Arbeit tätigen und der eine besser als der andere arbeitet, sie bekommen das Gleiche. Ebenso hast du in dir drin schon das wichtigste Problem erkannt. Wenn du einen Arbeitsvertrag eingehst, dann ist das nicht, wie es im Lehrbuch steht Arbeitskraft gegen Entgelt, sondern deine Arbeitskraft ist deine Lebenszeit und deine Lebensenergie. Es ist richtig was du sagst. Die meisten Leute gehen 8 Stunden jeden tag arbeiten, machen vielleicht noch Überstunden, haben vielleicht noch 1 Stunde Fahrtweg. Was bleibt da für einen selbst? Nicht viel, sie leben nicht, sondern arbeiten nur noch. Das Ergebnis sind dann Leute, die als Rentner nicht mehr wissen was sie mit sich anfangen sollen, weil sie nie was anderes getan haben außer arbeiten.


    Arbeit bedeutet aber auch, dass andere an deiner Arbeit verdienen. Das ist auch so ein Problem des Kapitalismus. Jemand über dir erhält also auf Grund deiner täglichen Arbeitsleistung Mehrwert, den er für sich verbucht. Und jetzt kannst du dir mal die Frage stellen in wie weit diese ganzen Sportwagen und schönen Häuser verdient sind? Und genau an dem Punkt komm ich zu meinem Lieblingskabarettisten Volker Pispers, der mal sinngemäß sagte, es gibt zwei Arten von Arbeitslosen, nämlich einmal die, die auf das Arbeitsamt gehen und die anderen die im Hafen von St. Tropez auf einer Yacht liegen.


    Unter diesen ganzen Gedanken ist es legitim das System der Arbeit anzuzweifeln. es ist vollkommen legitim, wenn du Arbeit als sinnlos ansiehst. Es ist auch völlig legitim wenn du dich bildest für die Dinge an denen du persönliches Interesse hast, als an den Dingen die dir aufgedrückt werden. Letztendlich hast du nur eine Aufgabe und das ist es soviel Geld zu verdienen, dass du gut leben kannst und das mit dem geringsten Aufwand den du anbringen kannst. Ich rede aber hier nicht von so etwas Entwürdigendes wie Arbeitslosengeld. Das ist es, mehr steckt hinter der Sache nicht.


    Tja und nun kannst du dir sicherlich vorstellen, dass die wenigsten Leute das tun was sie wollen, sondern ausschließlich Zwang dahinter steht. Du wirst lernen müssen mit diesem Zwang umzugehen. Das musste ich auch lernen.

    Hallo,


    das ist eine gute Frage, die ich dir nicht beantworten kann. Grundsätzlich gibt es ein Arbeitszeitgesetz, sowie Urlaubsgesetz, allerdings kann dieses durch viele Faktoren spezialisiert und abgeändert werden, beispielsweise durch Tarifverträge oder Unterverordnungen bei bestimmten Berufsgruppen. Außerdem besteht unter Umstand noch Regelungen des Bundeslandes.So sind zum Beispiel arbeitsrechtlich 24 Stunden-Dienste nicht rechtens, wobei ich mir denken kann, dass es da im Bereich der Pflege speziellere Gesetze geben muss. Ich denke bei rechtlichen Fragen bist du hier gänzlich falsch. Ich empfehle deine Frage nochmal in einem speziellen Rechtsforum zu stellen. Da findest du über die Google-Suche sicher schnelle etwas, wo man dir fachlich Auskunft geben kann.

    Gut, also Halbwaisenrente ist auch so ein Posten der bei euch drei mit eingerechnet wird. Was deinen Regelsatz angeht kann ich dir von den Zahlen her leider nicht helfen. Dieser Satz kommt sehr drauf an in welcher Ecke Deutschlands du wohnst und auch von genauen finanziellen Verhältnissen abhängig. Das brauchst du hier nicht auszuführen. Gut finde ich, dass dir dein Stiefvater Einblick erlaubt. Mach es doch so, dass er dir zeigt um was es geht. So wie sich der Text für mich ließt überblickt dein Stiefvater die finanzielle Situation eurer Familie und das ist sehr sehr gut so.


    Das mit dem Untermietervertrag mit dir ist auch eine gute Idee, weil ihr dann nämlich als Ergebnis alle mehr Geld vom Amt bekommt und sich dann besser finanziell haushalten lässt. Mit den neuen Infos, die du mir jetzt gegeben hast, würde ich an deiner Stelle erst einmal kleinere Schritte unternehmen. Kümmere dich erst einmal um deinen Realschulabschluss und bleib dran dir von deinen Stiefvater das mit den Finanzen erklären zu lassen. Interessiere dich für das Thema. Danach solltest du dich beruflich bilden und erst dann würde ich vorschlagen, dass du die Idee ergreifst mit der eigenen Wohnung. Mach schön Schritt für Schritt und erweitere deinen Horizont. Ein eigenes Konto wäre wie gesagt auch nicht schlecht, allerdings kostet dies auch wieder Gebühren.

    Nun, ich kann dir da leider nicht weiterhelfen, weil es unterschiedliche Bildungsträger und Behörden dafür gibt und das auch von Bundesland zu Bundesland in Deutschland verschieden ist. Außerdem bin ich nicht vom Fach und kann dir zum Thema Weiterbildung allgemein schon nichts sagen und bei deinem speziellen Berufsfeld noch weniger. Das wird auch schwer hier Hilfe zu finden.

    Nun,


    das Internet hilft.

    Ansonsten kann man auch mal versuchen über das Arbeitsamt solche Informationen einzuholen. Meines Wissens gibt es auch noch eine Abteilung für Weiter- und Fortbildung.

    Hallo,


    nun erstmal grundsätzlich...

    Ich will jetzt nicht fragen ob der Beruf dir Spaß macht. Menschen die das als Spaß empfinden sind meines Erachtens nicht ganz glatt. Deswegen frage ich lieber ob du dich mit dem Job arrangieren kannst oder dieser für dich nur noch eine Belastung darstellt? Wenn Letztes der Fall ist solltest du schauen, dass du dich beruflich umorientierst. Diese Logik kapiert auch dein Mann. Der Punkt ist nämlich nicht, dass du arbeitest um Geld zu verdienen. Der Punkt ist, dass du Lebenszeit und Lebenskraft opferst um Geld zu bekommen. Folglich sollte dich eine Arbeit nicht negativ belasten, sondern eine Verpflichtung sein und bleiben mit der du umgehen kannst. Du solltest dir also die Zeit nehmen und einmal genau überlegen was du machen willst und was du für Optionen zur Verfügung hast. Je nachdem was du für Interessen besitzt lassen sich da durchaus Alternativen finden. So sind mit 41 Jahren auch noch Umschulungen, Weiterbildungen oder Neuorientierungen möglich und denkbar, die sogar staatlich gefördert werden.


    Aus dieser Problematik könnte übrigens auch dein Magenproblem herrühren. Unzufriedenheit und Ärger sorgt für erhöhte Magensäure, was im Fortschritt zu Magenschwüren führt.

    Hallo,


    ein paar grundsätzliche Infos. Ich bin mit dem Thema bestens vertraut. Grundsätzlich läuft das mit dem ALG II (auch genannt Hartz IV) so ab, dass es dafür gedacht ist einem Langzeiterwerbslosen der keinen Anspruch mehr auf ALG I besitzt (mindestens 1 Jahr durchgängige Arbeit oder Aufstockung wäre dieser Satz unter dem Grundeinkommen), ihren Lebensunterhalt bestreiten können. ALG II besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Einmal einem festen Geldsatz der dafür gedacht ist deine Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung, Stromrechnung etc. zu decken und zum Zweiten die Finanzierung von Unterkunft und Heizung. Das bedeutet das ALG II wird zur Begleichung der Miete und dessen Betriebskosten eingesetzt. Eine Miete ist ja nicht nur Miete, sondern besteht aus Grundmiete und Heizkosten. Dafür gibt es gewisse Festlegungen wie viele Quadratmeter Maximum sind und welche Mietkosten maximal übernommen werden.


    Dann unterscheidet man auch die Wohnsituation. Theoretisch kann man alleine leben, in Wohngemeinschaft oder eben Bedarfsgemeinschaft. Alleine ist klar. Bei einer Wohngemeinschaft leben mindestens zwei Menschen in der selben Wohnung, haben aber geeignete, eigene Zimmer, teilen also nur Küche und Bad. Das ist bei Studenten oftmals der Fall, aber man könnte beispielsweise auch mit Geschwistern so eine Wohngemeinschaft eingehen. Bedarfsgemeinschaften sind wie du es aus deinem Falle ja kennst Familien. Das trifft zu wenn Partner, Eheleute, Eltern und Kinder oder Alleinerziehende zusammenleben. Gut nun zum Unterschied zu Wohngemeinschaft und Bedarfsgemeinschaft. Die Wohngemeinschaft hegt den Vorteil, dass der feste Geldsatz für die Verbrauchsausgaben für jeden gleich ist und sich lediglich in der Miete reingeteilt wird, sprich das Amt dort nur den Teil übernimmt der von der betreffenden Person genutzt wird. Einfaches Beispiel, Zwei Kumpels, beide arbeitslos und ALG-II-Empfänger leben als Wohngemeinschaft in einer Wohnung, teilen sich rein. Beide bekommen volles Arbeitslosengeld und die Miete wird halbiert.


    Bei der Bedarfsgemeinschaft ist das allerdings anders. Da wird diese Rücksichtnahme nicht gemacht. Dieser Umstand bildet übrigens auch den größten Kritikpunkt am derzeitigen Arbeitslosengeldsystem. ALG II ist nämlich ein Bürgerrecht, verkommt aber in unserem politischen System zu einem Zwang dem zu viele Pflichten auf erliegen. Der ausschlaggebende Punkt ist nämlich, dass alle Einkünfte der Bedarfsgemeinschaft zusammengerechnet werden und daran die Bedürftigkeit ermittelt wird. Zwar übernimmt das Amt zwar die Miete anstandslos, allerdings erhalten die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft nicht wie die Wohngemeinschaft ihr Arbeitslosengeld ohne Einrechnung. Da gibt es auch gewisse Sätze die maximal möglich sind. Folgendes Problem ergibt sich da. ins ALG II werden sämtliche Einkünfte eingerechnet, soll heißen, werden diese erzielt zieht man diese beim ALG II ab. So ist zum Beispiel Kindergeld und Wohngeld so ein Posten. Kritisch wird es auch wenn Teile der Bedarfsgemeinschaft arbeiten, aber das Geld nicht über das Existenzminimum reicht. Angenommen, man hätte eine dreiköpfige Familie, Vater, Mutter, Sohn und der Sohn geht über eine Zeitarbeitsfirma in der Industrie 40-Stunden-Woche-Schicht fahren. Da bekommt man nach den Abzügen so Pi mal Daumen einen guten 1.000er raus. Dieser Verdienst reicht nicht um die Familie zu versorgen wird aber mit einberechnet, was dann zur Folge hat, dass die Eltern weniger Arbeitslosengeld bekommen. Als Folge stopft der Sohn sein ganzes Geld in die Familie um beide Elternteile zu versorgen. Du siehst also, es handelt sich hierbei um ein fragiles Dreieck, wo an jeder Kante gezogen wird. Gerade so eine Situation ist sehr sehr schwer für eine Familie. Noch verrückter wird es wenn auf einmal Erbschaften angetreten werden oder durch Nebentätigkeiten Geld erwirtschaftet wird. Diese Einkünfte müssen angegeben werden und das Amt kontrolliert nach. Diese Rechtfertigung über den finanziellen Spielraum ist ziemlich entwürdigend und auch anstrengend, vor allem wenn dann auch noch die Logik greift besser gar keiner Arbeit oder Möglichkeit der Geldeinkunft nachzugehen, weil man es wieder abgezogen bekommt und sich nur noch mehr rechtfertigen muss. Jenes Problem wird wohl auch in deiner Familie bestehen.


    Nun zu dir. Bedenklich finde ich, dass du mit 24 Jahren kein eigenes Konto besitzt. Der Satz der dir zugesprochen wird gehört rechtlich auch dir. Das bedeutet du musst in deinem Antrag irgendwann einmal die Kontonummer angegeben haben auf die dieses Geld überwiesen wird. Wenn du geistig zurechnungsfähig bist, dann spricht auch nichts dagegen, dass du ein eigenes Konto besitzt auf dem eben jener Geldbetrag eingeht. Du könntest deinen Beitrag zur Bedarfsgemeinschaft dann ja auch leisten. Desweiteren liegt da auch der Schlüssel um das Problem für dich zu lösen. Die Lösung ist nämlich einfach, du musst raus aus der Bedarfsgemeinschaft, sprich brauchst eine eigene Wohnung und musst für dich dringend lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Das Gesetz sieht vor das Jugendliche ab 25 Jahre ausziehen dürfen, wenn die Familie in so einer Bedarfsgemeinschaft lebt. Dabei lässt sich vom Amt sogar Extrageld für die Erstausstattung einer Wohnung beantragen. Darauf solltest du hinarbeiten und das Amt berät dich auch dahingehend. Man mag es nicht glauben, aber nur auf die schimpfen bringt auch nichts. Wenn man mit ihnen kommuniziert und das erfüllt was verlangt ist, dann kann man auch seine Möglichkeiten in seinem Rahmen durchbringen. Ich kann dir an Hand deines Problems nicht sagen was da bei deinen Eltern genau los ist. Fakt ist aber sie halten die Hände über dich und du bist massiv unselbstständig. Das ist nicht gut, weil du so überhaupt keine Vorstellung von Geld und Wert besitzt. Ich sage dir aus eigener Erfahrung, dass es eine schwere und wichtige Erfahrung ist selber sein Geld einzuteilen und zu haushalten. Das sollte jeder Mensch lernen, tun aber wenige. Deswegen gibt es auch so viele Schuldner. Nun und genau da ist das durchschlagende Argument gegen deine Eltern. Sag ihnen, dass es dir gut geht. Du hast alles, ja. Aber etwas fehlt dir nämlich, die Selbstständigkeit. Sag ihnen, dass du selbstständig werden willst und das es wichtig ist! Irgendwann musst du alleine klar kommen und du musst es selber können. Dabei ist es auch egal ob du psychische Probleme hast oder hattest, den Weg musst du gehen, allein schon deswegen, weil du sie überleben wirst und je länger du das abgenommen bekommst, enorme Defizite aufweist.

    Hallo,


    nun erst einmal muss ich feststellen, dass dein Problem nicht sehr detailliert dargestellt ist. Meist geht es bei Familienangelegenheiten und Streitigkeiten sehr sehr hitzig zu, gerade eben weil viele Leute nicht wirklich verstehen respektvoll miteinander umzugehen. Oftmals ist auch Geld das Problem, bzw. die Tatsache, dass aus Gründen der Familie genau deswegen keine vertraglichen Festlegungen in Schriftform stattfinden und es deswegen zum Zerwürfnis kommt. Jedoch und da kommen wir mal der Sache näher, kann es auch schwerwiegendere Probleme in einer Familie geben, welche es rechtfertigen den Kontakt abzubrechen. Beispiel hierfür wären eben Gewalt, Alkoholismus, Drogenmissbrauch oder extrem egoistisches, sowie asoziales Verhalten.


    Da du darauf aber nicht näher eingegangen bist und auch nicht in wie weit die Wohnverhältnisse zu deinen Familienangehörigen stehen, kann ich dazu nicht viel beitragen. Mir fällt nur auf, dass ihr eine recht große Familie seid. So wie sich das auch liest nehme ich stark an, dass sich eure soziale Situation am Existenzminimum bewegt.


    Du musst selber entscheiden, ob du den Kontakt halten willst. Wenn dich der Umgang mit gewissen Personen in deiner Familie zu sehr stresst und kein vernünftiges Übereinkommen, in welcher Problemsituation auch immer, möglich ist, dann kann der Abbruch des Kontaktes eine richtige Entscheidung sein. Allerdings solltest du dieses Mittel in seiner Feinheit abwägen. Kontakt halten und Kontakt abbrechen, klingt wie eine endgültige Wahl, ja oder nein, Licht an oder Licht aus. Das trifft aber auf die Situation nicht zu. Man kann den Kontakt beispielsweise auch einschränken oder eben verringern. Dann sieht man sich eben vielleicht nur zweimal im Monat oder zu besonderen Anlässen. Ebenso ist es möglich, den Kontakt zunächst einzuschränken um ihn später wieder zu öffnen. Es ist nicht fix. Das will ich damit sagen. Wie gesagt ist aber die Voraussetzung räumliche Trennung, also getrennte Wohnungen, aber ich gehe mal davon aus, dass das bei dir der Fall ist. Von daher rate ich dir an das Mittel der räumlichen Trennung in seiner Wirkungsweise genauer zu betrachten. Lege für dich fest inwiefern der Kontakt zu deiner Mutter oder anderen Familienangehörigen, die sich streitsüchtig und uneinsichtig verhalten, sinnvoll ist und passe deinen Umgang mit jenen Leuten an. Denn vergiss nicht, auch wenn sie sich vielleicht nicht gerade friedlich verhalten sind das immer noch Familienangehörige. Blut ist dicker als Wasser.

    Nun,


    ich hoffe einfach mal, dass du bereit bist für ein knallhartes Argument. Die Menschheit oder generell die Gesellschaft unterliegt einem Irrglauben, der aus Verdrängung resultiert. Keiner denkt darüber nach was ist wenn man stirbt. Wir alle tun so als wären wir unsterblich und es würde sich nichts ändern. Dieses Denken ist äußerst naiv und sorgt auch regelmäßig dafür, dass reihenweise Leute mit dem Verlust ihrer Angehörigen nicht klar kommen. Dann heißt es immer, das Schicksal, das böse Schicksal ist so ungerecht. Nein, nicht wirklich, es liegt an der Denkweise und genau dieses Probleme sehe ich auch bei dir Rocky.


    Denk mal genau darüber nach. Rein von der Logik der Sterblichkeit ist es völlig normal, dass die Kinder ihre Eltern überleben werden. In einer Idealfamilie kannst du also ab dem Punkt ab dem du denken kannst mindestens damit rechnen, dass du 4 Großeltern und 2 Elternteile zu Grabe tragen wirst und das allein deswegen, weil sie nun mal älter als du sind. Das hat nichts mit Schicksal zu tun, sondern dies bedingt der Lauf der Zeit und der Dinge. Alles ist in Bewegung und es verändert sich ständig. Beständigkeit ist eine Illusion und genau das solltest du begreifen. Ob nun der Eisladen an der Ecke zu macht, ein Haus in deiner Straße abgerissen wird, jemand weg zieht oder eben stirbt oder jemand neu geboren wird, all das ist die logische Folge.


    Verinnerliche das und bereite dich mit dem Kopf darauf vor. Das Zauberwort heißt mentale Bewältigung und Einkalkulieren der baldigen eintretenden Dinge. Deine Mutter hat ein stolzes Alter. 85 Jahre muss man erstmal werden. Unabhängig davon, dass sie sich vielleicht gerade krank fühlt, es ist genau das was sie dir sagen will. Sie will dir keine Angst machen, dass du alleine bist. Sie will dir helfen, weil du dich vorbereiten musst. Du musst dich mit dem Gedanken abfinden, dass du und alle Menschen um dich herum sterblich sind und du musst akzeptieren damit umzugehen. Diese Akzeptanz dem Tode gegenüber ist unvermeidlich. Du kannst nichts dagegen tun, sämtliche Nichtakzeptanz führt nur zu psychischen Problemen, wobei die Folge die Gleiche ist. Die Zeit gewinnt und damit Siegt der Tod in Form des Laufes der Dinge.


    Meine Mutter hat mit ihrer Mutter den gleichen Fehler begangen. Meine Großmutter ist mittlerweile 25 Jahre tot, starb als ich 7 Jahre war im Alter von 65 Jahren, weil sie die Narkose zur Operation an einem gebrochenen Hüftgelenk nicht überstand. Das ist tragisch und Trauer ist nur menschlich. Allerdings trauert meine Mutter heute noch 25 Jahre schon der Sache hinterher. Dabei entwickelte sie nur hinderliche Ängste und ist gar nicht mehr offen für Neues. Sie isoliert sich mit diesem Gedanken und das ist nicht gut.


    Wenn deine Mutter stirbt Rocky, dann darfst du nicht in diesen Zyklus verfallen. Noch lebt deine Mutter. Zeit ist kostbar, genieße jede Minute, jede Sekunde mit ihr, aber wisse auch was passieren wird. Wenn ihre Zeit dann gekommen ist, dann trauere, trauere tief, weine. Es ist gut, die Eltern zu verlieren ist eine einmalige Sache und schwer, aber es muss auch gut sein. Verschließ dich nicht, such Freunde, Familie und andere Aktivitäten und sei erwachsen, denn du musst den Weg allein weiter gehen und genau das ist es was deine Mutter sich für dich wünscht.

    Entschuldige bitte, aber warum kauft man sich eine Klangschale, wenn man nicht weiß wie, bzw. zu was man sie benutzen soll?

    Die Frage ist, ob du das verarbeiten kannst ein Kind abzutreiben. Wie gesagt ich sehe es als Tötung an, die nicht rechtswidrig in unserem Staat ist, wie Sam das so schön definierte. Das bedeutet aber nicht, dass es moralisch richtig ist. Es bedeutet nur, dass du dafür nicht vom Staat bestraft werden kannst. Allerdings hegst du ja jenen Gedanken auch in deinem ersten Post, der durchaus als sinnvoll zu betrachten ist. Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass deine Haltung gegen Tiere dann irgendwie auch ziemlich lächerlich wäre. Dein eigenes Kind könntest du demnach töten, aber Tiere nicht? Entschuldige wenn ich das so hart sage, aber mit so einem Zwiespalt entfernst du dich von jeglicher Moral und Sinnhaftigkeit und hinterlässt bei mir nur ein Kopfschütteln. Außerdem weiß ich ja nicht, ob das in deiner Psyche zum Konsens führt. Ehrlich gesagt denke ich eher, dass das dein Leben nur schlimmer macht, weil du dir dann permanent Vorwürfe machst und daran erinnert wirst, wenn du Kinder siehst oder mit ihnen zu tun hast. Es würde zweifelsohne auch deine gesamte Zukunftsplanung beeinflussen. Vielleicht möchtest du ja später doch mal gewollt Mutter werden.


    Desweiteren ist es auch eine Möglichkeit das Kind auszutragen und es dann zur Adoption frei zu geben, solltest du überfordert sein. Vielleicht ist das auch nicht der beste Weg. aber du hast dann wenigstens nicht die Last ein Menschenleben beendet zu haben auf den Schultern und du hast dich der Herausforderung gestellt. Übrigens ist es als positiv zu bewerten, dass der Mann mit dem du das Kind gezeugt hast, seine Hilfe anbietet. Das ist schon mal was und darauf kann man aufbauen. Übernehmt Verantwortung für euer Handeln!


    Versuch doch einfach mal für alle Beteiligten, also dir, dem Kerl und dem Kind, den bestmöglichsten Weg herauszufinden und darzulegen. Schreib es auf einen Zettel, mal es hin. Dann weißt du auch was zu machen ist, aber es bedeutet auch, dass du Verantwortung übernehmen musst und dein Ego zurücktreten muss. So hart das klingt, der Weg den ich dir beschreibe ist der Einzige bei dem du dann noch in den Spiegel schauen kannst.

    Hallo Sternenhimmel,


    das ist eine ziemlich harte Angelegenheit, die du da auf den Tisch bringst und die ungewollte Schwangerschaft ist auch ein streitbares Thema, bei dem es regelmäßig zum Zerwürfnis in diversen Diskussionsrunden kommt. Dennoch möchte ich dir einmal meine subjektive Meinung darlegen, die ich argumentativ begründen kann. Meines Erachtens solltest du Verantwortung übernehmen und das Kind austragen und das in jedem möglichem Szenario! Rein wissenschaftlich gesehen, gibt es nämlich gewisse Einteilungen, die klar definieren ab wann etwas lebt und ab wann nicht. Ich will dich jetzt nicht mit sowas langweilen, aber einer dieser Ansatzpunkte ist die Zellteilung. Die ist beim ungeborenen Kind gegeben. Daher werden dir renommierte Forscher auf diesem Gebiet auch jene Antwort geben. Soviel zur moralischen Grenze, die ich zwischen Leben und Tod ziehe.


    Aber es gibt noch mehr Punkte, über die du nachdenken solltest. Grundsätzlich bist du nämlich mit deinen 22 Jahren zwar jung, aber dennoch für dich verantwortlich. Das bedeutet, du und deine Bettgeschichte, ihr habt bewusst die Entscheidung zum ungeschütztem Sex gefällt. Ihr wisst was passiert, das ist also keine Ausrede. Daher wäre es nur vernünftig die Konsequenzen daraus vernünftig anzugehen. Euer Kind kann nämlich nichts dafür und wenn du dich in die Lage versetzen würdest und einmal darüber nachdenkst wie du dich fühlen würdest, würden deine Erzeuger so einen Gedankengang hegen, dann stärkt das nur noch mehr den Weg den du gehen solltest.


    Weiterhin solltest du beachten, dass ein Kind keines Weges nur Nachteile bietet. Natürlich ist es anstrengend, natürlich übernimmst du da eine große Verantwortung und natürlich ist es einfacher einfach eine Abtreibung durchzuführen. Aber frage dich einmal wie weit dich das bringt? Ich denke, man hat in einer Schwangerschaft und in der Folge als Mutter, aber auch als Vater großes Potential sein Leben in den Griff zu bekommen. Da ist dann nämlich plötzlich ein Grund da warum man die Dinge tut, die vor einem liegen. Ein Kind kann mit der richtigen Betrachtung ein enormer Gewinn sein. Außerdem gibt es doch nichts Schöneres als festzustellen, so etwas Schönes erschaffen zu haben.


    Ebenso solltest du auch verinnerlichen, dass ein Kind keines Falles das Ende deines beruflichen und gesellschaftlichen Werdegangs bedeutet. Auch mit einem Kind ist es möglich ein angenehmes Leben zu führen und Freude und Sinn zu entwickeln. Gerade deswegen doch. Also verabschiede dich bitte von dem Irrglauben, dass mit einem Kind in deiner Situation alles vorbei wäre und du damit den lebenslangen schwarzen Peter gezogen hast. Das ist nämlich absoluter Quatsch.


    Wichtig wäre auch über die nächsten Schritte nachzudenken. Klar ist, dass du den Vater darüber in Kenntnis setzten musst. Ihr beiden müsst über dieses ernste Thema sprechen und eine vernünftige Entscheidung fällen. Jetzt weiß ich natürlich nicht wie vernünftig diese Person ist und wie er auf diese Nachricht reagiert. Dennoch muss es getan werden. Im Besten Falle hast du einen starken Verbündeten, im schlechtesten Fall machst du es alleine, aber auch das ist nicht schlimm. Entscheidend ist der Ansatz in deinem Kopf, das Ziel was du fokussierst.


    Abschließend möchte ich dir ans Herz legen den Konsum von Alkohol und anderer Drogen einzustellen! Erstens ist es nicht gut für das Kind, weil gesundheitsschädlich und zweitens löst das deine Probleme auch nicht. Klar ist aber auch, dass du keinen Rückhalt hinter dir stehen hast. Familienangehörige wären da natürlich eine große Hilfe, die es für dich natürlich einfacher machen würden in dieser schweren Lage. Allerdings heißt das nicht, dass es keine anderen Hilfequellen gebe. Diese kommen aber nicht zu dir, diese musst du erschließen. Das wäre auch mein abschließender Rat an dich. Setz dich in Verbindung und such dir Hilfe und Beratung bei Einrichtungen und Behörden. Hier mal ein kleiner Ansatz.


    https://schwanger-und-viele-fragen.de/de/


    https://www.diakonie.de/wissen…rschaftskonfliktberatung/


    Ich hoffe ich konnte dir in dieser ernsten Lage einen hilfreichen Rat erteilen. Bitte gib nicht auf! Ich Wünsche dir viel Erfolg und nur das Beste.

    Hallo noch mal,


    nun, dass was du nun noch geschrieben hast über ihn unterstreicht nur noch mehr, dass du von diesem Mann die Finger lassen solltest. Er ist offenbar nicht in der Lage die Dinge sauber und wohlwollend für alle abzuschließen. Ich würde ihn auch nicht als Narzist bezeichnen, dazu kenne ich ihn zu wenig, allerdings fällt mir bei deinen Erläuterungen auf, dass er wohl sehr auf seinen Standpunkt bedacht ist und nicht in der Lage scheint sich in andere hinein zu versetzen. Vielleicht ist ihm das sogar vollkommen egal. Das kann ich nicht genau sagen, offensichtlich jedoch sind massive zwischenmenschliche Defizite.


    So und nun kommen wir mal zu dem Widerspruch den du beschrieben hast. Du hast im Grunde schon selber die Antwort gegeben. Das Zauberwort heißt Instinkt. Es ist nämlich so, dass du als Frau ein instinktives Auswahlverfahren und Kriterienmuster an den Tag legst, welches dich in seiner simplen Art und Weise sicher erst einmal erschrecken wird. Männer haben ebenso ein solches Muster. Das wird im Volksmund auch Beuteschema genannt. Es ist in der evolutionären Entwicklung des Menschen verankert. Ganz dumm gesagt sucht jede Frau erstmal grundsätzlich einen Mann der in die Kategorie des sogenannten Alphas fällt. Das macht sich zunächst erst einmal an ganz oberflächlichen Dingen, besonders beim Aussehen bemerkbar. Größe, Muskulatur, körperliche Fitness, Symmetrie, alle Dinge die wir als schön definieren. Weiterhin bilden solche Merkmale auch der Geruch, eine tiefe Stimme, aber auch Körperhaltung, Vitalität, die Hände, Augen, Blick, wie zum Beispiel der Blick gebrochen wird, Mimik, Gestik. Das alles sind schon einmal Grundfacetten, die du unterbewusst auswählst. Rein evolutionär hat das den Hintergrund, dass das weibliche Wesen einen starken Beschützer benötigte. Es geht dabei um die Erhaltung der Art, der Versorgung des Nachwuchses und der eigenen Person. Auch wenn unsere Welt weiter weg von Instinkten zu sein scheint, so ist genau diese Einfachheit immer noch in uns verwurzelt und das sehr tief. So und nun bilden wir das mal auf dich um. Ich kann dir nämlich sagen warum du deinen Exfreund nicht mehr attraktiv findest, bzw. das Gefühl hast ihn nicht mehr zu lieben und den anderen attraktiv befindest. Der Punkt ist nämlich, dass die Haltung deines Exfreundes nicht mit der des Alphas über einkommt. Passivität ist ein Verhalten, dass mit dem des Alphas nicht über ein kommt. Wenn du schon sagst du seist die Dominantere in der Beziehung, dann ist hier schon einmal ein tiefer Widerspruch anzuzeigen. Allerdings zieht sich jene Sache noch viel weiter. Logisch lassen sich von der Passivität her andere Charakterzüge ableiten. Ich gehe davon aus, dass dein Ex-Freund große Probleme mit dem Selbstbewusstsein hegt, seine Körperhaltung geduckt ist, er offenbar dann auch nicht mit den typischen Merkmalen eines Alphas glänzen kann. Ich meine auch, selbst wenn ich mich jetzt ein bisschen weit aus dem Fenster lehne, dass eure Beziehung keine Liebe auf den ersten Blick gewesen war. Männer mit solchen Merkmalen finden nämlich oftmals den Konsens in einer Beziehung zu einer Frau nur, weil es ihr schlechter geht oder eine Extremsituation eingetreten ist. Vielleicht solltest du das mal in die Geschehnisse mit einbeziehen und für dich mal nachträglich überprüfen.


    Kommen wir aber zum anderen Extrem. Der Kerl, der sich nun für seine Ex entschieden hat, der hat offenbar mehr Züge eines Alphas als dein Ex-Freund. Das merkt man schon allein daran wie dieser Mensch seine Entscheidungen fällt. Ich sage nicht, dass sie gut sind, der springende Punkt ist aber hierbei, dass er die Entscheidungen bewusst fällt, auch wenn diese nicht sehr nachhaltig sind. Entscheidungsfreudigkeit ist eine Alphafacette, denn Entscheidungen werden von Anführern getragen. Anführer sind stets Alphas. Desweiteren gehe ich auch davon aus, dass dieser Mann körperlich vielleicht auch attraktiver auf dich wirkte. Das ist zwar auch ins Blaue geraten, liegt aber nahe. Beachte hierbei auch, dass ebenso Dinge wie eine plötzliche Krankheit bei einem Mann dafür sorgen, dass die Einstufung Richtung Alpha abgestuft wird. Das klingt hart ist aber ebenso ein harter Malus der sich auswirkt, erst recht wenn du das Plus und Minus auf der sinnbildlichen Waage, die ich dir erklärte, mit einbeziehst. Keiner verliebt sich in jemanden, weil er krank wird.


    Nun und an dem Punkt gibt es noch etwas zu beachten. Es ist nicht nur so, dass der Mensch instinktiv die Auswahl an potentiellen Partnern kategorisiert. Im gleichen Atemzug bewertet er auch sich selbst. Ein Mensch welcher nicht dem Schönheitsideal entspricht wird sich also selbst niedriger bewerten und bei der Auswahl seines Partners mehr Abstriche zu lassen. Jene Abstriche sind aber nicht nur auf die eigene Auffassung der Schönheit zurück zuführen, auch andere Faktoren sorgen dafür, dass die Messlatte sinkt. Ist man zum Beispiel krank, hat man Depressionen, psychische Erkrankungen, aber auch solche Dinge wie beruflicher Erfolg spielen eine Rolle. Der berufliche Erfolg ist übrigens auch eine Facette eines Alphas. Macht und Einfluss wirken ebenso förderlich. Diesen Gedankengang solltest du ebenfalls mal an dir anlegen und einmal darüber nachdenken.

    Nun, ich gebe zu es klingt hart mit dem Prinzip Liebe und Partnerschaft, was ich da geschrieben habe, allerdings sollte ich dazu erwähnen, dass ich selbst diese Sache auch so gesehen habe und auch erst diese Erleuchtung bekam, als mich jemand darauf hin wies. Also sieh es bitte nicht als Vorwurf, sondern als ein Denkanstoß für eine grundlegende Angelegenheit, die im Grunde alle intuitiv tun, allerdings nie so wirklich intensiv darüber nachdenken. Der Punkt ist nämlich, dass genau das Wissen über die Zusammenhänge die Lösung für dieses angeblich große Opfer darstellt, welches du da nämlich beschreibst. Wenn du nämlich warum verstehst, dann ist die Sache einfacher zu akzeptieren.


    Herauslesen tue ich das an der Grundformulierung deines Textes und dem Grund warum du hier bist. Du hast etwas von Depressionen geschrieben und deine Worte klingen in dem Kontext nicht sonderlich positiv. Du bewertest dich und fühlst dich auf Grund der Entscheidung des Kerls weniger wert. Das impliziert ein geringeres Selbstbewusstsein und hat auch zur Folge, dass du auf der sinnbildlichen Waage, die ich in meinem vorhergehenden Post beschrieben habe, mehr Abstriche beim Gesamten des Partners zulässt. Du merkst also, es ist eine zusammenhängende Kette von logischen Schritten. Eins führt ins andere. Folglich ist die Antwort leicht. Würdest du intuitiv die Frage für dich so sehen, wie es nach meiner Ausführung sinnvoll wäre, dann wärest du nicht in der Situation hier anonym im Internet einen Rat zu suchen. So und ich denke, da bringen wir dich jetzt hin. Es gibt nämlich noch ein paar Punkte, über die du mal nachdenken solltest.


    Frag dich zum Beispiel mal, warum dieser Kerl das Recht haben soll so mit dir umzugehen? Natürlich weißt du die Antwort schon. Er hat dieses Recht nicht! Das hat keiner, unter gar keinem Umstand! Es ist nicht in Ordnung! Und das er überhaupt in die Situation kommt auf einer Seite einen Scherbenhaufen zu hinterlassen, unterstreicht wie sehr da die Sache schief läuft und aus seinen Händen gleitet. Weiterhin besitzt er als Teil einer Partnerschaft eine Pflicht, die übrigens jeder Mensch in einer Partnerschaft zu erfüllen hat. Diese Pflicht ist die Aufrichtigkeit. Er ist verpflichtet die Dinge zu regeln. Liebt er seine Freundin nicht mehr, dann ist er verpflichtet ihr das mitzuteilen. Kann er es nicht mehr, gibt es diverse Gründe dafür, egal welche, dann sind beide zur Kommunikation verpflichtet. Sie müssen für sich eine Lösung finden und die Sache in einen Konsens bringen, alles andere ist ungerecht gegenüber dem Partner. Er hätte sich also nicht auf dich einlassen sollen, sofern er die Dinge nicht für sich und seine Freundin in geregelten Bahnen gesehen hätte. Genau das ist das Problem. Eine Trennung muss nicht im Schlechten von Statten gehen, aber wenn man nicht fair zu einander ist und sich keine Gedanken macht und keine Verantwortung übernimmt, sowie die Lage nicht begreift, dann passiert so ein Desaster wie das hier beschriebene und du bist als beteiligte Dritte in diesem Blödsinn mit drin. Das macht die Angelegenheit so kompliziert und auch unmöglich sie sauber zu regeln.


    Nun und jetzt noch ein Punkt über den du mal nachdenken solltest. Weißt du eigentlich woher die Weisheit kommt, dass man sich auf vergebene Menschen nicht einlassen sollte? Da ist nämlich vom Szenario etwas dran. Wenn man das schnelle unkomplizierte Abenteuer sucht, dann mag das noch gehen, aber bei Gefühlen hat man ein arges Problem. So und nun kommen wir mal zu deiner Situation. Streng genommen hattest du eine 50/50 Chance. Jetzt mal rein ohne Wertung, sagen wir einfach eine Wahrscheinlichkeit, ja oder nein. In deinem Falle hat er nein gesagt. Das Ergebnis aus der Entscheidung erlebst du ja nun am eigenen Leib. Da muss ich nicht mehr viel zu sagen. Denken wir also lieber mal darüber nach was wäre wenn er denn ja gesagt hätte und sich für dich entschieden hätte? Ich gebe dir Brief und Siegel, dass die Situation dann auch keine bessere wäre. Deine neue Beziehung wäre dann nämlich schon von Beginn an faul und auf einem unsoliden Fundament. Das Problem ist nämlich das was er dir mit seinem Tun zeigt. Wenn er sich nämlich so unsauber von einer anderen trennt und du das mitbekommst, dann ist der logische Schluss, dass du verinnerlichst, dass er dazu im Stande ist. Das löst bei dir dann sofort Ängste aus, denn was der anderen passieren kann, das kann auch dir an ihrer Stelle geschehen. Das er die Unmoral besitzt solche Entscheidungen zu treffen hat er ja mit einem Kardinalsbeweis als Tatsächlichkeit, quasi als Fakt geschaffen. Du würdest also Verlustangst entwickeln, ihn vielleicht klammern, eifersüchtig werden. Eure Beziehung wäre von vorneherein vergiftet, ihr würdet euch von Anfang an misstrauen und das ist leider eine Spirale, die nichts mehr mit Liebe und Partnerschaft zu tun hat. Es wäre nicht gut gegangen, weil der Ansatz völlig falsch ist.


    Von daher gibt es keinen Grund da traurig zu sein. Außerdem gibt es mehr Optionen als diesen einen Menschen. Denk drüber nach, arbeite vielleicht auch an deiner Einstellung und verinnerliche, dass es da keinen positiven, sinnvollen Weg für dich gab. Das ist das Wichtigste. Stelle für dich fest, dass du nur noch Dinge tust, die dir gut tun und fertig. Alles andere ist nicht zielführend, weder für dich noch für andere.

    Hallo,


    tja... wie kommst du da raus?

    Grundsätzlich wird dir die Zeit diese Frage abnehmen, es kommt eher darauf an was du daraus machst. Meines Erachtens kann ich dazu mit den Details die du gegeben hast nicht viel sagen, allerdings gibt es einen grundlegenden Fakt den du genannt hast, der für dich richtungsweisend sein sollte und das auch ohne dein Zutun sein wird.


    Dieser Fakt ist die Tatsache, dass sich deine neue Liebe zwischen zwei Frauen entschieden hat. Die Wahl fiel nicht auf dich. Das allein genügt schon sämtliche Hoffnungen in diese Richtung zu begraben, weil grundsätzlich daran nichts mehr besser werden kann. Die zweite Geige ist eine Position in die man nicht gelangen sollte und die man unter keinem Umstand akzeptieren sollte. Deine Liebelei mit ihm kann ich nicht genau deuten, allerdings liegt nahe, dass er wohl Dinge, die ihm in der anderen Beziehung fehlten kompensierte. Die elementaren Dinge wie Zuspruch und Verständnis für die Situation sind offensichtlich. Der Mensch sucht den Konsens, daher ist es wichtig sich mit Leuten zu umgeben, die Übereinstimmung hegen. Natürlich kommt noch die sexuelle Komponente dazu. Dein Text dazu ist nicht facettenreich genug dazu etwas Genaues zu sagen, allerdings ist auch sexuelles Abenteuer ein Grund, der aus dem Wunsch der Bestätigung heraus wächst.


    Ich kann dir nur empfehlen auch an dir selbst zu arbeiten. Dein Text impliziert mir, dass du das Prinzip Liebe und Partnerschaft nicht so recht verinnerlicht hast. Grundsätzlich ist eine Beziehung sehr pragmatisch zu sehen. Jeder der beiden Partner legt dazu nur Positives in die Waagschale. Keiner beginnt damit jemanden wegen seinen Nachteilen zu lieben. Daher sollte man auch tunlichst an sich selbst arbeiten und dafür sorgen, dass die Vorteile, die Nachteile überwiegen. Sei es drum. Es geht in der Frage darum, dass man sich wohl fühlen sollte und genau dieser Grundgedanken hilft dir. Du verliebst dich oder besser du willst dich verlieben, damit du dich besser fühlst. Das will jeder und das ist auch völlig okay. Beginne nicht damit Nachteile, die dich brechen und dir schmerzen in Kauf zu nehmen. Das erzeugt Abhängigkeit und Abhängigkeit ist kein Grund mit jemandem zusammen zu sein. Der Grund damit man zusammen ist liegt darin begründet, dass beide etwas Positives dem jeweiligen anderen geben, quasi eine Win-Win-Situation. Nach diesem Denken solltest du deine Entscheidung ausrichten. Tust du das wirst du schnell fest stellen, dass ein Nachtrauern und Festhalten daran sinnlos geworden ist.

    Naja, so wie sich mir deine Erläuterung erschließt scheint die Lösung aus der Not heraus wohl doch eher eine Langzeitlösung geworden zu sein, als denn ein Provisorium. Das befinde ich als nicht sonderlich glücklich gelöst. Natürlich sollte die Familie zusammenstehen und es ist auch schön, dass es sowas gibt, aber das sollte eine zeitlich begrenzte Geschichte sein. Ich denke ihr seid schon lange über den erträglichen Punkt hinaus. Ihr reibt euch schon gegenseitig auf und macht es damit gegeneinander auch unmöglich euch im Leben zu verwirklichen. Ebenso solltest du auch mal sehen, dass so eine Bürde, die du dir durch deinen unwilligen und bockigen Bruder auflastest, auch dich betrifft. Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber ich meine an anderer Stelle gelesen zu haben, dass du Single bist. Glaubst du in so einer extremen Situation ist es möglich, dass du dahingehend einen Partner finden kannst? Schon mal von der psychischen Belastung her kann das nicht funktionieren und auch so fühlt sich ein potentieller Partner doch dadurch mehr abgeschreckt, als angezogen. Ebenso bin ich mir nicht sicher in wie weit sich so eine Extremsituation auch auf deinen Beruf auswirkt. Da du nicht gesagt hast ob du berufstätig bist oder nicht, mal beide Szenarien. Wenn du noch eine 40 Stunden-Woche erfüllen müsstest würde dich das Zwangverhalten zerstören und auch so, wenn du nicht arbeitstätig bist. Du kannst es mit so jemanden komplett vergessen, dich auf eine Arbeit zu konzentrieren. sein Verhalten lässt es nicht zu, da er durch seine Haltung kein Verständnis für dich besitzt.


    Und das solltest du dir einmal genauer überlegen. Seine Verweigerung der Hilfe ist nicht nur ein Zeichen seiner Schwäche, sondern er nimmt dir dazu auch noch etwas. Er respektiert dich nicht, sonst würde er alles daran setzen die Belastung deiner Person so gering wie möglich zu halten, sondern drängt sein Problem auf dich, damit es auch dein Problem wird. Das ist eine Form des Egoismus und hat in so einem Falle nichts mehr mit Hilfeleistung deiner Seite zu tun. Damit schadet er dir nämlich seelisch, beruflich, privat, auf allen denkbaren menschlichen Gebieten. Das steht keinem zu. Und deswegen ist die Frage ob er sich helfen lassen will, um das Problem anzugehen und es zu beseitigen obligatorisch und von seiner Position mit einem bedingungslosem Ja zu beantworten!