Beiträge von Berolina

    ja, den habe ich auch..😁

    Vor Kurzem gab es einen Aufruf zum Blutspenden, ich habe es zwei mal gemacht vor vielen Jahren und jedes mal ging es mir sehr schlecht, einmal habe ich das Bewusstsein verloren, beim zweiten Mal ließen sie mich lange auf der Liege liegen, haben mir Essen gegeben und Zucker und es war mir trotzdem den ganzen Tag übel. Komisch, ist ja nur ein 0,5 Liter, vielleicht sollte ich es nochmal versuchen.

    Man denkt gar nicht daran, dass man es mal auch selber brauchen könnte,

    Ich glaube wirklich, es wäre für mich viel einfacher, wenn ich wegziehen würde bzw könnte... Ich suche kein Glück, ich will nur ohne diesen Stress leben. Diese Stadt war mein großer Traum, der in Erfüllung gegangen ist, aber in den letzten 2 Jahren hat sich das leider geändert, ich kann sie nicht mehr genießen 🤷🏼‍♀️

    Na ja, es ist alles Theorie, ich werde leider nicht wegziehen können..es ist nur ein Wunsch. Natürlich würde es meine Probleme nicht lösen, aber es wäre leichter. Die Erinnerungen würden vielleicht seltener kommen und verblassen.


    Die "Sichtweise" ist ja nie konstant, so viele Faktoren beeinflussen unser Denken, kann ich mich wirklich entscheiden, das Negative zu verdrängen, und nur das Positive zu sehen? Wie machst du das? Schwierig, weil mich AUCH die positiven, schönen Erinnerungen sehr traurig stimmen. Die zeigen mir ja gerade deutlich, dass ich kein Glück hatte, wertlos bin usw. usf., ich möchte mich nicht schon wieder wiederholen.

    Es wäre viel einfacher, wenn ich räumlich weit weg von hier wäre, dann würde ich eher auch gedanklich Abstand gewinnen..


    Ich bin auch sehr dankbar für die Hilfe, die ich von völlig fremden Menschen bekommen habe, ich habe damit gar nicht so gerechnet. Es ist unglaublich, oder? Dass sich so viele Gedanken machen, während sich Freunde abwenden, wenn man nur sagt, dass etwas nicht glatt läuft, dass man eine Krise hat.. Auch dem H war es völlig egal, ich habe ihm ja damals geschrieben, dass es mit schlecht ging...


    Und ja vergessen werde ich wohl nie...

    Schön, dass du alles so positiv siehst, das muss ich noch lernen😉


    .danke und liebe Grüße!💐

    Hilfestellungen suchen und diese zu finden kann weder sinnlos, beschämend noch peinlich sein.

    Ja, das ist richtig. Und ich bin selber sehr geduldig, wenn ich anderen immer wieder das Gleiche schreiben muss. Aber einige Leute sind genervt, wenn man sich unendlich wiederholt, weil sie der Meinung sind,,dass ein denkender Mensch nur dann uneinsichtig ist, wenn er in Wirklichkeit nichts ändern will. Die Lage ist nämlich klar und man muss nicht besonders intelligent sein, um zu erkennen, dass so eine Trauer einem nur schadet. Vorteile hat es keine, wegen jemandem zu trauern, der sich fröhlich umgedreht hat und verschwunden ist, froh darüber, mich vergessen zu können. Die Leute ärgern sich, dass ich es scheinbar nicht begreife. Ich bemühe mich daher, da so wenig wie möglich darüber zu schreiben. Und inzwischen weiß ich, dass mir Schreiben langsam nicht mehr so sehr hilft, weil schon alles mehrfach geschrieben wurde. Damit hat es seine Funktion erfüllt, es war bestimmt nicht umsonst.

    Ich verstehe auch, dass meine Trauer sinnlos ist, vielleicht nicht peinlich, wie die meisten denken, aber sinnlos.. Diese Kritik, die ich immer wieder in dem 1. Forum bekommen habe, hat mich oft etwas deprimiert, aber natürlich ist es in meinem Interesse: ohne die Motivation, die mir die Leute gegeben haben- immerhin auch auf meinen ausdrücklichen Wunsch- würde ich keine Fortschritte machen. Deswegen müsste es mir egal sein, was sie dazu motiviert, mir zu schreiben. Manche wollen helfen, einige wollen ihre eigenen Frustrationen abreagieren, es ist im Grunde völlig egal, solange, es mich voran bringt.

    Und ich habe tatsächlich einen kleinen Fortschritt gemacht: ich möchte tatsächlich nicht mehr so viel darüber schreiben. Nur ob es so bleibt, schließlich beschäftigt mich das Thema unverändert. Mal schauen, ob ich es wenigstens reduzieren kann.

    Wir alle haben Sorgen und Kummer usw., wenn alle darüber so offen und exzessiv schreiben würden, wäre Internet ein gruseliger Ort..

    Aufbruchstimmung herrscht bei mir nicht😂, aber ja, ich werde versuchen, mich positiv auszudrücken, einfach mein Herz ignorieren, so tun, als ob es Nebensache wäre. Es ist doch schrecklich, dass ich zugelassen habe, dass die Trauer mein ganzes Leben beherrscht, jeden einzelnen Tag. In Wirklichkeit habe ich es nicht zugelassen, es ist passiert, wie alles andere einfach passiert. Aber es ist sinnvoller zu glauben, dass man darauf einen Einfluss hat.


    Würdest du gerne auswandern? Wohin?

    Ich denke jetzt oft darüber nach, zu fliehen, hört sich negativ an, aber wenn man irgendwo hin flieht, wo man glücklicher sein kann, dann ist es doch gar nicht so schlimm. Es ist nur ein Traum, ich werde es mir nie leisten können. Aber ich träume gerne, daraus ist auch das ganze Drama mit der unerwiderten Liebe entstanden, zu viel geträumt. Manche enttäuschten Wünsche tun einfach mehr weh als andere. Von fernen Ländern und einem neuen Leben kann man wenigstens ohne die Gefahr träumen, dass man in ein tiefes Loch fällt.

    Hast du solche Träume, die dich vom Alltag und von akuten Problemen ablenken?

    Ich habe vor kurzem mit meinem Sohn ein Buch gekauft über das Haus des Vergessens, das sich ein kleines Waldmännchen gebaut hat, um sich vor Sorge anderer Wald/Wiesenbewohner zu retten, die ihn damit belästigt haben..am Ende haben die ihn aber daraus "befreit"😂 Es ist gar nicht so einfach, sich abzuschotten. Ich habe durch das andere Forum einige Schweizer kennengelernt, die ländlich, wirklich idyllisch wohnen, in den Bergen, so hat man die Möglichkeit immer, ein bisschen davon zu laufen und die Natur zu genießen, sowas wäre mein Traum.. früher waren es immer Hawaii oder Neuseeland, langsam werden meine Träume bescheidener😉

    ein schönes Thema, ich habe mich vor 1,5 Jahren registriert und hatte das Gefühl, ich würde gleich dran kommen, ich habe es mit sehr gewünscht, aber nein, bisher ist nichts passiert.

    Wer weiß, vielleicht bekomme ich mal die Chance. In 80% der Fälle wird nur Blut abgenommen, also ohne OP. Für die Registrierung bekommt man ein Set zugeschickt, es geht schnell und unkompliziert.

    Lieber Patrick, nach einer kleinen Krise, die ich die letzten drei Tage hatte, die wohl damit zu tun hatte, dass ich Fieber hatte und es mir körperlich schlecht ging, glaube ich einen Fortschritt gemacht zu haben. Ich sehe jetzt, dass meine Verzweiflung in der Öffentlichkeit völlig sinnlos und peinlich ist. Alle versuchen mir zu helfen, aber sie können mir leider nicht helfen, wie denn.

    Ich bin traurig und es soll eine stille Trauer sein, ich darf traurig sein, sollte aber andere Leute damit nicht beschäftigen. Eine Weile war es wirklich nötig, aber inzwischen ist alles gesagt worden. Auch wenn ich den Herrn schon immer vermissen sollte, was sollte man dazu noch sagen.

    Ich habe bemerkt, dass ich mich besser fühle, wenn ich versuche, anderen zu helfen..manche wollen nur, dass man ihnen nur zuhört und das kann ich machen. Ich werde jetzt versuchen, über mein Thema nicht zu schreiben. Auch wenn es mir nicht besser geht. Vielleicht hilft es, wer weiß, vielleicht werde ich verrückt.

    Ich glaube nicht daran, dass Sterne mein Leben bestimmen, aber sicher kann ich mir nicht sein..das einzige, wessen ich mir sicher bin, sind nur meine Gefühle und meine Gedanken. Ind sicher ist bestimmt, dass es viel mehr gibt, als wir uns vorstellen können.

    Dank H weiß ich, was ich vermisst habe und auch, dass ich es nicht haben kann. Das ist ein kleiner Rückschlag, aber so ist das Leben. Es schmerzt, aber jeder von uns muss leiden. Ich schreibe schon wieder das Gleiche, beklage mich, es tut mir leid.

    Nein, die Liebe wird mir nicht mehr über den weg laufen. Mein Lieblingslied:

    I'm through with love

    I'll never fall again

    Said "Adieu" to love

    Don't ever call again

    For I must have you

    Or no one

    And so I'm through with love


    Ich

    also mir hat der Arzt gesagt, dass ich gar nicht depressiv bin, wenn ich einen nachvollziehbaren Grund für meine Trauer habe. Aber Antidepressiva verändern dein Bewusstsein und helfen somit auch bei Trauer und Ängsten usw.


    Wenn Menschen tief depressiv sind, können sie sogar den Kontakt zu anderen Menschen komplett abstellen. Ich kannte mal eine Frau, die eine schwere Psychose hatte, ich habe es leider miterlebt, ich habe ihr damals vermutlich das Leben gerettet. sie war 1 Monat auf der geschlossenen Station und da in einem Zimmer zusammen einer jungen Frau, die depressiv war, so schlimm, dass ihr keine Medikamente richtig geholfen haben. Meine Freundin hat sie immer wieder angesprochen, aber sie hat nicht mal reagiert, nicht gesprochen, lag nur auf ihrem Bett mit dem Gesicht zur Wand..es gibt offenbar alles...

    Meine Freundin war nach der Psychose die erste Zeit auch total anders, kalt, abweisend, es war schrecklich . Warte ab, die Medikamente werden bestimmt etwas helfen, 6 Wochen muss er sie erstmal nehmen, damit sie richtig wirken.

    Lieber Patrick, ja, vielleicht wollte er mich nicht erniedrigen, er war schon etwas böse, dass ich nicht durchgehalten habe, es war ja eine sichere Einnahmequelle für ihn. Aber bestimmt war er froh, als er mich los geworden ist..😪

    Ich habe heute eine kleine Krise, es gibt solche Tage, an denen ich klar sehe, wie dumm ich mich verhalte, wie hoffnungslos und sinnlos es ist.

    Heute ist so ein Tag und ich weine nur.

    Warum kann ich nicht aufhören, an ihn zu denken, obwohl es sinnlos ist? Wie kann man sich so unlogisch verhalten? Was ist mit mir passiert? Wie kann man jemanden vermissen, dem man so egal ist? Wie kann mir jemand so nah und vertraut sein, für den ein fremder, unwichtiger Mensch bin? Ich sehe ihn praktisch vor mir, als wäre es gestern, ich höre seine Stimme, es lässt mich nicht los. Ich begreife das gerade alles nicht. Es ergibt keinen Sinn, ein gebrochenes Herz ist eine schreckliche Strafe, ein grauenvoller Zustand 😭

    Auf deine obigen Kommentare werde ich nächste Woche antworten.

    Es gibt genug intelligente Menschen. Nicht in deinem Umfeld? Dann musst du gezielt suchen, über Hobbies, Freizeitaktivitäten.

    Wenn es um soziale Kontakte, Freundschaften geht, ist es sehr wichtig, dass man intellektuell auf einem ähnlichen Niveau ist, auch wenn das nicht alles ist.

    In einer Beziehung sind Gefühle wichtiger.

    Ich bin verheiratet, keine Liebesbeziehung, geplant war eine Freundschaft unter einem Dach, mein Mann ist hochintelligent, ich habe ihn bewundert und dachte, wir könnten eine harmonische WG führen, mit vielen Gesprächen, gemeinsamen Themen. Aber nein: man sollte nicht mit Freunden zusammen wohnen, das macht leider jede Freundschaft kaputt, jetzt leben wir wie zwei Fremde unter einem Dach und gehen uns aus dem Weg...

    Für eine Beziehung brauchst du jemanden, den du lieben kannst. Dafür brauchst du weder reich noch schön zu sein. Aber ja, Liebe ist nicht einfach zu finden... Ich habe nicht gesucht, mich trotzdem verliebt, unglücklich. Deshalb bin ich der Meinung, dass man keine großen Erwartungen haben kann, es ist wie ein Lottogewinn und nicht jedem gegönnt.

    Ich würde dir empfehlen, möglichst viele Menschen kennenzulernen, unter 8 Milliarden sollte es viele geben, mit denen du was anfangen kannst. Falls du es nicht willst oder doch nicht fündig wirst, kannst du dich immer noch zurückziehen. Aber warum ohne Versuch aufgeben. Ansonsten Erwartungen zurückschrauben, Die Welt ist, wie sie ist, die Menschen auch, es gibt weder Garantien noch kann man sich auf irgendwelche Versprechungen verlassen oder berufen. Niemand ist auf Die Welt gekommen, um unsere Erwartungen zu erfüllen und umgekehrt. Es ist schwer, das zu verinnerlichen, ich weiß es selber gerade aus Erfahrung, werde mit einer bitteren Enttäuschung nicht klar. Aber ich wurde nicht von jemandem enttäuscht, ich habe mir selbst etwas vorgemacht, geträumt und habe mich selbst enttäuscht.. Um glücklich zu sein darf man nichts erwarten. Das gelingt keinem so ohne weiteres, man sollte daran arbeiten. Niemand schuldet uns was. Alles Gute und Schöne, was uns trotzdem passiert, ist ein Geschenk.

    hi, solltest du jetzt nicht noch ein wenig abwarten? Bis es mit den Einschränkungen, dem Lockdown vorbei ist?

    Sicherlich ziehen sich Menschen,,denen es schlecht geht, manchmal zurück

    Ich habe vor über einem Jahr Antidepressiva genommen, ein halbes Jahr lang, um eine schreckliche Krise zu überstehen, es ging mir dann allmählich besser, sie wirken nicht sofort, sind Spiegelmedikamente. Man wird dadurch nicht fröhlich und glücklich, man ist nur nicht verzweifelt. Es gab Phasen, in denen ich nicht weinen konnte, das fand ich aber gar nicht gut.

    Aber vermutlich reagiert jeder anders, nimmt er schon irgendwas? Hat er schon mal was genommen?

    Gib ihm ein wenig Zeit, vielleicht bessert sich das nach dem Lockdown und mit den Medikamenten.

    Ich würde sie gerne wieder nehmen, ich war nie wirklich depressiv, hatte aber einen schlimmen Kummer, nachdem ich sie abgesetzt habe (man nimmt davon zu), kam die Trauer verstärkt zurück, die Probleme verschwinden ja nicht, die Tabletten verändern nur die Wahrnehmung, beseitigen nicht die Ursache.

    Aber notfalls kann man sie ja nehmen, solange es nötig ist. Ich müsste sie auch weiter nehmen.

    Am Liebsten würde ich fort gehen, an einen Ort wo ich mich entschleunigen kann, wo das Leben etwas zählt, wo man abgeschieden seine Existenz erleben kann, ein Ort an dem der ganze Wahnsinn nicht vorhanden ist. Ich weiß nicht ob es solch einen Platz wirklich gibt. Ich weiß nur, dass es so nicht passt.

    Ich habe an diesem WE wenig Zeit, ich werde dir später antworten. Ich wollte dir jetzt aber schon schreiben, dass es Orte wie diese sicherlich gibt. Schon als ich oben gelesen habe, dachte ich mir,,dass du so etwas brauchst, einen Bauernhof in Brandenburg, eine Farm in Paraguay, oder als Parkranger in der Wildnis, keine Ahnung, stell diese Frage bei Quora, da bekommst du konkrete Antworten. Zum Rest später. Natürlich ist das Leben in der Gesellschaft anstrengend, aber wir profitieren auch davon. Auch eine Arbeit im Angestelltenverhältnis ist damit verbunden, dass man sich einschränken und anpassen muss, hier hilft Selbständigkeit. Ich fürchte, du hast unrealistische Erwartungen an deine Mitmenschen, du musst sie leider nehmen wie sie sind. Die Gesellschaft ändert sich und du auch, beides kannst du nicht verhindern und es macht keinen Sinn es zu beklagen, wir müssen uns anpassen.

    Mein 28Jahre Alter Cousin ist allgemeiner Arzt und hat gerade nicht nur mit vielen Corona-Opfern zu tun (stellt Totenscheine aus), sondern auch selbst betroffen. Er hatte Corona im November und hat jetzt immer noch Atemprobleme, am Telefon hört er sich so an, als wäre er gerade den Marathon gelaufen...eigentlich war er ein gesunder, großer, starker Mann, jetzt wird er müde vom Reden ..ich würde die Krankheit daher nicht verharmlosen

    Noch etwas: in dem 1. Forum schreibe ich mit einer jungen Frau, die sehr an Horoskope glaubt und Wahrsagerinnen anruft. Früher hätte ich einfach gedacht, dass wir nicht zusammen passen und mich verabschiedet, weil ich nichts davon halte. Aber ich sehe jetzt, wieviel Zuversicht und Hoffnung sie daraus schöpft. Und ich staune. Auch wenn sich die Vorhersagen nicht erfüllen, erfindet sie ad hoc einfach eine Erklärung, damit alles wieder passt. Das ist ja auch eine Art Glaube, oder magisches Denken und es hilft dieser Frau, ihre Niederlagen mit Würde zu ertragen und zu akzeptieren. Offenbar wollten die Sterne das so. Und haben mit ihr was anderes, Besseres vor.

    Sinnvoll ist es aus meiner Sicht natürlich nicht und das habe ich ihr vorsichtig kommuniziert, so, um sie nicht zu kränken. Aber kämpfen würde ich mit dieser Überzeugung nicht.. Es tut ihr nämlich gut und lässt sie an eine tolle Zukunft glauben.

    Laut Ihrer Wahrsagerin wird sie noch zwei Beziehungen haben, mit dem zweiten wird sie glücklich und Kinder bekommen.

    Auch wenn es unvernünftig ist, oder Selbstbetrug, oder was auch immer: sie steht damit doch viel besser da als ich ohne solchen Glauben..Das ist vergleichbar mit dem Glauben daran, dass Gott für uns einen Plan hat. Das ist auch der Grund,,warum Menschen so gerne an etwas Sicheres, Zuverlässiges, Unveränderliches glauben. Ich hätte gerne so etwas.


    Ich habe generell viele interessante, nette und auch schräge Menschen in den Foren kennengelernt, ich kann jetzt sagen, dass ich jetzt viel besser die Menschen als Spezies kenne,,weil sich die Meisten im Internet nicht verstellen, alle sind wohl offener und ehrlicher.

    Und das alles dank H 😂

    Wieso die tolle Stadt verlassen: um ihm nicht mehr zu begegnen, das wäre nicht gut, für uns beide😪

    Ja, ich bin ihm für Vieles dankbar..aber es hat auch so weh getan, so viele Momente, die ich gerne vergessen würde aber nicht kann. Er hatte auch reichlich Pech, dass er mich kennen gelernt hat,,es war schon eine Belastung für ihn, ich habe deswegen schlechtes Gewissen, konnte mich dafür leider nicht entschuldigen.


    Was soll ich mir verzeihen: ich habe mich erniedrigt, ich hätte ihm nichts zeigen sollen, ich habe es ihm nicht gesagt, aber es war nicht zu übersehen. Es wäre für uns beide viel besser gewesen, für mich viel erträglicher, wenn ich es für mich behalten hätte. Wer mag es schon, sich schwach zu zeigen, sich zu erniedrigen. Das bereue ich sehr. Das ist, was ich mir verzeihen muss, um nicht mehr deswegen zu leiden. Die Leute haben mir geschrieben, dass so ein Verhalten menschlich ist, dass ich mich dafür nicht schämen muss. Letzteres sehe ich aber anders. Hinzu kommt, dass der andere meistens Verachtung empfindet, wenn man sich vor ihm erniedrigt, vielleicht nur unbewusst, das war auch in meinem Fall so. Das war der Grund, warum er so offen über sein Liebesglück gesprochen hat, mir ausdrücklich mehr Sinn im Leben gewünscht hat. Das tut man nur, wenn man jemanden verachtet. Das tat sehr weh.


    Na ja, wir können niemandem seine Gedanken verbieten, die einen setzen sich mit allem bewusst auseinander, philosophieren ihr Leben lang, erarbeiten sich ihre Standpunkte eigenständig. Andere haben kein solches Bedürfnis und nehmen gerne eine fertige Ideologie an, werden oft damit erzogen und finden so ihren Halt im Leben. Jedem das Seine. Solange man damit anderen nicht schadet. Nicht jeder ist in der Lage, eigenständig zu denken. Wir brauchen irgendwelche Konstanten im Leben, um nicht in der Leere zu schweben. Wer weiß schon, wer näher an der Wahrheit ist. Letztendlich haben doch die gewonnen und damit quasi Recht, die mit ihrem Leben und Überzeugungen glücklich sind, das schreibst du doch auch, oder? Und die streng Gläubigen, die nicht zweifeln, scheinen mir die glücklichsten zu sein.


    Ja, Angst ist tatsächlich sehr hinderlich, hat mir schon immer das Leben schwer gemacht.

    Das Problem ist, dass Liebe selten ist, dass es nicht viele Menschen gibt, die zu einem passen. Man muss recht viel Glück haben, um so jemandem zu begegnen und noch viel mehr, damit daraus was wird. Und nicht jeder ist bereit, Kompromisse zu machen, nur um nicht alleine zu sein.

    Deswegen die Angst bei mir, oder eher die Überzeugung, dass es in diesem Leben nicht mehr passiert. Aber vielleicht ist es gar nicht so überlebenswichtig, wie es mir gerade erscheint, das hoffe ich sehr, dass ich es bald anders sehe.

    Ich glaube nicht, dass man es erlebt, wenn man es will, aber vielleicht verschwindet dieses Bedürfnis, wenn die aktuellen Gefühle verschwinden.🤷🏼‍♀️


    Mach dir nicht zu viele Gedanken über mich, ich mache mir selber schon mehr als genug Gedanken 😂 Schon lange ist es mir peinlich, dass ich immer wieder das Gleiche schreibe..ich hoffe, dass ich dieses Bedürfnis irgendwann überwinde. Es ist ja schon alles hundert Mal gesagt worden und ich wiederhole mich, als wäre ich wahnsinnig. Es tut mir sehr leid.


    Wer weiß, was uns die Zukunft bringt, vielleicht passiert noch etwas Schönes, es muss nicht die Liebe sein, vielleicht etwas Schönes und Unkompliziertes zugleich, Liebe ist es bekanntlich nicht😉

    Mach dir keine Sorgen um mich, ich funktioniere ganz gut, mein Leben ist erträglich, ich muss einfach etwas bescheidener werden, weniger träumen, 🤷🏼‍♀️ es ist unverschämt, so viel zu träumen 😉

    ...noch zu deiner Frage zu meinem Glauben: du fragst, ob ich glaube, dass Gott einen Plan für mich hat? 🤔 Das glaube ich eher nicht.

    Ich beneide die Leute, die diesbezüglich einen starken Glauben haben und ihn nicht hinterfragen. Ich kann sichere Aussagen nur in Bezug auf mein inneres Leben treffen..alles andere sind ja nur meine Wahrnehmung und meine Überzeugungen/Urteile. Und das ist doch höchst subjektiv und ändert sich im Laufe des Lebens, also ist es nichts Sicheres. Und Gott ist ja etwas, wovon ich am wenigsten weiß, was ich nur vom Hörensagen kenne.

    Aber man hat gerne diesen Glauben, dass da noch was ist, das gibt ein wenig Hoffnung. Wenn ich aber gar nicht weiß, wer oder was Gott ist, wie sollte ich annehmen, dass er sich mit mir beschäftigt.

    Nein, ich glaube eher, dass Gott was anderes sein muss und dass wir nicht nach seinem Plan leben.

    Vielleicht ist das Universum Gott, das uns erlaubt hat, zu erscheinen und zu leben, uns quasi erschaffen hat, wie durch ein Wunder.

    Wie du siehst, bin ich vermutlich nicht besonders gläubig 🙁. Das würde dem H auch nicht gefallen, weil er da anders ist: Auch etwas, was mir an ihm gefallen hat, dieses Vertrauen und Zuversicht; damit kann man ein schönes, erfülltes Leben führen. Sollte es auf einem Irrtum beruhen, werden es die Leute ja ohnehin nicht erfahren.


    Zu Erfahrungen: Ja, die sind wichtig und diese hat mich sehr verändert. Ich bin überzeugt, dass mein Kind von dieser Veränderung profitieren wird, weil ich jetzt viel bewusster, achtsamer lebe, Sachen, die früher Routine waren, hinterfrage und analysiere. Aber in einer Gesamtbetrachtung war es eher nachteilig für mich, weil so viel Trauer einfach nicht gut sein kann, für niemanden😔 ich bin schon seit 2 Jahren traurig deswegen.

    Ich kann nicht loslassen aus Angst, so etwas nie wieder zu spüren, das ist mir inzwischen auch klar. Das haben mir viele schon geschrieben, dass ich Angst habe, so etwas nie wieder zu empfinden. Deswegen nehme ich die negative Seite in Kauf. Das ist eine plausible Erklärung.

    Danke dir!!

    Dir auch alles Gute!

    Ja, der H ist für immer weg und nur in meinen Gedanken.😔 Er wohnt aber leider in meiner Stadt, so dass ich ihn nicht so leicht vergessen werde...

    Ich überlege schon lange, wohin ich ziehen würde, wenn ich es mir leisten könnte, die Stadt zu verlassen, träume quasi davon, mich in Sicherheit zu bringen. Aber mir fällt nichts ein, ich kann es mir schwer vorstellen, es ist eine tolle Stadt..Aber ich würde es tun, vielleicht an die Ostsee ziehen. Eigentlich war Hawaii immer mein Traum😄

    Ach, Patrick, was ist schon real, wir sind ja hier nur für einen Augenblick, wissen so gut wie gar nichts und bald ist alles vorbei. Ich fürchte, die Gedanken und die Gefühle sind das einzige, wessen wir uns wirklich sicher sein können, dass es real ist und echt. Im Grunde ist doch alles subjektiv und Produkt unserer Wahrnehmung, deswegen nehme ich mein Wunschdenken, wie du es nennst, so ernst.

    Aber ich muss tatsächlich aufhören, darüber zu schreiben, am Anfang war es notwendig, ich wäre sonst gestorben. Jetzt verstärkt es aber nur meinen Kummer. Ich werde mich bemühen, es zu reduzieren.

    Nur, wenn diese Menschen in irgend einer Art gehen möchten, werden, sollen liegt es an dir allein, die Akzeptanz dieses Geschehen anzunehmen.

    Ja, leider... Begreifen und akzeptieren, warum ist das denn so schwer. Ich müsste doch glücklich sein, dass es ihm gut geht und er sein Glück gefunden hat, warum fällt es mir so schwer. Das ist egoistisch, aber genau genommen sind wir Menschen alle egoistisch, wir tun ja nur das, was uns irgendwas gibt, das was wir brauchen. Wenn ich lange überlege, komme ich immer wieder zum Schluss, das mein Beharren vielleicht ungewöhnlich, aber nicht krank ist, sondern ein ganz normaler Ausdruck menschlicher Natur, oder menschlicher Schwäche, wenn man es so will. Deswegen schreiben mir viele- vermutlich intuitiv- dass ich es mir verzeihen soll🤷🏼‍♀️

    ja, das ist alles richtig, eine gute Zusammenfassung, ich versuche das Eine oder Andere davon in 2021 umzusetzen. Ich danke dir von Herzen! Hoffentlich wird das nächste Jahr für uns alles etwas besser.


    Nur einer Sache bin ich mir nicht ganz sicher: du schreibst, der H ist egal, weil nicht mehr Teil meines Lebens. Er ist aber in meinen Gedanken präsent. Ist mein inneres Leben, meine Gedanken nicht mein eigentliches Leben? Was drum herum passiert, wäre doch völlig irrelevant, wenn es sich nicht in meinen Gedanken spiegeln würde. Ein Mensch, der neben mir steht, berührt mich nicht, wenn ich nie an ihn denke. Und umgekehrt spielt jemand wohl eine Rolle, der für immer weg ist, aber in meiner Erinnerung dauerhaft präsent.

    Das ist wie mit Verstorbenen, wenn die Trauer nie aufhört, in einigen Prozent der Fälle trauern Menschen ihr Leben lang und die Mediziner streiten: ob diese Trauer normal ist oder einen Krankheitswert hat:

    Kann man wirklich sagen, dass die Person, wegen der man jeden Tag trauert und weint, nicht mehr Teil meines Lebens ist. Nur weil ich nicht Teil ihres Lebens bin...🤷🏼‍♀️


    Ich danke dir sehr, es tut sehr gut, wenn man mit seinen Schwächen akzeptiert und ernst genommen wird. Viele kritisieren nur, bestimmt ist auch das als Hilfe gemeint, aber für mich nicht besonders hilfreich.

    Lieber Patrick,

    Danke! Ich hoffe,.du hattest schöne Feiertage.


    Ja, viele Menschen,.auch die, die eigentlich nicht einfach gestrickt sind, scheinen ein Problem mit Empathie zu haben. Es ist vermutlich Egoismus, sie wollen ihre wertvolle Zeit nicht mit Problemen anderer Leuten verschwenden.

    Und mangelnde Phantasie kommt noch hinzu.

    Aber keiner hat die Pflicht, empathisch zu sein.

    Man erwartet zu viel, ich habe oft diesen Fehler gemacht, anderen Eigenschaften zuzuschreiben, die sie nicht hatten und aufgrund von diesen falschen Annahmen etwas zu erwarten.

    Man ist sich dann selber Schuld, wenn man enttäuscht wird..


    Du schreibst, man kann sich nicht in den Falschen verlieben. Heißt das, ich sollte daraus was lernen. Es war eine sehr bittere Lektion und das was ich gelernt habe, hat mich demütig gemacht. Ich weiß nicht, ob ich es gebraucht habe. Ja, es hat mir gezeigt, dass ich mir etwas vorgemacht habe. Ich habe mir vorgemacht, dass ich trotz Einsamkeit glücklich sein kann. Dabei habe ich mich nur abgelenkt.

    Jetzt ist mir das Problem bewusst geworden, aber es ist kein Vorteil. es ist kein Vorteil, zu erkennen, was einem fehlt, wenn es unerreichbar ist.


    Ich mache mir Sorgen, dass sich mein Zustand nicht ändern wird, dass diese Sehnsucht und Trauer nie weggehen, das wäre ein verlorenes Leben.. Ich schäme mich sehr, wenn ich daran denke, was der H über mich denken würde, wenn er wüsste, dass mich die Sache immer noch beschäftigt, dass ich immer noch leide. Er würde denken, dass ich verrückt bin, geisteskrank, vermutlich hätte er Angst vor mir und dadurch auch eine starke Abneigung.. Diese Gedanken machen mich fertig. Dermaßen, dass ich davon träume, ihm irgendwann zu sagen, zu zeigen, dass ich ihn längst vergessen habe.


    Ich will mich nicht von negativen Gefühlen leiten lassen, im täglichen Leben versuche ich sie zu vermeiden, indem ich Menschen, die solche Gefühle in mir hervorrufen, konsequent aus dem Weg gehe. Aber gerade bin ich auf der Suche nach etwas, was mich heilen könnte, und so mache ich mir Gedanke über alles mögliche...


    Ja, egal was ich tue, diese Erlebnisse und Erinnerungen werden für immer bei mir bleiben, ich kann sie nicht vergessen..

    Ich hoffe aber, dass die Sehnsucht irgendwann nachlässt, aber nach 2 Jahren weiß ich immer noch nicht, was ich dafür tun muss. Ich fürchte sogar, dass sie stärker wird, auch wenn es schwer ist sowas zu messen.. Durch den Abstand tut es mehr weh. Wie soll man sich da nicht wertlos fühlen, wenn man weiß, dass es einseitig ist?

    Ich glaube, ich muss mich mehr bemühen, das mit dem Verstand zu analysieren, weil wenn ich nur Emotionen zulasse, kann ich überhaupt nicht mehr klar sehen und damit auch keine Fortschritte machen. Mit diesen ganzen Emotionen werde ich nicht weiter kommen.

    Ich schreibe aktuell in dem anderen Forum mit Leuten, die ähnliche Probleme haben. Und bei ihnen sehe ich es klar: das was ich bei mir selbst verdränge, nämlich, dass sie erlauben, dass die Emotionen sie beherrschen. Sie machen nicht mal einen Versuch, rational zu denken, weil die Gefühle so stark sind. Sie sind den Emotionen ausgeliefert, wie ein kleines Kind, ohne jegliche Kontrolle. Das ist doch dumm..


    Auch wenn es eine besondere Erfahrung ist: es ist schädlich und beeinflusst unser Leben negativ. Das soll man sich stets vor Augen führen.

    Wir sind aber schwach.

    Was hilft es mir, zu trauern und zu weinen, wenn es nichts ändern wird... Werde ich es, bzw. mich irgendwann ändern können, Frieden schließen, akzeptieren, nicht mehr vermissen? Ich hoffe es, aber ich habe Angst, dass ich noch lange darauf warten muss. Und es kostet sehr viel Kraft.


    Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch!

    Ich denke, ich hatte gerade Corona, ich war so krank,dass ich kaum in der Lage war aufzustehen, um auf die Toilette zu gehen. Ich frage mich, wie man in so einem Zustand irgendwohin fahren soll, um sich testen zu lassen... Pass gut auf dich auf, 2021 wird bestimmt besser. Ich hoffe, ich habe die zwei schlimmsten Jahre hinter mir...

    wie ist es mit Freunden?

    Willst du keine Partnerin/ keinen Partner? Keine Familie, Kinder?

    Hast du keine Hobbies, wo man Leute kennen lernen könnte?

    Vielleicht Sport?

    Ja,,jetzt geht es nicht wirklich, aber sonst, wie sah es aus? Nimmst du Einladungen an ?

    Ich weiß, dass es nicht einfach ist echte Freunde zu finden, umso mehr muss man sich Mühe geben. Wenn du nicht für dieses einsame Leben geschaffen bist, dann muss du es ändern. Dazu muss man aktiv was machen...

    Es gibt viele Menschen mit genau demselben Problem...

    Lieber Patrick, ich habe damals in der Klinik, nach der Entbindung, schreckliche Sachen erlebt, es war fast nicht real, als wäre ich in einer anderen Welt gelandet. Ich bin mir sicher, dass es ein Trauma war, aber selbst konnte ich mir nicht helfen. Ich war dann jahrelang in einem Forum, das mir zum Teil geholfen, zum Teil auch geschadet hat..ich habe keine Lösung und keine Zukunft für mich gesehen. Das meinte ich, als ich geschrieben habe, dass ich mich aufgegeben habe. Mir hätte damals jemand Antidepressiva verschreiben sollen, aber niemand hat sich Gedanken über mich gemacht. Manchen Leuten passieren schreckliche Dinge, aber man kriegt oft kaum was davon mit. Jetzt hat sich alles ziemlich normalisiert und als Ergebnis davon habe ich wieder angefangen, normal zu empfinden und habe mich verliebt, leider in den Falschen, in jemanden, den ich nicht haben konnte. Das war aber ganz am Anfang, kurz, ein sehr schönes Gefühl und da ich davor jahrelang innerlich völlig erschöpft und resigniert war, wie tot, hat mich dieses schöne Gefühl süchtig gemacht..und obwohl die Ablehnung sehr weh getan, kann ich immer noch nicht loslassen.


    Menschen mit negativen Gefühlen:

    Damit meine ich, dass diese Menschen, die wirklich schlecht behandelt wurden, die verletzt, verlassen und betrogen wurden und trotzdem Luebeskummer haben, den Vorteil haben, dass sie irgendwann merken, dass der Partner es einfach nicht wert ist, ihm nachzutrauern, kein Traumprinz, sondern jemand, von dem man sich besser fern halten soll.


    Das habe ich nicht, ich kann den H weder hassen noch verachten, ich muss ihn bewundern und vermissen. Er hat mich fasziniert, er war korrekt, er hat nichts falsch gemacht..es ist schwer, so jemanden in Gedanken aufzugeben.

    Ich trauere, wenn sich gute Freunde nicht mehr melden, es bricht mir das Herz.

    Und für ihn habe ich leider mehr empfunden.

    Er ist ein toller Mensch, deswegen habe ich keine leichte Aufgabe. Es wäre viel einfacher, wenn es anders wäre.


    Wahrscheinlich ist viel nicht mit dem Verstand erfassbar, damit kann ich leben... aber auch Gefühle, Instinkte sind nichts, worauf man sich verlassen könnte, alles täuscht uns .

    Ich bin im Moment richtig verwirrt, weil ich nicht mehr weiß, was ich machen soll, mir Zeit lassen, einfach abwarten, 🤷🏼‍♀️, ich warte schon so lange, aber manche Erinnerungen wollen nicht verblassen. Ich bin irgendwo, wo wir mal zusammen waren und es ist wie gestern, es sind sogar mehrere Orte auf meinem Weg zur Arbeit, ein unterirdischer Übergang, den ich jeden Tag nutze, meine Haltestelle, wo wir Donuts gegessen haben, eine Statue, unter der ich ihn mit meinem Kind fotografiert habe, der Flur in meinem Büro und ein anderer Raum, wo er mal war, ich kriege diese Bilder nicht aus meinem Kopf.

    Aber ich bin hochsensibel, das hängt wohl damit zusammen. Ich empfinde einiges sehr intensiv.

    Ich kann z.B. nicht ohne zu weinen an eine Freundin denken, die vor 20 Jahren einen tödlichen Unfall hatte. Ich kriege es nicht hin, das richtig einzuordnen. Ich kann mich einfach mit Verlusten nicht abfinden, ich kann sie nicht akzeptieren und vergessen.

    Ja, sicher, aber ich habe mich vor Jahren, als mein Sohn geboren wurde, aufgegeben. Es war eine schwere Zeit, das kann kaum jemand nachvollziehen. Schnell habe ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass ich für ihn da sein muss und nur noch für ihn lebe. Ich hatte keine anderen Wünsche mehr.

    Liebe habe ich ohnehin nie gesucht, aber sie hat mich hin und wieder selbst gefunden, das ist wohl unvermeidbar, das ist menschlich.

    Und dieses Mal leider so eine schlimme Variante, weil ich nicht loslassen kann. Den Leuten in dem 1. Forum, die verlassen, betrogen wurden, schreibe ich, dass sie sich freuen können, weil sie einen guten Grund haben, negative Gefühle zu entwickeln und so loszulassen. Ich habe einen solchen Grund nicht.

    Die Gegenwart ist nicht gerade schön, ich leide, weine, bemühe mich mein Kind nicht zu vernachlässigen. Deswegen spreche ich von der Zukunft und hoffe auf etwas unbestimmtes Schönes, auf einen schönen Zufall in der näher unbestimmten Zukunft.